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Bayern-Profi Arjen Robben : „Ich bekomme jetzt schon Gänsehaut“

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Wohl noch ein letztes Mal in der Münchener Arena für den FC Bayern in der Bundesliga aktiv: Arjen Robben sagt auf Wiedersehen. Bild: ZB

Arjen Robben erwartet bei seinem letzten Heimspiel in der Münchener Arena ein emotionaler Abschied. Der Routinier des FC Bayern strebt nach zehn Jahren zwei weitere Titel an – und er hat einen ganz bestimmten Traum.

          Ein letztes Mal in der Münchener Arena, ein letztes Mal der berühmte „Robben-Song“ aus der Südkurve, vielleicht ein letztes Mal der Meistertitel: „Wenn ich nur daran denke, kriege ich jetzt schon Gänsehaut. Das ist ein ganz besonderes Spiel“, sagte Arjen Robben vor seinem letzten Heimauftritt für Bayern München am Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) gegen Eintracht Frankfurt mit glänzenden Augen.

          Er habe die emotionale Abschiedsvorstellung „in meinem Kopf schon dreimal durchgespielt“, erzählte der 35-Jährige am Dienstag voller Emotionen. Und die Geschichte sieht in Robbens Vorstellungen so aus: Vorlage Robben, Tor Franck Ribéry – oder gerne auch umgekehrt. „Das wäre ein Traum und ein Hammer. Nach zehn Jahren zusammen noch einmal Meister werden. Es gibt nichts Schöneres“, sagte Robben.

          Wie für seinen Kumpel Ribéry, der schon seit 2007 beim Rekordmeister spielt, ist für den Niederländer am Saisonende in München Schluss. „Robbery“ prägten eine Ära bei den Bayern. Die wollen sie mit der Meisterschaft und möglichst noch mit dem Pokaltriumph eine Woche später in Berlin gegen RB Leipzig krönen. „Was wir miteinander erlebt haben, ist ganz was Besonderes. Vom ersten Tag an hatten wir diesen Klick. Das hat von Anfang an unheimlich viel Spaß gemacht“, sagte Robben zu seiner besonderen Beziehung mit Ribéry, auch wenn es hin und wieder heftig gekracht hatte.

          Doch zu viele Emotionen wollte der Offensivspieler, der seine Zukunft weiter offen hält, noch nicht zulassen. Es zähle jetzt „nur das Spiel am Samstag. Da will ich all meine Energie reinstecken“, betonte Robben. Es gehe auch nicht um ihn, „sondern um den FC Bayern. Wir müssen Vollgas geben, um die Meisterschaft zu gewinnen. Darauf liegt der Fokus.“ Das zeichnet ihn aus: Dieses von Oliver Kahn geprägte Mantra „Weiter, immer weiter“. Man bekomme „nichts geschenkt. Manche sagen: Du bist verrückt, aber lieber bin ich verrückt“, sagte Robben mit einem Schmunzeln.

          Auch als er nach dem verlorenen „Finale dahoam“ 2012 am Boden lag – Robben stand wieder auf und wurde durch seinen Siegtreffer im Champions-League-Finale 2013 endgültig zur Legende beim Rekordmeister. Dem Wembley-Helden huldigen die Fans noch heute mit einem eigenen Song: „Der Arjen hat‘s gemacht“. Das sei, unterstrich Robben, „die schönste Wertschätzung, die man bekommen kann. Titel sind eins, aber das bedeutet fast noch mehr.“ Auch am Samstag dürften ihn und Ribéry Ovationen erwarten.

          Dennoch: Der sportliche Ehrgeiz des 96-maligen Nationalspielers, der 2009 für 25 Millionen Euro von Real Madrid nach München wechselte und bis jetzt mit den Bayern 19 Titel gewann, ist auch kurz vor seinem Abschied noch so groß wie eh und je. Auch wenn er fünf Monate verletzt gewesen war und erst vor zwei Wochen sein Comeback gegeben hatte – mit einer Nebenrolle will sich Robben auch gegen die Eintracht nur ungern zufrieden geben.

          „Vielleicht kann ich den Unterschied mit einer Vorlage oder einem Tor machen. Es ist noch viel drin“, sagte er unlängst bereits, um am Dienstag vor seinem 308. Pflichtspiel für die Bayern hinzufügen: „Vielleicht bekomme ich am Samstag 90 Minuten und kann zwei Tore machen.“ Dann hätte er in der Bundesliga die „100“ voll. Dass er bei aller guten Stimmung überziehen könnte, glaubt der Routinier nicht. Er habe so einen Abschied schon bei der Nationalmannschaft erlebt. „Du hast so viel Adrenalin und so ein gutes Gefühl“, sagte Robben und ergänzte: „Du willst es allen noch mal zeigen.“ Ein wohl letztes Mal.

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