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Nach Streit bei Versammlung : „Können und sollten nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“

  • Aktualisiert am

Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München, spricht bei der Jahreshauptversammlung. Bild: dpa

Nach dem Eklat bei der Jahreshauptversammlung gesteht der FC Bayern München Fehler ein. In einem Schreiben an seine Mitglieder, schreibt die Vereinsführung, man wolle beim Thema Qatar „miteinander einen Weg finden“.

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          Der FC Bayern München hat sich nach seiner turbulenten Jahreshauptversammlung mit einem Schreiben an seine Mitglieder gerichtet und dabei Fehler eingestanden. „Nach der Jahreshauptversammlung vergangene Woche wollen, können und sollten wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, so der deutsche Fußball-Meister. „Ohne Frage ist diese Jahreshauptversammlung leider nicht so abgelaufen, wie wir es von unserem FC Bayern gewohnt sind.“

          Beim Mitgliedertreffen des Vereins hatte es Turbulenzen rund um das Thema Qatar gegeben. Zahlreiche Fans stören sich an den Geschäftsbeziehungen ihres Klubs mit dem Gastgeberland der Fußball-WM 2022. „Bei all den Turbulenzen – und wir haben bei diesem Thema sicher nicht alles richtig gemacht –, steht unser Klub trotz allem auch in dieser Pandemie insgesamt vorbildlich da: sportlich, wirtschaftlich wie gesellschaftlich“, hob die Vereinsführung hervor.

          Man sei sich bewusst gewesen, „dass sich beim Thema Qatar einiges aufgestaut hatte“, schrieb die klubspitze. „Wir bitten allerdings nochmals um Verständnis, dass wir an diesem Abend nicht über einen Antrag abstimmen konnten, der am Vormittag vom Landgericht aus juristischen Gründen als unzulässig erklärt worden ist – wir versichern Euch aber gleichzeitig, dass wir den Diskurs mit unseren Mitgliedern intensivieren werden.“

          Man wolle beim Thema Qatar „miteinander einen Weg finden“, so der Klub. Man habe bereits „Kontakt mit denen aufgenommen, deren Wortmeldungen nicht mehr berücksichtigt wurden, erste Treffen fanden seitdem bereits statt, und weitere wurden für die nächste Zeit vereinbart. Zudem arbeiten wir die Jahreshauptversammlung intensiv auf und haben erste konkrete Entscheidungen zur Verbesserung des Dialogs mit unseren Mitgliedern getroffen.“

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