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Bayern München : Guardiola warnt vor der doppelten Borussia

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„Dortmund ist immer in der Lage, fünf, sechs, sieben, acht, neun Spiele am Stück zu gewinnen“: Pep Guardiola Bild: dpa

Trotz des großen Rückstands schreibt Pep Guardiola Dortmund im Bundesliga-Titelrennen nicht ab. Auch Gladbach hat der Bayern-Trainer im Blick. Zudem spricht Guardiola über den verletzten Weltmeister Bastian Schweinsteiger.

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          Pep Guardiola möchte beim traditionellen Oktoberfestbesuch des FC Bayern unbedingt auf einen Sieg über Hannover 96 und die Tabellenführung anstoßen. Zwar will sich der Star-Trainer am Sonntag auf der Wiesn nur „wenige“ Maß Bier gönnen, ausreichend Anlass zum Feiern sah er aber schon vor dem Abschluss der ersten Englische-Wochen-Phase.

          „Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft“, äußerte Guardiola vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr / Live bei Sky und im Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) gegen Hannover 96, bei dem Götze, Müller, Robben und Co. nach dem „Geisterspiel“ in Moskau wieder mit Lust und Laune vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena ihren Beruf als Fußballer ausüben können.

          „Es ist eine gute Chance für uns, Erster in der Tabelle zu bleiben vor der Länderspielpause“, sagte Guardiola zur Ausgangsposition am siebten Spieltag. Die Titelkonkurrenten können womöglich sogar noch weiter distanziert werden. Nachlegen ist darum angesagt, wie Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge bemerkte: „Wir müssen weiter daran arbeiten, dass wir die Stabilität aufrechterhalten, weil wir uns jetzt auch schon einen schönen Vorsprung speziell vor den vermeintlich großen Mitfavoriten erspielt haben.“

          Sieben Punkte beträgt dieser bereits auf Borussia Dortmund, sechs auf Schalke 04. Guardiola hat den BVB jedoch noch lange nicht als Hauptkonkurrenten im Titelkampf abgeschrieben. „Dortmund ist immer in der Lage, fünf, sechs, sieben, acht, neun Spiele am Stück zu gewinnen. Sie werden zurückkommen.“ Tauschen aber wolle er dennoch nicht mit seinem Trainerkollegen Jürgen Klopp und der Borussia, räumte Guardiola auf Nachfrage ehrlich ein.

          Wie schon 2013 will Pep Guardiola mit Frau Cristina aufs Oktoberfest

          Der Meistercoach hat auch die unmittelbaren Verfolger Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen im Blick. „Pass bitte auf Borussia Mönchengladbach auf!“, mahnte er: „Wir haben nur zwei Punkte Vorsprung.“ Drei sind es auf Leverkusen. Und auch der aktuelle Gegner Hannover 96 liegt nicht weit zurück. Guardiola zeigte sich beeindruckt davon, was Kollege Tayfun Korkut dort „in kurzer Zeit“ geleistet habe: „Sie spielen immer in einer guten Organisation. Und sie haben nur vier Punkte weniger als wir.“

          Groß rotieren will Guardiola anscheinend nicht. Weltmeister Jérome Boateng habe nach seiner Pause in Moskau wegen kleinerer Wehwehchen am Freitag wieder sehr gut trainiert. Er dürfte damit ins Abwehrzentrum zurückkehren. Guardiola sieht zwar noch erhebliches Steigerungspotenzial in der Spielweise seiner Mannschaft, aber angesichts der schwierigen Voraussetzungen zu Saisonbeginn hätten die Spieler ihre Sache sehr gut gemacht: „Wir waren immer da!“

          Verletztenlager soll soll wieder lichten

          Die mangelhafte Chancenverwertung, die auch Kapitän Philipp Lahm nach dem 1:0 gegen ZSKA Moskau in der Champions League einmal mehr monierte, beunruhigt Guardiola nicht. „Wir haben keine Zweifel an unseren Stürmern. Früher oder später werden sie wieder viele Tore schießen.“ Auf den letzten zehn bis 15 Metern des Spielfeldes wünscht aber auch er sich noch mehr Kreativität und Biss. Nach der Länderspielpause soll sich auch das Verletztenlager langsam wieder lichten. Der Spanier Thiago sei nach seiner langwierigen Knieverletzung „im letzten Schritt zurückzukommen“, berichtete Guardiola. Auch Franck Ribéry sollte nach Knieproblemen demnächst  wieder spielen können.

          Für Weltmeister Bastian Schweinsteiger gibt es derweil beim FC Bayern keinen Zeitplan für ein Comeback. Der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler fällt seit Saisonbeginn wegen abermaliger Patellasehnenprobleme am Knie aus und wird auch der deutschen Nationalmannschaft in den anstehenden EM-Qualifikationsspielen gegen Polen und Irland wieder fehlen.

          Wann Bastian Schweinsteiger zurückkehrt, ist nach wie vor ungewiss

          Womöglich wird der von Bundestrainer Joachim Löw zum Kapitän beförderte Schweinsteiger das DFB-Team in diesem Jahr gar nicht mehr aufs Spielfeld führen. „Basti wird zurückkommen“, sagte Bayern-Trainer Guardiola . Eine klare Prognose, ob das noch für das laufende Jahr gelte, war dem Spanier nicht zu entlocken. Man werde „keinen Druck“ bei der Rückkehr erzeugen. Nach seinen Informationen werde es aber jeden Tag besser.

          Dass Schweinsteiger im Leistungszentrum auf dem Rad an seiner Fitness arbeiten könne, mochte Guardiola aber nicht überbewerten. „Wir spielen mit dem Ball, nicht mit dem Fahrrad“, sagte er. Schweinsteiger und auch Franck Ribéry, der aktuell auch wieder wegen Patellasehnen-Problemen eine Spielpause einlegen muss,  bräuchten beide noch „mehr Zeit“, sagte der Trainer.



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