https://www.faz.net/-gtm-ywh0

FAZ.NET-Spezial: 31. Spieltag : Dortmund verliert - Leverkusen wahrt Titelchance

  • Aktualisiert am

Bayer bleibt dran: Durch ein 2:1 gegen Hoffenheim wahrt Leverkusen die Chance auf den Titel. Nach Rückstand durch Sigurdsson treffen Kadlec und Vidal zum Leverkusener Sieg. Bild: dpa

Die Restspannung im Meisterrennen bleibt: Leverkusen besiegt Hoffenheim mit 2:1. Spitzenreiter Dortmund verliert in Gladbach. Im turbulenten Abstiegskampf feiern Wolfsburg, Stuttgart, Kaiserslautern und Bremen Siege. Und der FC Bayern leidet.

          2 Min.

          Die Spannung steigt, das Saisonfinale der 48. Bundesliga-Saison verspricht Nervenkitzel pur. Borussia Dortmund verspielte am Samstag den ersten Matchball mit dem 0:1 bei den sich vehement gegen den Abstieg wehrenden Mönchengladbachern. Der FC St. Pauli ist nach dem 1:3 gegen Werder Bremen neuer Tabellenletzter - und bei Bayern München herrscht Alarmstimmung: Der Rekordmeister ist im Kampf um die Champions-League-Qualifikation auf einen Ausrutscher von Hannover 96 angewiesen.

          Der VfL Wolfsburg konnte am Sonntag gegen den 1. FC Köln mit einem 4:1 (2:1)-Erfolg seine Negativserie von sechs sieglosen Spielen beenden und mit nun 32 Zählern den Rückstand auf Rang 15 auf zwei Punkte verkürzen. Jeweils zwei Treffer von Mario Mandzukic (14./39.) und Ashkan Dejagah (58./88.) genügten den Gastgebern, für die mit 35 Punkten noch nicht geretteten Kölner traf Sebastian Freis (40.).

          Im zweiten Sonntagsspiel verpasste der 1. FC Nürnberg den Sprung auf Rang fünf. Die Franken kamen im Heimspiel gegen den unmittelbaren Konkurreten FSV Mainz 05 über ein 0:0 nicht hinaus. Damit verteidigten die Rheinhessen ihren Europa-League-Platz.

          Der Letzte ärgert den Ersten: Im Borussenduell setzt sich Mönchengladbach gegen Dortmund durch. Weil Idrissou trifft, schöpfen die einen neue Hoffnung, die anderen warten auf die Meisterfeier.

          „Gladbach hat leidenschaftlich verteidigt“

          Nicht nur Bastian Schweinsteiger war im Anschluss an das 1:1 bei Eintracht Frankfurt bedient. „Natürlich ist es kein schönes Gefühl, von jemandem abhängig zu sein“, lamentierte der Bayern-Star. Nichts war übrig vom Glanz des 5:1 gegen Leverkusen, ein zweifelhafter Elfmeter, den Mario Gomez zu seinem 23. Saisontor verwertete (89.), verhinderte Schlimmeres. Die Hessen verharren im Sog nach unten, der Neu-Frankfurter Christoph Daum ist mit der Eintracht weiter sieglos.

          Im „Keller“ bleibt alles unklar, an der Spitze wächst die Ungeduld beim designierten Meister: Mohamadou Idrissou verwehrte der Dortmunder Rasselbande mit seinem Tor des Tages (35.) vorerst den Griff an die Schale. Schwarz-Gelb haderte mit dem Fußball-Schicksal, weil Jungstar Mario Götze und Marcel Schmelzer die Aluminium-Saisonbilanz des BVB auf 22 erhöhten. „Gladbach hat leidenschaftlich verteidigt. Und das hat gereicht, zumal wir in der ersten Hälfte zwei richtig gute Chancen nicht genutzt haben“, kommentierte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp die vierte Saisonniederlage.

          „Wir bekommen nicht das große Flattern“

          Dass die Schwarz-Gelben ausgerechnet jetzt Nerven zeigen sollten, versuchte Mittelfeldspieler Kevin Großkreutz zu zerstreuen: „Nur weil wir ein Spiel verlieren, bekommen wir nicht das große Flattern.“ Titel vertagt, aber möglicherweise nur um eine Woche: Gewinnt der BVB sein Heimspiel gegen Nürnberg, ist Westfalens Fußball-Stolz bei Schützenhilfe des 1. FC Köln in der Partie gegen Dortmund-Verfolger Leverkusen die siebte Meisterschaft sicher.

          „Spätestens nächste oder übernächste Woche werden sie wahrscheinlich die Schale in der Hand halten“, sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler nach dem 2:1 der Werkself gegen 1899 Hoffenheim und der damit fast perfekt gemachten Champions-League-Teilnahme. Bei den ehemaligen Meistern Bremen, 1. FC Kaiserslautern (1:0 bei Schalke 04) und VfB Stuttgart (3:0 gegen den Hamburger SV) bahnte sich ob der Erfolge im Bemühen um die weitere Erstliga-Zugehörigkeit Erleichterung den Weg.

          „Es war noch kein finaler Schritt“

          Trotzdem machte sich FCK-Coach Marco Kurz zum Sprecher seiner Kollegen Bruno Labbadia und Thomas Schaaf, als er warnend festhielt, „dass es noch kein finaler Schritt war“. Für Lautern traf Srdjan Lakic „auf Schalke“, beim VfB war Doppel-Torschütze Cacau der Sieggarant, bei Werder brach Claudio Pizarro binnen zwei Minuten zum 2:1 und 3:1 den Bann.

          St. Paulis scheidender Cheftrainer Holger Stanislawski war anschließend auf 180, sprach von einer „unterirdischen zweiten Halbzeit“ und las seiner Elf gehörig die Leviten: „Wir tolerieren es nicht, dass das Team nicht an die kleine Chance für den Klassenverbleib geglaubt hat.“ Am Niederrhein tun sie es wieder, obwohl Mönchengladbachs Chef-Übungsleiter Lucien Favre trotz des Vorrückens auf Rang 17 nach 156 Tagen mit „Roter Laterne“ Skeptiker bleibt: „Wir haben drei Punkte geholt, das ist gut, aber zu wenig, wir brauchen noch sechs Zähler.“

          Weitere Themen

          Der BVB meldet sich zurück

          1:0 gegen Mönchengladbach : Der BVB meldet sich zurück

          Die eine Borussia gewinnt, die andere bleibt zumindest bis Sonntag Tabellenführer: Der BVB vermeidet ausnahmsweise mal einen späten Ausgleich und schließt zu Mönchengladbach auf. Ein Tor des Kapitäns genügt in einem rasanten Spiel.

          Topmeldungen

          Bielefelds Cedric Brunner (rechts) und Hamburgs Bakery Jatta im Zweikampf

          1:1 in Bielefeld : HSV verteidigt Tabellenführung

          Kein Sieger im Spitzenspiel: Arminias Klos trifft nur einmal und Bielefeld verpasst die Überraschung. Der HSV hingegen bleibt weiter an der Tabellenspitze – und hat das nächste Top-Duell bereits vor der Brust.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.