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FAZ.NET-Spezial: 24. Spieltag : Bayern nutzt Bayers Schwäche

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Nummer sieben entscheidet: Ribery schießt Bayern an die Spitze Bild: REUTERS

Bayern übernimmt die Tabellenspitze, weil Bayer Leverkusen gegen die Kölner Mann- und Maus-Abwehr keinen Treffer schafft. Bremen und Stuttgart unterstreichen ihre Europapokal-Ambitionen. Hannover rutscht gegen Wolfsburg weiter ab. Der 24. Bundesliga-Spieltag im Überblick.

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          Langeweile in der Fußball-Bundesliga - könnte man meinen. Am Samstag stand es in allen fünf Partien nach einer guten halben Stunde nur 0:0, auch am Sonntag fallen nur zwei Tore. Mauertaktik? Müdigkeit? Samstags brach der Bremer Tim Borowski erst nach 31 Minuten den bundesweiten Bann, Demba Ba legte kurz darauf für Hoffenheim nach. Und dann war da noch der Stuttgarter Cacau. Der deutsche Nationalspieler erzielte gegen Frankfurt mit einem Doppelpack kurz vor der Pause bereits sein siebtes Pflichtspieltor innerhalb von sieben Tagen. Am Ende standen 15 Tore in neun Spielen - immerhin blieb es bei nur zwei Nullnummern.

          Ein entscheidendes Tor fiel im Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern und dem Hamburger SV am Sonntag. Franck Ribery versetzte die Münchner mit seinem reffer in der 78. Minute erstmals seit Mai 2008 an die Tabellenspitze.

          Auch im ersten Sonntagsspiel zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg gab es lange kein Tor zu sehen - bis Zvejdan Misimovic den Aufwärtstrend des deutschen Meisters unter Lorenz-Günther Köstner bestätigte und Hannovers Abstiegssorgen vergrößerte. Das 0:1, die neunte Niederlage in Folge, lässt die Niedersachsen auf den vorletzten Rang rutschen, Mirko Slomka bleibt als 96-Coach ohne Punktgewinn.

          Halbwegs umgesetzt: Hannover 96 verliert das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg trotz kämpferisch einwandfreier Leistung 0:1

          Im Kampf um die deutsche Meisterschaft hatte Bayer Leverkusen im Samstagabendspiel gegen den 1. FC Köln einen Dämpfer hinnehmen müssen. Zwar stellte die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes einen neuen Bundesliga-Startrekord mit 24 Spielen ohne Niederlage auf, gegen den Nachbarn aus der Domstadt kam der Meisterschaftsanwärter vor eigenem Publikum aber nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Ihre Europapokal-Ambitionen unterstrichen derweil der VfB Stuttgart (2:1 gegen Eintracht Frankfurt) und Werder Bremen (2:1 beim FSV Mainz 05).

          Mann und Maus in Leverkusen - Früher Platzverweis in Mainz

          Die Kölner entpuppten beim 0:0 sich als äußerst unangenehmer Gegner. Zwar hatte die Werkself mehr vom Spiel, die Gastmannschaft um den weiter glücklosen Lukas Podolski hielt aber mit großem kämpferischen Einsatz dagegen. „Wenn die mit Mann und Maus hinten stehen, ist es schwierig, durchzukommen“, sagte Stefan Kießling.

          Für den ersten Gesprächsstoff bei der Mainzer Niederlage gegen Bremen sorgte kein Treffer, sondern ein Platzverweis nach 14 Minuten: Florian Heller, der nach einem Zweikampf mit Aaron Hunt nachtreten wollte, und für den Versuch bestraft wurde, hätte sich das Aufwärmen fast schon sparen können.

          Die Stuttgarter setzten ihre Erfolgsserie in der Bundesliga mit einem Heimsieg gegen Frankfurt fort. Benjamin Köhler brachte die Hessen zwar in Führung (39.), keine zwei Minuten traf Cacau per Kopf zum 1:1. Der von Bundestrainer Joachim Löw fürs Länderspiel gegen Argentinien nominierte Stürmer legte noch vor dem Pausenpfiff mit einem herrlichen Distanzschuss nach (45.).

          Hertha mit schwacher Leistung - Feuer in Bochum nur auf der Tribüne

          Einen Etappensieger im Kampf um den Klassenverbleib gab es am Samstag nicht. Die Berliner Hertha zeigte sich in den vergangenen Tagen geradezu erleichtert, dass die Europapokal-Saison beendet ist. Im Bundesliga-Abstiegskampf lief es deswegen aber nicht besser. Im Gegenteil: Der Hauptstadt-Klub zeigte beim 0:2 gegen Hoffenheim einmal mehr von seiner schlechten Seite und kassierte eine neuerliche Pleite.

          Mönchengladbach hatte beim 1:1 im Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Freiburger in der ersten Hälfte klar die Nase vorn, konnte die Überlegenheit aber nicht in Tore ummünzen. Freiburg seinerseits hätte nach der Führung der „Sieger“ der unteren Tabellenhälfte werden können, musste sich aber mit einem Punkt begnügen.

          Nur einen Zähler erkämpfte sich der 1. FC Nürnberg beim torlosen Gastspiel in Bochum. Zudem verlor der „Club“ Torjäger Albert Bunjaku kurz vor Abpfiff durch die Gelb-Rote Karte. Unmittelbar vor der Partie hatten „Fans“ im Gästeblock bengalische Feuer gezündet - dabei haben sich acht Menschen zum teil schwer verletzt.

          Rakitic entscheidet das Revierderby

          Das Revierderby am Freitagabend zwischen Schalke und Dortmund nahm erst in der zweiten Hälfte an Fahrt auf. Nuri Sahin brachte den BVB per Foulelfmeter in Führung (47.), die „Königsblauen“ ließen sich vom Rückstand aber nicht verunsichern und drehten die Partie. Die Tore für die drittplazierten Schalker zum 2:1-Endstand erzielten Benedikt Höwedes (66.) und Ivan Rakitic (83.).

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