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FC Bayern München : Tolisso erleidet Kreuzbandriss – Bayernbosse toben

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Wurde bereits auf dem Platz von Teamkollege Serge Gnabry (l.) getröstet: Bayerns Weltmeister Tolisso (Mitte) Bild: dpa

Die Befürchtungen haben sich bestätigt. Bayerns Corentin Tolisso hat sich im Spiel gegen Leverkusen einen Kreuzbandriss zugezogen. Münchens Verantwortliche beklagen die harte Gangart der Gegner – vor allem Bellarabis Foul macht sie wütend.

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          Der FC Bayern München muss monatelang auf Frankreichs Weltmeister Corentin Tolisso verzichten. Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler erlitt am Samstag beim 3:1 des deutschen Meisters in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen nach einer unglücklichen Aktion einen Kreuzband- und Außenmeniskusriss im rechten Knie. Das teilte der Verein am Samstagabend mit. In diesem Jahr wird Tolisso nicht mehr zum Einsatz kommen. Am Sonntag soll der Franzose operiert werden. Tolisso war nach der WM-Endrunde als letzter Bayern-Spieler ins Training eingestiegen und in dieser Saison bislang nur zu zwei Kurzeinsätzen gekommen.

          Rafinha wird dem FC Bayern ebenfalls einige Wochen fehlen. Der brasilianische Außenverteidiger zog sich durch das grobe Foul des Leverkuseners Karim Bellarabi einen Teilriss des Innenbandes am linken Sprunggelenk zu.

          Münchens Präsident Uli Hoeneß tobte deshalb. „Das Foul von Bellarabi war geisteskrank“, sagte der 66-Jährige. „Das war vorsätzliche Körperverletzung. Sowas gehört drei Monate gesperrt – und zwar für Dummheit, nicht für das Foul. Sowas macht man nicht an der Mittellinie, wo es um nichts geht!“ Bellarabi hatte für das Vergehen die Rote Karte gesehen und sich später beim Brasilianer entschuldigt. „Ich möchte mich natürlich bei Rafinha und meiner Mannschaft Bayer Leverkusen für das unnötige Foul entschuldigen, es war keine Absicht von mir! Gute Besserung“, schrieb er bei Instagram.

          Für den Rekordmeister beginnt damit die Saison zwar sehr erfolgreich – alle drei Partien der Bundesliga wurden gewonnen und man ist bereits Tabellenführer –, gleichzeitig hat der FC Bayern aber eben auch großes Verletzungspech zu beklagen. Nicht wenige bei den Münchenern machen dafür die Spielweise der Gegner verantwortlich. Trainer Niko Kovac glaubt sogar daran, dass seine Spieler mittlerweile „Freiwild“ seien. Sportdirektor Hasan Salihamidzic nannte die Szene mit Bellarabi dagegen zwar „nicht in Ordnung und komplett unnötig“, grundsätzlich habe Leverkusen aber „normale Bundesliga-Härte“ gezeigt.

          Am ersten Spieltag hatten die Bayern bereits die schwere Verletzung von Kingsley Coman zu beklagen – nach einem Foul des Neu-Nationalspielers Nico Schulz von der TSG Hoffenheim. Der 22 Jahre alte Franzose zog sich einen Riss des Syndesmosebandes oberhalb des linken Sprunggelenkes zu und fällt vermutlich noch bis Anfang Dezember diesen Jahres aus.

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