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FAZ.NET-Spezial: Der 31. Spieltag : Bayern München ist deutscher Meister

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Luca Toni und Ottmar Hitzfeld: Spielfreude bei der Meisterfeier Bild: dpa

Es war nicht glanzvoll, aber es genügte: Ein 0:0 beim VfL Wolfsburg reichte dem FC Bayern München zur 21. deutschen Fußballmeisterschaft der Vereinsgeschichte. Drei Spieltage vor Ende der Saison können die Münchner nicht mehr eingeholt werden.

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          Trotz einer glanzlosen Vorstellung hat der FC Bayern München am 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga sein Meisterstück perfekt gemacht. Dem ohne zahlreiche Stars angetretenen „1b-Team“ von Ottmar Hitzfeld genügte am Sonntag beim VfL Wolfsburg ein torloses Remis, um vorzeitig den ohnehin programmierten 21. Titel zu feiern. Mit 67 Punkten hat der Rekordmeister drei Spieltage vor dem Ende der 45. Saison zehn Zähler mehr auf dem Konto als Werder Bremen und ist nicht mehr einzuholen.

          „Wir haben die Meisterschaft verdient. Auf dieser Mannschaft kann man aufbauen“, schwärmte Manager Uli Hoeneß, während die Spieler ausgelassen über den Rasen tanzten. Allerdings war die Darbietung der Münchner in der mit 30 000 Zuschauern ausverkauften VfL-Arena wenig meisterlich. Spannend bleibt es im Kampf gegen den Abstieg. Der MSV Duisburg kann dank des Siegtreffers von Blagoy Georgiew in der Nachspielzeit zum 3:2 (2:1) am Sonntag über Bayer Leverkusen wieder vom Kassenverbleib träumen.

          Ishiaku trifft zwei Mal für Duisburg

          Mannaseh Ishiaku ebnete mit seinen zwei Toren (14./36.) den Weg zum dritten MSV-Heimsieg der Saison, auch wenn Lukas Sinkiewicz (18.) und der eingewechselte Tranquillo Barnetta (74.) zweimal ausgleichen konnten. Duisburg (29 Punkte) übergab die „Rote Laterne“ an Hansa Rostock (27) und hat nur noch drei Punkte Rückstand auf Energie Cottbus (0:2 bei Werder Bremen) und Arminia Bielefeld (2:0 gegen VfL Bochum) auf den rettenden Plätzen 14 und 15 (beide 32).

          Luca Toni und Ottmar Hitzfeld: Spielfreude bei der Meisterfeier Bilderstrecke

          Der 1. FC Nürnberg weist nach dem 0:0 bei Borussia Dortmund am Freitag als Vorletzter 28 Zähler auf. Großer Gewinner im Tabellenkeller waren auch die Ostwestfalen. Dennoch blieb Arminia- Trainer Michael Frontzeck zurückhaltend: „Wir haben einen großen Schritt gemacht, mehr nicht. Der Weg ist noch nicht zu Ende.“

          Werder siegt, Schalke spielt unentschieden

          Bei Werder Bremen sind die befürchteten Sturmschäden ausgeblieben. Trotz der durch die Klasnic-Krise ausgelösten Turbulenzen ging der zuletzt wankende Tabellenzweite als einer der Sieger des Spieltags hervor. Mit dem 2:0 über Energie Cottbus kam die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf, der bei der Einwechslung der beiden Torschützen Markus Rosenberg und Hugo Almeida ein glückliches Händchen bewies, der fünften Champions-League-Teilnahme in Serie ein gutes Stück näher.

          Das dürftige 1:1 des FC Schalke 04 gegen Hannover 96 besserte die Laune von Werder-Manager Klaus Allofs zusätzlich auf: „Alles, was unsere Ausgangsposition verbessert, ist gut.“ Nach einer wechselhaften Saison mit Schwächeperioden und dem Streit zwischen Klasnic und den Clubmedizinern setzte Werder (57 Punkte) rechtzeitig vor dem Saisonfinale ein Zeichen. Dagegen wächst beim FC Schalke (55) die Sorge, dass dem Team wie schon vor einem Jahr im Endspurt die Luft ausgehen könnte.

          Neue Hoffnung auf die Champions League beim HSV

          Das 1:1 gegen Hannover beendete die Erfolgsserie von Mike Büskens und Youri Mulder. Erstmals seit ihrem Amtsantritt vor drei Wochen lernte das Interimsduo die Schattenseite des Trainerdaseins kennen. „So schnelllebig ist das Geschäft. Gestern war noch alles rosarot, heute ist alles zu Tode betrübt“, beklagte Büskens den Stimmungsumschwung.

          Neue Hoffnung auf die europäische Königsklasse kann sich der Hamburger SV (51) machen. Nach zuletzt sechs sieglosen und vier torlosen Spielen fanden die Norddeutschen beim 3:1 gegen Hansa Rostock zurück auf Erfolgskurs und verringerten den Abstand zum Tabellendritten auf vier Punkte. Schon beim Derby am Mittwoch gegen Bremen soll weiterer Boden gut gemacht werden.

          Rostock verliert erneut

          „Wir werden jetzt nicht sagen, dass wir die Champions League angreifen. Aber natürlich hoffen wir“, sagte Torschütze Rafael van der Vaart. Für die torreichste Partie des Wochenendes sorgte der VfB Stuttgart. Armin Veh geriet nach dem 4:1 über Eintracht Frankfurt ins Schwärmen. „Viel besser geht es nicht“, lobte der VfB-Coach, dessen Team mit dem sechsten Heimsieg in Serie seinen Anspruch auf die UEFA- Cup-Teilnahme eindrucksvoll untermauerte.

          Von einem solchen Erfolgserlebnis können die Rostocker derzeit nur träumen. Beim 1:3 vor heimischer Kulisse gegen den HSV musste das Pagelsdorf-Team die dritte Schlappe in Serie hinnehmen. Nach nur einem Sieg aus den vergangenen elf Partien ist von der Hoffnung auf den Klassenverbleib nicht viel geblieben.

          Ärger für Jan Koller in Nürnberg

          Schließlich muss das zweitschlechteste Auswärtsteam der Liga in den verbleibenden drei Saisonspielen noch zweimal in der Fremde antreten. Dennoch hofft Pagelsdorf weiter auf ein Happy End: „Noch ist alles möglich.“

          Auch für den „Club“ ist die Lage weiter bedrohlich. Die Nullnummer in Dortmund war für die Franken eigentlich zu wenig. Zu allem Überfluss sorgte Jan Koller unabsichtlich für Misstöne. Während sich der ehemalige Borusse von den BVB-Anhängern nach dem Schlusspfiff feiern ließ, schäumten die eigenen Fans vor Wut. Der völlig irritierte Koller versuchte umgehend, die Wogen zu glätten: „Wer mich kennt weiß, dass ich alles für den Club gebe.“

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