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Fußball-Kommentar : Das Business des FC Bayern

Rafinha und der FC Bayern erleben gerade eine Formdelle. Bild: AFP

Am Samstag können die Bayern das Topspiel beim Tabellenführer in Dortmund verlieren, auf Dauer können sie es nicht – ganz egal, ob die „Super League“ wirklich kommt oder nicht. Da hilft nur noch eines.

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          Die Pointe war nicht originell, aber naheliegend. Wohl kein Augenzeuge des 1:1 gegen Freiburg hatte ihn exklusiv: den Scherz, dass die Bayern sich in dieser Form wohl wirklich keine Gedanken um eine angebliche „Superliga“ machen müssten. „Superbayern“, den seit dem Triple bei großen Heimsiegen skandierten Sprechgesang, hört man schon länger nicht mehr.

          Bundesliga

          Die Aufregung über die heiße Nachricht vom Interesse des FC Bayern an einer privaten „Super League“ fiel in der Bundesliga ohnehin eher lauwarm aus. Eine „Luftnummer“ nannte sie etwa der Frankfurter Präsident Peter Fischer. Angst davor, sein großes Zugpferd an eine von nationalen Ligen abgehobene Privatveranstaltung zu verlieren, muss der deutsche Fußball auf absehbare Zeit kaum haben. So wenig wie der Freistaat Bayern ohne Bundesrepublik funktioniert, so wenig tut es der Fußball-Club Bayern ohne Bundesliga. Und seit Präsident Uli Hoeneß mit seinem Verein auch im Basketball im internationalen Geschäft ist, kennt er aus dieser Sportart die Risiken und Nebenwirkungen, die sich aus dem Wildwuchs internationaler Wettbewerbe in Konkurrenz von Sportverbänden und Privatunternehmen ergeben – vor allem eine Überreizung der Muskeln der Spieler und des Interesses des Publikums.

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