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3:1 gegen Hannover : Pflichtsieg für Bayern bei Robbens Rückkehr

  • -Aktualisiert am

Die Bayern feiern: Gegen Hannover reicht es am Ende zum Sieg. Bild: Reuters

Im Kampf um die Meisterschale verdoppeln die Münchner ihren Vorsprung an der Spitze. Gegen Abstiegskandidat Hannover bringt sie nur ein Elfmeter nach Videobeweis etwas in die Bredouille. Und am Ende haben zwei Oldies ihre großen Auftritte.

          Der FC Bayern hätte allen Grund, den Titel-Endspurt mit Leichtfüßigkeit zu bestreiten. Die Mannschaft hat sich die Tabellenführung nach einer Aufholjagd immerhin erkämpft und den Konkurrenten Borussia Dortmund dabei ein wenig demoralisiert, aber irgendwie wirken sie ein bisschen schwerfällig auf dem Weg zu ihrer siebten Meisterschaft in Serie. Gegen den Tabellenletzten Hannover 96 gelang zwar am Samstag ein 3:1-Sieg, aber richtig beschwingt wirkten die Münchner nur in der ersten Hälfte, als sie durch Lewandowski (27. Minute) und Goretzka (40.) in Führung gingen.

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          Nach dem Anschlusstreffer von Jonathas (52.) durch einen umstrittenen Handelfmeter und dem Platzverweis des niedersächsischen Torschützen kurz darauf ging bei den Münchnern der Schwung etwas verloren, ehe Ribéry (84.) den Schlusspunkt setzte. Die Freude in München wurde noch größer, als Verfolger Dortmund im Abendspiel nur zu einem 2:2 in Bremen kam. Der Münchner Vorsprung an der Spitze beträgt zwei Spiele vor dem Ende nun vier Punkte.

          Niko Kovac veränderte seine Mannschaft gegenüber dem 1:1 in Nürnberg auf zwei Positionen. Für Hummels spielte Boateng in der Innenverteidigung, im Mittelfeld durfte Goreztka von Anfang an ran für Martinez. Zwar laboriert der Spanier an Kniebeschwerden und deshalb war dieser Wechsel nicht ganz freiwillig, aber abgesehen davon bot sich eine Stärkung der Offensive als Konsequenz aus dem uninspirierten Spiel der München bei den Franken ohnehin an.

          Es war keine Überraschung, dass Hannover eine ähnliche Taktik wählte wie die Nürnberger, allerdings schafften es die Niedersachsen nur in der Anfangsphase, die Münchner von ihrem Tor fernzuhalten. Der FC Bayern präsentierten sich vor 75.000 Zuschauern im eigenen Stadion engagiert und einfallsreich – kein Vergleich also zu der Leistung sechs Tage zuvor. Nach zehn Minuten gab es die erste brenzlige Situation für den Tabellenletzten. Kimmich behauptete auf der rechten Seite den Ball geschickt, schlug eine Flanke über die Abwehr auf den dahinter lauernden Coman. Dessen Flugkopfball parierte jedoch Hannovers Torwart Esser bravourös.

          Nach dieser Großchance konnten sich Niedersachsen nur noch gelegentlich aus der eigenen Hälfte befreien. Zuerst fehlte Lewandowski noch die Präzision (14.), dann Gnabry (20.), ehe der Ball dann doch den Weg ins Tor von Hannover 96 fand. Wieder probierte es Kimmich mit einer Flanke, dieses Mal aber in die Mitte. Lewandowski eilte herbei und traf aus fünf Metern zum 1:0 (27.) – sein 22. Treffer in dieser Bundesliga-Saison.

          Die Münchner verschärften nun noch einmal das Tempo, um jeden Zweifel am Heimsieg auszuräumen – und betrieben Chancenwucher bis zur Pause. Goretzka traf zwar aus 20 Metern noch zum 2:0, vergab aber danach zwei weitere gute Gelegenheiten, ebenso scheiterten Boateng und Müller an Esser. Der Torhüter erwies sich in dieser Phase als großer Rückhalt, ohne seine glänzende Leistung wäre es bis zur Pause wohl nicht bei nur zwei Toren für den Rekordmeister geblieben. Wer aber dachte, die Niedersachsen seien schon geschlagen, sah sich getäuscht.

          Trainer Thomas Doll ersetzte positionsgetreu im Sturm Weydandt durch Jonathas. Und der Brasilianer sollte in dieser Anfangsphase der zweiten Hälfte gleich im Mittelpunkt stehen. Weil Boateng der Ball an den Arm sprang im eigenen Strafraum, schritt der Videoassistent in Köln ein. Schiedsrichter Dingert schaute sich die Szene im Stadio auf dem Monitor an und entschied anschließend auf Handelfmeter.

          Den nutzte Jonathas souverän zum 1:2 (52.), sah aber anschließend eine Gelbe Karte, weil er Bayern-Keeper Ulreich anschließend im Tor rüde gerempelt hatte. Keine Minute später landete auf der anderen Seite seine Hand im Gesicht von Kimmich, dafür gab es die zweite Gelbe Karte – und damit war sein Auftritt nach sieben Minuten schon wieder beendet.

          Trotz Überzahl konnten die Bayern nicht an die gute Phase vor der Pause anknüpfen, sie verfielen in den behäbigen Stil, der ihnen gegen Mannschaften aus dem unterem Tabellendrittel schon einige Punktverluste einbrachte in dieser Saison. Der eingewechselte Ribery sorgte dann mit dem 3:1 (84.) für die Entscheidung – und verhalf damit seinem Kollegen Arjen Robben noch zu einem Comeback. Der Niederländer wurde in der 86. Minute nach fünfmonatiger Pause eingewechselt.

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