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FAZ.NET-Spezial: 18. Spieltag : Bremen rutscht ab - Bochum befreit sich

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Die Überraschung des Sonntags: Thorben Marx und Arminia Bielefeld Bild: AP

Der Sonntag stand im Zeichen der Kellerkinder: Bochum siegte im Duell mit Karlsruhe, und Bielefeld schaffte eine Überraschung in Bremen. Zuvor hatte Hoffenheim seine Bundesliga-Tabellenführung verteidigt. Die Bayern patzten schon am Freitag beim HSV.

          Die Fußball-Bundesliga entwickelt ihr gesamtes dramaturgisches Potential. Meister Bayern München verlor nach dem Pokal-Coup von Stuttgart 0:1 in Hamburg, Neuling 1899 Hoffenheim behielt allen Unkenrufen zum Trotz mit dem 2:0 gegen Energie Cottbus die Spitzenposition, zwischen Platz eins und fünf liegen nach dem Rückrunden-Start nur fünf Punkte (siehe auch: Die aktuelle Tabelle der Fußball-Bundesliga) - und Bayer Leverkusen schlug auf dem Transfermarkt zu: Talent Toni Kroos wechselt als Bayern-Leihgabe unters Bayer-Kreuz.

          Immer angespannter wird die Lage in Mönchengladbach: Trotz Millionen-Investitionen verharrt die Borussia nach dem 0:2 beim VfB Stuttgart auf Rang 18. Der VfL Bochum hingegen konnte die Abstiegsränge am Sonntagabend nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg über den Karlsruher SC verlassen. Christian Fuchs (26.) und Neuzugang Diego Klimowicz (65.) erzielten die Treffer, der KSC rutschte auf Rang 16 ab (siehe auch: 2:0 gegen Karlsruhe - Bochum feiert zum Auftakt den zweiten Saisonsieg).

          Arminia Bielefeld ließ mit dem 2:1 (1:1)-Sieg bei Werder Bremen aufhorchen und verbuchte drei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenverbleib. Thorben Marx (24.) und Artur Wichniarek (65.) trafen für die Ostwestfalen (24.), Hugo Almeida für die Bremer (44.), die mit 26 Punkten nur noch Zehnter in der Tabelle sind (siehe auch: 1:2 gegen Bielefeld - Bremen verliert den Europapokal aus den Augen).

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          Das Bayern-Starensemble musste beim HSV durch Mladen Petric die dritte Saisonniederlage und die erste seit dem 0:1 am 27. September in Hannover hinnehmen (siehe auch: Bayern München: Die Verwundbarkeit der Supermänner). „Enttäuscht und sauer“ reagierte Bayern- Trainer Jürgen Klinsmann, der nach dem 5:1 in Stuttgart zur Attacke blasen wollte. „Wir sind alle überglücklich“, hielt dagegen Mladen Petric fest.

          Rummenigge: „Spätestens jetzt ist der HSV mit im Titelrennen“

          Zusätzliche Nahrung erhielten die hanseatischen Ambitionen durch Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge: „Spätestens jetzt ist der HSV mit im Titelrennen.“ Münchens Manager Uli Hoeneß plädierte nach einer umstrittenen Situation für technische Hilfsmittel: „Das ist wieder eine Szene, wo ich unbedingt dafür bin, dass es die Torkamera gibt.“ (siehe auch: 1:0-Sieg zum Auftakt: Hamburg besiegt und überholt die Bayern )

          Hoffenheim entschied seine Pflichtspiel-Premiere im Sinsheimer Stadion durch Demba Ba und Boubacar Sanogo gegen Energie Cottbus auch ohne den verletzten Torjäger Vedad Ibisevic für sich. „Das war mehr Energieleistung als etwas für Feinschmecker“, sagte Trainer Ralf Rangnick (siehe auch: 2:0 gegen Cottbus: Neue Vorsicht der unwiderstehlichen Hoffenheimer). Hoffenheim hat 38 Punkte, Hertha BSC (2:1 gegen Eintracht Frankfurt) und Hamburg (beide 36) folgen vor den Bayern (35) und Leverkusen (33) auf den Plätzen dahinter. Matchwinner in Berlin war der angeschlagene Hertha-Torjäger Marko Pantelic mit zwei Treffern (siehe auch: 2:1 gegen Frankfurt - Pantelic schießt Hertha auf Platz zwei).

          Leverkusens Labbadia: „Toni Kroos wollte unbedingt zu uns“

          In Dortmund fühlten sich nach dem 1:1 zwischen dem BVB und Leverkusen alle als Verlierer. „Wir haben zwei Zähler liegen lassen“, meinte Bayer-Coach Bruno Labbadia. Sein Widerpart Jürgen Klopp war nach dem Pokal-Aus gegen Bremen abermals bedient: „Zum zweiten Mal haben wir den Glauben an unsere Leistungsfähigkeit und an unser System verloren.“ Aufhorchen ließ der Kroos-Wechsel (siehe auch: 1:1 in Dortmund: Ein gutes Geschäft als Bayer-Trost). „Er wollte unbedingt zu uns, obwohl wir ihn auf die große Konkurrenz im Team hingewiesen haben“, meinte Labbadia, dem es besser ging als Schalkes Fred Rutten.

          Der Aufwärtstrend der „Königsblauen“, die im Pokal 4:1 in Jena gewonnen hatten, wurde mit dem 0:1 bei Hannover 96 zunichtegemacht. „Die Champions League ist weit weg“, befand Kapitän Marcelo Bordon. Bei Hannover feierte Nationalkeeper Robert Enke nach langer Verletzungspause ein hervorragendes Comeback (siehe auch: 1:0 gegen Schalke - Hannover startet erfolgreich ins neue Jahr).

          „So ein System habe ich zuletzt vor 60 Jahren gesehen“

          Größtes Sorgenkind bleibt Mönchengladbach. Trotz Investitionen von fünf Millionen Euro verlor die Borussia in Stuttgart das fünfte Spiel nacheinander (siehe auch: 2:0 gegen Mönchengladbach - Stuttgart rehabilitiert sich). Zudem spottete VfB-Torjäger Mario Gomez über die Taktik von Gäste-Trainer Hans Meyer: „So ein System habe ich zuletzt vor 60 Jahren gesehen.“ Borussia-Neuzugang Tomas Galasek spielte einen „klassischen“ Libero, der VfB fand kaum ein Mittel gegen diese Variante (siehe auch: Bundesliga-Kommentar: Meister des Sarkasmus ).

          Auswärtsschwach bleibt der VfL Wolfsburg, der beim 1. FC Köln nur zu einem 1:1 kam (siehe auch: 1:1 in Köln - Wolfsburg kann auswärts nicht gewinnen). Es klang wie ein Flehen, was „Wölfe“-Coach Felix Magath festhielt: „Ich gehe davon aus, dass wir auswärts schon noch den einen oder anderen Sieg in dieser Saison machen werden.“

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