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FAZ.NET-Spezial: 20. Spieltag : Bayer bleibt Erster - Torfestival in Gladbach

Zurück auf Platz eins: Stefan Kießling traf für Bayer gegen Freiburg. Eren Derdiyok und Sami Hyypiä legten nach. Felix Bastians war für den SC nur noch zum 3:1-Endstand erfolgreich. Bild: ddp

Die Geschichte wiederholt sich: Der FC Bayern übernimmt die Spitze temporär, Bayer holt sie sich einen Tag später zurück. So auch am 20. Spieltag. Viele Tore fallen in Gladbach. Hertha trifft indes wieder nicht. Stuttgart schlägt Dortmund hoch.

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          Am Montag von Mitternacht an geht nichts mehr, dann schließen die Türen des Bundesliga-Kaufhauses. Nur noch vertragslose Spieler können nach Ende dieser zweiten Transferperiode der Saison unter Vertrag genommen werden. Abgesehen von Schalke hielten sich die Klubs der deutschen Eliteliga in diesem Winter mit Einkäufen zurück; fünf Vereine - München, Dortmund, Hoffenheim, Leverkusen, Mönchengladbach - verzichteten ganz. Vielleicht aber sorgen die Ergebnisse und Ereignisse des 20. Spieltags kurzfristig für hektische Betriebsamkeit. Zumal die Preise auf dem Wühltisch des Fußballs gegen Ende sinken. Womöglich finden die Suchenden dann aber auch nur noch Ladenhüter.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Handlungsbedarf bestünde nach der 4:3-Niederlage in Mönchengladbach vor allem in der Abwehr von Werder Bremen. Zwar verpflichteten die Hanseaten Aymen Abdennour für die linke Defensivseite - doch ausgerechnet dort standen der Borussia alle Türen offen. Marco Reus (5. Minute), Roberto Colautti (13.) und Raul Bobadilla (18.) schossen das frühe 3:0 heraus. Mesut Özil verkürzte am Tag des offenen Tores (26.), ehe abermals Bobadilla Torwart Tim Wiese düpierte und zum 4:1 einschoss (35.). Claudio Pizarro wollte da nicht nachstehen und traf zum üppigen 4:2-Halbzeitstand (40.). Die zweite Halbzeit fiel ein wenig torärmer aus; Torsten Frings verkürzte nur noch per Foulelfmeter (85.).

          Nimmt man alleine diesen Spieltag zum Maßstab und ist ein wenig bösartig, kann man dem FC Bayern ein Torwartproblem andichten. Zwar blieben die Münchner beim 3:0-Sieg gegen Mainz 05 ohne Gegentor. Wie Hans-Jörg Butt aber per Elfmeter an seinem Kollegen Heinz Müller scheiterte (32.) sollte die Bayern nachdenklich stimmen. Vielleicht suchen sie sich aber auch einfach einen anderen Strafstoßschützen. Besser als Butt machte es wieder einmal Abwehrkamerad Daniel van Buyten, der im Münchner Schneegestöber durch die Beine von Müller zum Münchner Erfolg einköpfte (58.). Mario Gomez (75.) und Arjen Robben, per Freistoß wie in Bremen (86.), erhöhten standesgemäß.

          Münchner Schneekönige: Mario Gomez (rechts) traf beim 3:0-Sieg gegen Mainz. Auch Daniel van Buyten und Arjen Robben waren erfolgreich. Hans-Jörg Butt verschoss aber einen Elfmeter.
          Münchner Schneekönige: Mario Gomez (rechts) traf beim 3:0-Sieg gegen Mainz. Auch Daniel van Buyten und Arjen Robben waren erfolgreich. Hans-Jörg Butt verschoss aber einen Elfmeter. : Bild: ddp

          Als echter Volltreffer im Kampf um den Klassenverbleib für den 1. FC Nürnberg entpuppte sich beim Spiel in Hannover Albert Bunjaku. Der Schweizer Stürmer, den der „Club“ einst aus den Niederungen der dritten Liga holte, schoss beim 3:1-Auswärtserfolg alle drei Tore in den Minuten 30, 64 und 69. Jiri Stajner hatte für 96 mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:2 (65.) nur für einen Funken Hoffnung gesorgt. Stattdessen brennt für die Nürnberger im Keller wieder Licht; Hannover auf Rang 16 ist nach dem missratenen direkten Duell der Freunde und Neu-Trainer Mirko Slomka und Dieter Hecking nur noch einen Punkt entfernt.

          Hertha bleibt wieder torlos - Köln siegt spät in Frankfurt

          Noch schlechter plaziert als diese beiden Abstiegskandidaten ist schon seit Monaten Hertha BSC. Trotz dreier früher Neuverpflichtungen von Theofanis Gekas, Lewan Kobiaschwili und Roman Hubnik ist die groß ausgerufene Aufholjagd der Berliner nach dem 0:0 gegen Bochum ein wenig erstarrt. Mit dem zweiten torlosen Unentschieden in Folge im Olympiastadion machte die Hertha jedenfalls keine großen Sprünge. Der VfL, der mit seinen Auswärtstrikots immerhin ein wenig Farbe ins triste Spiel brachte, kann mit dem Zuwachs von einem Zähler indes einigermaßen gut leben.

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