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FAZ.NET-Spezial: 18. Bundesliga-Spieltag : Auch Bremen patzt - Kuranyi sichert Schalkes Sieg

  • Aktualisiert am

Mann des Tages für Schalke: Kevin Kuranyi Bild: AP

Bayern München ist der große Gewinner des Rückrunden-Auftakts. Nachdem am Samstag schon Verfolger Hamburg nur remis gespielt hatte, verlor Bremen zuhause mit 1:2 gegen Bochum. Im anderen Sonntagsspiel besiegte Schalke den VfB Stuttgart.

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          Viel Spannung, reichlich Aufregung und der seltene Dreierpack eines Debütanten - das turbulente Ende der Winterpause hat Hoffnung auf eine spannende Rückrunde geschürt. Mit dem Traumeinstand von Martin Fenin, den Doppeltorschützen Simon Rolfes, Diego Klimowicz und Kevin Kuranyi sowie ereignisreichen Schlussminuten in diversen Stadion betrieb die Bundesliga Werbung in eigener Sache.

          An der Tabellenspitze hat der FC Bayern München seinen Vorsprung ausgebaut, weil die Verfolger SV Werder Bremen und der Hamburger SV patzten. Der FC Schalke 04 verteidigte am Sonntagabend Platz fünf mit einem 4:1 gegen den Titelverteidiger VfB Stuttgart. Mit Kevin Kuranyi kehrte bei den „Königsblauen“ auch der Erfolg zurück. Zwei Treffer des Mittelstürmers sowie Tore von Heiko Westermann und Zé Roberto bescherten den Schalkern den Sieg gegen den Meister aus Stuttgart, der nun schon sieben Punkte Rückstand auf Platz fünf aufweist. Antonio da Silva traf für den VfB.

          Frankfurts Neuling Fenin stiehlt allen die Schau

          Ein Treffer von Daniel Jensen kurz vor der Pause reichte den Bremern gegen den VfL Bochum nicht zum Sieg, da Benjamin Auer (68.) - allerdings aus klarer Abseitsposition - sowie Anthar Yahia (84.) für die Gäste zum 2:1 erfolgreich waren und Werder-Profi Naldo in der 70. Minute die Rote Karte sah. Für die Revier-Elf war es nach 30 sieglosen Spielen der erste Erfolg beim SV Werder in der Bundesligageschichte.

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          Ausgerechnet ein Neuling stahl allen die Schau. Mit drei Treffern schoss Fenin Eintracht Frankfurt im Alleingang zum 3:0 bei Hertha BSC. Von den über 40 Profis, die in der Winterpause für rund 48 Millionen Euro in die Bundesliga gewechselt waren, erwies sich der Tscheche als der effektivste. Nach dem starken Spiel seines 3,5 Millionen Euro teuren Angreifers vom FK Teplice, der sich als erst fünfter Debütant mit einem Dreierpack in die Liga einführte, geriet Trainer Friedhelm Funkel ins Schwärmen: „Er ist ein Junge, an dem wir noch viel Freude haben werden.“

          Aufgeheizte Stimmung im „Stadion der Freundschaft“

          Für ähnlich positive Schlagzeilen wie Fenin sorgten Rolfes und Klimowicz. Die beiden Spieler aus Leverkusen und Dortmund waren die Hauptdarsteller der spannendsten Duelle am 18. Spieltag. Unbeeindruckt von der aufgeheizten Stimmung in Cottbus, wo die heimischen Fans ihrem Unmut über einige diskussionswürdige Entscheidungen von Referee Lutz Wagner freien Lauf ließen, verwandelte Rolfes in der 86. Minute einen Foulelfmeter zum 3:2.

          Dank der Nervenstärke des Schützen rückte Bayer wieder auf einen Champions-League-Rang vor. „Alle reden jetzt über die ein oder andere Szene, aber keiner darüber, dass wir über 70 Minuten überlegen waren“, sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler. Nach sechs Siegen in den vorigen sieben Spielen zog Leverkusen am bisherigen Tabellendritten aus Hamburg vorbei.

          „Titel gewinnt man auf dem Platz, nicht in der Zeitung“

          Denn der HSV offenbarte beim 1:1 gegen Hannover 96 Startschwierigkeiten. Anders als beim überzeugenden Pokalsieg wenige Tage zuvor in Essen fand die Mannschaft von Trainer Huub Stevens zu spät ins Spiel. Weil der FC Bayern bereits am Freitag beim 2:1 in Rostock für einen erfolgreichen Rückrundenauftakt gesorgt hatte, wuchs der Abstand zum Tabellenführer auf sechs Punkte an. „Über Titel werde ich nicht reden. Den Titel gewinnt man auf dem Platz, nicht in der Zeitung“, klagte Stevens.

          Ähnlich aufgeheizt wie in Cottbus war auch die Stimmung in Duisburg. Ein Glücksgriff von Trainer Thomas Doll bewahrte Dortmund beim 3:3 vor einem Fehlstart. Der sechs Minuten nach dem vermeintlich vorentscheidenden 3:1 für Duisburg (59.) eingewechselte Klimowicz erwies sich - wie schon beim 2:1 im Pokal über Bremen - als Heilsbringer. Sein zweiter Treffer in der Nachspielzeit brachte den Tabellenletzten um den Lohn für couragierte Arbeit. „Es war eine gefühlte Niederlage“, bekannte MSV-Abwehrspieler Björn Schlicke.

          Zweite Schlappe für Bielefelds neuen Trainer Frontzeck

          Nur der Blick auf die anderen Bundesliga-Ergebnisse spendete ein wenig Trost. Schließlich gingen die Hauptkonkurrenten im Abstiegskampf aus Cottbus, Nürnberg, Rostock und Bielefeld allesamt leer aus. In Bielefeld erwies sich alle Hoffnung auf die segensreiche Wirkung eines Trainerwechsels als Wunschdenken.

          Nur wenige Tage nach dem bitteren Pokal-Aus in Jena musste der neue Coach Michael Frontzeck beim 0:1 gegen den VfL Wolfsburg die zweite Schlappe hinnehmen. Eine ähnlich erfolglose Bundesliga-Rückkehr erlebte Jan Koller. Der Nürnberger Neuzugang konnte das 0:2 des Drittletzten in Karlsruhe nicht verhindern.

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