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Bayern auf dem Transfermarkt : Die Münchner basteln am Team der Zukunft

  • Aktualisiert am

Mats Hummels soll auch im neuen Jahr beim FC Bayern spielen. Bild: Pressebildagentur ULMER

Zu Spekulationen über einen Abschied von Mats Hummels nehmen die Münchner eindeutig Stellung. Bei einem möglichen Transfer eines teuren Weltmeisters zum FC Bayern hört sich das schon anders an.

          Der FC Bayern hat einen Transfer des französischen Weltmeisters Lucas Hernández von Atlético Madrid nach München nicht ausgeschlossen. „Ich kann weder dementieren noch bestätigen. Wir sind in der Überlegungsphase. Jetzt warten wir mal ab, ob wir am Ende des Tages im Januar was machen“, sagte der Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem 1:0 (0:0) im letzten Heimspiel des Fußball-Jahres gegen RB Leipzig. „Ich dementiere nicht, ich kann’s auch noch nicht bestätigen. Bestätigen kann man’s erst, wenn was fix ist. Das ist es aber noch nicht.“

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          Auf die Frage, ob es bei Hernández um die Frage gehe, ob der 22 Jahre alte Linksverteidiger im Winter oder Sommer komme, antwortete der Bayern-Vorstandschef: „Das ist eine Grundsatzfrage, was wir machen. Jetzt warten wir mal ab. In Spanien ist ja bekannt, dass es immer eine Ausstiegsklausel zu allen Zeitpunkten, zu jedem Transferfenster gibt. Das ist in dem Fall sicher ein Vorteil.“ Hernandez kann in der Verteidigung zentral und links eingesetzt werden. Allerdings hat der Franzose seinen Vertrag in Madrid erst im Juni bis 2024 verlängert. Hernandez spielt seit 2014 für Atletico, er wurde 2018 Europa-League-Sieger. Im Finale der WM in Russland im Sommer spielte er gegen Kroatien (4:2) durch.

          Die spanische Sportzeitung „Marca“ hatte berichtet, Hernández solle für eine Ablöse von angeblich 80 Millionen Euro im Winter zum FC Bayern wechseln. Es wäre der mit Abstand teuerste Transfer in die Bundesliga der Historie. Atléticos Sportdirektor Andrea Berta wies den „Marca“-Bericht bei Sport1 indes zurück. Auch Atlético-Präsident Enrique Cerezo dementierte einen Transfer in einer ersten Reaktion. „Momentan ist Lucas Hernandez Spieler von Atletico, und er will hier bei uns weitermachen“, wird Cerezo vom spanischen Sportportal „Sportyou“ zitiert: „Ganz ehrlich: Mir ist das Angebot von Bayern nicht bekannt. Und auch nicht, dass sie die 80 Millionen Ausstiegsklausel zahlen. Wir bauen eine Mannschaft auf und verkaufen nicht.“ 

          Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidzic bezeichnete die Personalie als Gerücht. Bayern-Coach Niko Kovac sagte: „Wir können jetzt nicht über Transferpolitik reden. Wir haben ein wichtiges Spiel und das wollen wir gewinnen. Und danach werden wir schauen, was in der Zukunft passiert.“ Die Spekulation um einen Abschied von Innenverteidiger Mats Hummels im Winter wies Rummenigge zurück: „Ich hatte mit Mats ein Gespräch vor ein paar Tagen. Das ist nicht der Fall, Mats wird gesichert in der Rückrunde bei uns spielen.“ Die „Bild“ hatte berichtet, dass Hummels die Münchner in der Winterpause nach England verlassen könnte. Berater Marc Kosicke dementierte das Gerücht bei Internetportal Sport1. „Die Nachricht ist eine klassische Ente“, sagte Kosicke. Hummels selbst äußerte sich via Twitter. „100 Einsätze für den FC Bayern und ein großer Sieg letzte Nacht. Viele weitere werden folgen“, lautete die Einschätzung des Innenverteidigers, im Original allerdings in Englisch. 

          Nationalstürmer Timo Werner kann sich einen Wechsel zum FC Bayern derweil vorstellen. „Wenn man bei RB Leipzig spielt und in Deutschland bleiben will, gibt es eigentlich nur einen Verein, zu dem man  wechseln kann", sagte Werner nach dem 0:1 in München bei Sky. Der Vertrag des 22-Jährigen läuft 2020 aus, Leipzig hat Werner bereits ein neues Angebot unterbreitet. „Ich habe keinen Zeitdruck, ich habe noch anderthalb Jahre Vertrag und wir kämpfen um die Champions League“, sagte Werner, der in dieser Saison bereits zehn Tore erzielt hat, gegen die Bayern aber ungefährlich war. Natürlich sei auch Leipzig weiterhin „eine Überlegung“, sagte Werner, „aber es ist keine Frage, dass auch andere Mannschaften noch im Rennen sind.“

          Leipzigs Trainer Ralf Rangnick riet seinem Schützling verständlicherweise zu einem Verbleib bei den Sachsen. „Er wird sich jetzt über die Winterpause Gedanken machen, und wenn er gut beraten ist, dann weiß er, was er hier in Leipzig hat“, sagte Rangnick. Er fügte an: „Ich glaube nicht, dass diese Karriereentwicklung in jedem anderen Verein so stattgefunden hätte und deswegen gehe ich davon aus, dass er bei uns bleiben wird. Im Moment ist er bei uns am besten aufgehoben.“

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