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Liga und Pokal gegen Bremen : Der kuriose Doppelpack des FC Bayern

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„Wir müssen uns auf das erste Spiel konzentrieren“: Die Bayern und Niko Kovac spielen zweimal gegen Bremen. Bild: AFP

Zweimal Werder Bremen in fünf Tagen: Erst wollen die Münchner den nächsten Schritt zur Meisterschale machen, dann das Ticket fürs Cup-Finale buchen. Ein Bayern-Spieler steht besonders im Fokus.

          Vor der kuriosen Double-Prüfung des FC Bayern gab es für Niko Kovac Grund zur Freude. Sein früherer Klub Eintracht Frankfurt bejubelte den Halbfinal-Einzug in der Europa League. „Die Eintracht macht Spaß dieses Jahr, international sind sie richtig gut dabei“, lobte der Münchner Trainer den Verein, den er zum Pokalsieg geführt hatte. „Ich wäre gerne auch in Frankfurt gewesen, aber unsere Aufgaben sind hier.“ Und diese Aufgabe ist im Kampf um Meisterschaft und DFB-Pokal binnen fünf Tagen zweimal die dieselbe: Werder Bremen. „Das ist natürlich eine besondere Situation“, erklärte Kovac.

          „Zwei schwierige Spiele“ erwartet Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge am Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) zu Hause in der Bundesliga und am Mittwoch (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal, in der ARD und bei Sky) in Bremen im Pokal-Halbfinale gegen den früheren Titelrivalen. Ein Ausrutscher zu Hause könnte die Tabellenspitze im spannenden Fernduell mit Borussia Dortmund kosten, eine Pleite vier Tage später würde gar ein Titel-Ende bedeuten. „Aber wir müssen uns auf das erste Spiel konzentrieren“, forderte Kovac.

          Nach der Rückkehr an die Tabellenspitze ist wieder reichlich Mia-san-Mia beim FC Bayern zu spüren. Aber aus dem Norden sind nach einer bisher starken Saison ungewohnt kecke Ansagen zu vernehmen. „Wir haben auch Waffen, um ein Spiel für uns zu entscheiden. Aber es ist doch klar, dass wir einen Top-Tag brauchen und die Bayern einen nicht ganz so guten“, sagte Trainer Florian Kohfeldt. Ein Europa-League-Platz winkt Werder, dazu lockt das Cup-Finale am 25. Mai in Berlin. Dafür steht Schwerstarbeit an. „Wir brauchen ein gewisses Maß an Frustrationstoleranz, weil nicht alles so laufen wird, wie wir uns das vorstellen“, sagte der 36-Jährige.

          Zuletzt gewannen die Münchner in der Liga 16-mal nacheinander gegen die Bremer, die ihnen zuvor so viele Niederlagen wie keine andere Bundesliga-Mannschaft zufügte hatten (26). „Wir müssen in beiden Spielen gewarnt sein vor der Mannschaft“, mahnte Kapitän und Torhüter Manuel Neuer, der den Bremer Doppelpack „natürlich interessant“ findet. Der Nationalspieler muss nach seinem Muskelfaserriss in der Wade verletzt zuschauen und wird in den nächsten Wochen von Sven Ulreich vertreten. „Auf Sven können wir uns immer verlassen. Da habe ich keine Bauchschmerzen“, sagte Kovac.

          Schon in der vergangenen Saison, als Neuer nach einem Mittelfußbruch bis kurz vor der WM ausfiel, war die Nummer 2 ein insgesamt zuverlässiger Vertreter. Jetzt will Ulreich eine imposante Bremer Serie beenden: In jedem ihrer 33 Pflichtspiele der Saison trafen die Hanseaten. „Er hat gute Leistungen gezeigt und überzeugt. Ich mache mir da überhaupt keine Sorgen“, lobte Neuer seinen Ersatzmann. Der Nationaltorhüter arbeitet an seiner Rückkehr, die für den 11. Mai im Auswärtsspiel gegen Leipzig anvisiert ist.

          Sowohl Kovac als auch Kohfeldt betonten, dass das Spiel am Mittwoch noch keine Rolle in ihren Taktik- und Personalüberlegungen spiele. „Man muss das Bundesliga-Spiel abwarten, dann dürfen Florian und ich aus diesem Spiel die Rückschlüsse ziehen und werden überlegen, was man hätte besser machen können und was war gut“, sagte Kovac, der seinen Stars und sich selbst freie Stunden für den Ostersonntag in Aussicht stellte. „Ich würde mir wünschen, dass unsere Jungs am Wochenende erfolgreich sind, so dass ich nicht nur mir, sondern auch den Jungs den Nachmittag oder vielleicht den Vormittag mit den Familien schenken kann.“

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