https://www.faz.net/-gtm-8wweb

0:0 in Leverkusen : Die Bayern treffen einfach nicht

  • -Aktualisiert am

Auch Thiago brachte den Ball nicht im Leverkusener Tor unter. Bild: dpa

So wird das auch im Champions-League-Rückspiel bei Real nichts. In der Bundesliga sind die Münchner in Leverkusen überlegen, erzielen aber kein Tor. Dabei spielt der FC Bayern lange Zeit mit einem Vorteil.

          Früher waren die Begegnungen von Bayer Leverkusen und Bayern München echte Bundesliga-Spitzenspiele. In diesem Frühjahr taugte die Auseinandersetzung noch nicht einmal als Testbarometer für die Bayern vor dem Viertelfinal-Rückspiel am Dienstag bei Real Madrid (20.45 Uhr / Live bei Sky und im Champions-League-Ticker bei FAZ.NET).

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Die Werkself bemühte sich von Beginn an lediglich um Schadensbegrenzung und nicht um einen Außenseitersieg. Damit hatte die Mannschaft von Trainer Korkut sogar Erfolg. Bis das 0:0 gerettet war, bedurfte es allerdings einer Menge Glück und zweier grandioser Rettungstaten von Torwart Leno und Verteidiger Jedvaj, der später (68. Minute) die Gelb-Rote Karte sah.

          Die Bayern sahen die Begegnung vor allem als Zwischenstation auf Real. Im Vergleich zum 1:2 im Hinspiel gegen Real ließ Trainer Ancelotti Rafinha, Bernat, Kimmich, Costa und Coman anstelle von Kapitän Lahm, Xabi Alonso, Robben (allesamt Bank), Boateng (angeschlagen) und Ribery (geschont) beginnen. Da auch Lewandowski (fünfte Gelbe Karte) und Hummels (verletzt) in Madrid zurück erwartet werden, hatte diese Begegnung schon wegen der Aufstellung als Generalprobe für die Könighsklasse keine Aussagekraft.

          Auch in Leverkusen gab es erhöhte Präsenz der Polizei. Bilderstrecke

          Eine halbe Stunde boten beide Mannschaften dem Publikum gepflegte Langeweile. Die Bayern ignorierten ihren Mittelstürmer Thomas Müller, und zelebrierten stattdessen Breitwandfußball. Die Leverkusener beschränkten sich fast ausschließlich darauf, die Räume zuzustellen. Kurz bevor sich Lethargie im Stadion breit machte, nahm die Begegnung plötzlich Fahrt auf.

          In der 30. Minute gelang der Werkself eine Traumkombination, die bei Julian Brandt endete. Doch der Jung-Nationalspieler vergab aus neun Metern seine große Schusschance. Noch spektakulärer ging es wenig später im Leverkusener Strafraum zu. Alabas Schuss wehrte Bayer-Verteidiger Jedvaj erst mit der Hüfte ab, von wo aus der Ball gegen seine Hand sprang.

          Die Elfmeter-Schreie der Münchner ebbten schnell ab, denn der Abpraller landete auf dem Kopf von Vidal. Über Torwart Leno hinweg flog der Ball Richtung Tor, doch schlug ihn Toprak mit einem Scherenschlag weg. Genauso grandios wehrte später Leno einen Direktschuss von Coman ab. Da die Bayern auch in der zweiten Halbzeit ihre Chancen ungenutzt ließen, blieb es beim für Leverkusen schmeichelhaften 0:0.

          „Die Chancenauswertung war fatal. Wenn du kein Tor schießt, kannst du nicht gewinnen“, kritisierte Müller. „Ich bin stinkig, dass wir hier kein Tor geschossen haben.“ Sein Teamkollege David Alaba urteilte: „Die Chancenverwertung war nicht gut. Am Ende musst du die Tore machen, dann gehen wir hier als Sieger vom Platz.“ Zufrieden dagegen waren die Leverkusener. „Das war für den Kopf unglaublich wichtig für uns“, sagte Bayer-Coach Tayfun Korkut. „In Unterzahl haben wir vieles richtig gemacht, das nehmen wir aus diesem Spiel mit.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Konkurrenz lauert : Herbe Enttäuschung von Netflix

          Der Videodienst gewinnt weniger Kunden als erwartet. Auf seinem Heimatmarkt schrumpfen die Abonnentenzahlen sogar. Die Aktie verliert deutlich an Wert, denn die Sorgen werden auch in Zukunft nicht weniger.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.