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FAZ.NET-Spezial: 22. Spieltag : Leverkusen legt vor, auch Schalke legt nach

  • -Aktualisiert am

Leverkusen - Wolfsburg: Die Heynckes-Elf gab sich gegen den Meister keine Blöße (2:1) Bild: REUTERS

Bayer Leverkusen und Bayern München liefern sich weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der Tabellenspitze, Schalke bleibt dran. Frankfurt schlägt Freiburg in letzter Minute. Und Hamburgs Neueinkauf van Nistelrooy trifft beim Sieg in Stuttgart gleich doppelt.

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          Vierzehn Mal hintereinander an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga - am vergangenen Spieltag hat Bayer Leverkusen einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Dass letztlich „erst am Schluss“ abgerechnet wird, wissen die Leverkusener nur zu gut: Vor knapp zehn Jahren verspielte die Werkself am letzten Spieltag in Unterhaching die Meisterschaft und musste Bayern München an sich vorbeiziehen lassen. Nun liefern sich Leverkusen und München abermals ein Rennen um Position eins, nach dem 22. Spieltag stehen jeweils 48 Punkte zu Buche. Bayer hat den Platz an der Sonne nur wegen eines Gegentreffers weniger inne.

          Am Samstagnachmittag musste Leverkusen in der Rückrunde zum ersten Mal vorlegen. Trotz der neuen Situation gab sich die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes am Samstag keine Blöße und siegte im Duell gegen Meister Wolfsburg mit 2:1. Die Treffer für den Spitzenreiter erzielten Stefan Reinartz (48. Minute) und Eren Derdiyok (68.). Bei beiden Treffern sah VfL-Schlussmann André Lenz alles andere als glücklich aus. Edin Dzeko (79.) leitete die Wolfsburger Schlussoffensive ein - ohne Erfolg. Leverkusens Trainer Heynckes freute sich nicht nur darüber, dass seine Mannschaft zum 15. Mal in Folge Tabellenerster und in dieser Spielzeit weiterhin ungeschlagen bleibt. Der Trainerfuchs blieb zum 28. Mal hintereinander ohne Niederlage - eine neue persönliche Bestmarke.

          Bayern-Sieg gegen Dortmund

          Doch die Bayern bleiben den Leverkusenern im Nacken. Das Kopf-an-Kopf-Rennen geht durch den Münchner 3:1-Sieg am Samstagabend gegen Borussia Dortmund am kommenden Wochenende in die nächste Runde. Die Bayern gingen früh durch Mohamed Zidan (5.) in Rückstand, konnten aber noch vor der Pause durch Mark van Bommel (21.) ausgleichen. In der zweiten Hälfte gaben die Münchner, bei denen Frank Ribéry sein Startelf-Comeback gab, den Ton an und zogen durch Arjen Robben (50.) und Mario Gomez (66.) davon. Ein Tor mehr und die Bayern wären neuer Klassenprimus geworden - zum ersten Mal seit 55 Spieltagen. Dortmund verlor dagegen die dritte Partie in Folge.

          München - Dortmund: Robben trifft beim 3:1-Heimsieg gegen die Borussia

          Am Sonntag bewiesen auch die Schalker, dass sie Leverkusen weiterhin folgen wollen und können. Beim 2:0 gegen den 1. FC Köln genügte eine allenfalls durchschnittliche Leistung gegen harmlose Rheinländer, um den Abstand auf die führenden Team bei drei Punkten zu konservieren. Matip kurz vor der Pause und Farfan zehn Minuten vor dem Ende trafen für Schalke.

          Hannover kassiert die nächste Pleite

          Hannover 96 taumelt in dieser Form der zweiten Liga entgegen. Die Niedersachsen verloren beim 1:5 gegen Werder Bremen das siebte Spiel in Folge. Für die Bremer waren Peter Niemeyer (11.), Naldo (18.), Leon Andreasen (26., Eigentor), Aaron Hunt (44.) und Claudio Pizarro (68.) erfolgreich. Hannovers Trainer Mirko Slomka, der sich nur über den Treffer von Christian Schulz (59.) freuen konnte, wartet damit weiter auf den ersten Punktgewinn.

          Van Nistelrooy kommt und trifft doppelt

          Die Stuttgarter haben auf dem Weg nach oben einen Dämpfer erhalten. Im Heimspiel gegen den Hamburger SV kassierten die Schwaben eine 1:3-Niederlage. Für die cleveren Hamburger machte der eingewechselte Winter-Neuzugang Ruud van Nistelrooy den Sieg mit einem Doppelpack innerhalb von 90 Minuten perfekt (75./77.). Zuvor waren Marcus Berg (23.) für den HSV und Christian Träsch (55.) für Stuttgart erfolgreich.

          Hertha kommt über Remis nicht hinaus

          Hertha BSC verpasste es durch das 1:1 im Heimspiel gegen Mainz, den Abstand zum Relegationsplatz zu verkürzen. Der Hauptstadt-Klub konnte die Gästeführung durch Aristide Bancé (37.) zwar durch Adrian Ramos (51.) ausgleichen, brachte in der Folgezeit aber nichts Zählbares mehr zustande.

          Bochum schlägt Hoffenheim dank Dedic

          Der VfL Bochum sammelte wichtige Punkte im Kampf gegen den Bundesliga-Abstieg und besiegte Hoffenheim mit 2:1 Toren. Die Treffer für die Mannschaft von Heiko Herrlich erzielten Stanislav Sestak (24.) und Zlatko Dedic (76.), für die Hoffenheimer konnte Vedad Ibisevic (65.) zwischenzeitlich nur ausgleichen.

          Nürnberg bleibt im Tabellenkeller

          Bereits am Freitag verlor der 1. FC Nürnberg mit 1:2 bei Borussia Mönchengladbach. Der „Club“ scheiterte damit abermals beim Versuch, den vorletzten Tabellenplatz zu verlassen. Roberto Colautti (27.) und der eingewechselte Rob Friend (74.) waren für Gladbach erfolgreich, für Nürnberg traf Albert Bunjaku (47.).

          Frankfurt siegt in letzter Minute

          Auch der SC Freiburg gelang im Tabellenkeller zum Abschluss des Spieltags kein Sieg. Bis zur 90. Minute hielt die Mannschaft von Robin Dutt bei Europapokal-Kandidat Frankfurt ein 1:1, dann traf Altintop zum Eintracht-Sieg. Damit haben die Hessen nur zwei Punkte Rückstand auf Platz fünf.

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