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FAZ.NET-Spezial: 16. Spieltag : Hamburg und Wolfsburg sind die Sonntagssieger

  • Aktualisiert am

Im Jubel vereint: Demel, Petric und Olic (v.l.) Bild: REUTERS

Zum Abschluss des 16. Spieltags gewann der Hamburger SV in Köln und der VfL Wolfsburg entschied das Niedersachsenderby gegen Hannover für sich. Alles überstrahlte an diesem Fußball-Wochenende aber die Gala zwischen München und Hoffenheim.

          Zum Abschluss des 16. Spieltags hat der Hamburger SV am Sonntag 2:1 in Köln gewonnen und damit als Fünfter den Anschluss an Bayer Leverkusen und Hertha BSC Berlin gehalten. Mladen Petric (15./31.) trat als Doppeltorschütze in Erscheinung. Milivoje Novakovic (83.) gelang mit seinem zehnten Saison-Tor nur noch der Anschlusstreffer für die Kölner. (Siehe: 2:1 in Köln - Es rechnet sich für den HSV).

          Der VfL Wolfsburg entschied das Niedersachsenderby gegen Hannover ebenfalls mit 2:1 für sich und schob sich vor Schalke und Dortmund auf den sechsten Rang. Christian Zaccardo (32.) brachte den VfL in Führung, ehe Jiri Stajner den Ausgleich (59.) erzielte. Allerdings sorgte ein Eigentor des Tschechen (63.) dafür, dass Hannover als Verlierer vom Platz ging. 96-Torhüter Florian Fromlowitz sah in der 81. Minute wegen einer Notbremse gegen Edin Dzeko die Rote Karte, Mittelfeldspieler Jan Rosenthal musste ins Tor und hielt gleich Dzekos Elfmeter mit einer Glanzparade. (Siehe: 2:1 gegen Hannover - Wolfsburg siegt trotz kuriosem Fehlschuss).

          Hoffenheim und München überstrahlten das Fußballwochenende

          Alle Fußballbemühungen wurden an diesem Wochenende aber von der Fußball-Gala zwischen Bayern München und 1899 Hoffenheim (2:1) überstrahlt. Der Kampf um die Herbstmeisterschaft wird am kommenden Wochenende in einem Fernduell entschieden. (siehe: Die aktuelle Tabelle der Fußball-Bundesliga) Der Tabellenführer aus Baden, der in der Tordifferenz noch um vier Treffer vorne liegt, empfängt Schalke 04 in Mannheim, der punktgleiche Titelverteidiger aus München muss beim VfB Stuttgart antreten. (Siehe: Bayern und Hoffenheim: Neuer deutscher Fußball und Bundesliga-Übersteiger: Die Pfeife des Spitzenspiels).

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          Leverkusen zeigte sich gut erholt

          Ein Doppelschlag von Stefan Kießling (25./37.) leitete den Leverkusener 3:1-Sieg in Mönchengladbach ein, das Patrick Helmes mit seinem 12. Saisontor vollendete. Der 18-jährige Toni Jantschke (61.) traf bei seinem Erstliga-Debüt für Gladbach, das nach der sechsten Heimniederlage schweren Zeiten entgegengeht. „Das war mein achtes Spiel, nach dem ersten waren wir Letzter und jetzt sind wir wieder Letzter“, sagte Trainer Hans Meyer: „Aber es war das erste von diesen acht Spielen, nachdem ich sage, dass wir daraus Hoffnung ziehen können.“ (Siehe: 3:1 in Mönchengladbach - Leverkusen nimmt die Verfolgung auf).

          Schalke gewinnt das Duell der Enttäuschten

          Schalke 04 gelang mit dem knappen Sieg im Duell der Uefa-Cup-Verlierer gegen Hertha BSC ein erster Schritt aus der Krise. Der Treffer von Gerald Asamoah (65.) war zugleich ein Befreiungsschlag für die im Fokus der Kritik stehenden Manager Andreas Müller und Trainer Fred Rutten, der sich zurecht freute: „Es waren richtig gute Ansätze da. Das war ein klar verdienter Sieg.“ Der Herthaner Lucien Favre stimmte zu: „Schalke war besser.“ Die Berliner verloren nach zuletzt vier Siegen erstmals wieder und fielen hinter Leverkusen auf den vierten Rang zurück. (Siehe: 1:0 gegen Hertha BSC - Asamoah lässt Schalke tief durchatmen).

          Stuttgarts Stimmung steigt mit Babbel

          Der Aufwärtstrend beim VfB Stuttgart unter dem neuen Trainer Markus Babbel hält an. Mit dem 3:0 beim FC Energie Cottbus feierten die Schwaben ihren zweiten Dreier nacheinander. Roberto Hilbert (4.), Jan Simak (63.) und Sami Khedira (68.) trafen gegen die Lausitzer, die schon zum sechsten Mal vor heimischer Kulisse als Verlierer den Platz verließen. „Vor dem 2:0 hatten wir einige Male viel Glück“, gab Babbel zu. (Siehe: 3:0 in Cottbus - Stuttgarts Aufwärtstrend hält an).

          Frankfurter Berg- und Talfahrt hält an

          Eintracht Frankfurt bleibt ein Team der Extreme: Dem 0:4 in Dortmund folgten das 4:0 gegen Hannover. Auf das 0:5 in Bremen folgte nun das 4:0 gegen Bochum. Der VfL Bochum hat damit das Dutzend an sieglosen Spielen seit dem 14. September voll gemacht. Neben den Punkten verlor der VfL Torhüter Daniel Fernandes, der in der 5. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte sah. „Es hört sich nach einem 0:4 zwar komisch an, aber wir haben richtig gut angefangen“, sagte Bochums Trainer Koller. Sein Frankfurter Kollege Funkel bestätigte: „Bochum war die bessere Mannschaft und auch spielbestimmend.“ Gegen zehn Bochumer erzielten Nikos Liberopoulos (7., Foulelfmeter/43.), Markus Steinhöfer (62.) und Marco Russ (64.) die Tore für die Hessen. (Siehe: 4:0 gegen Bochum - Frankfurt schießt sich aus der Gefahrenzone).

          Werder Bremen zeigte mal wieder sein Schlechtwetter-Gesicht

          Der Karlsruher SC schaffte dagegen im zehnten Anlauf seit dem 3. Oktober den ersehnten Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Durch das Tor von Andreas Buck in der 83. Minute besiegten die Badener Werder Bremen mit 1:0 und sprangen auf den 15. Tabellenplatz nach vorne. Werder-Torjäger Claudio Pizarro sah wegen Tätlichkeit in der 90. Minute Rot, Diegos anschließender Würgegriff gegen Karlsruhes Eichner wurde nicht geahndet. Der DFB-Kontrollausschuss wird am Montag Ermittlungen aufnehmen. „Wir haben das erlebt, was wir in dieser Saison schon zu oft erlebt haben“, sagte Werder-Trainer Schaaf: „Auf der einen Seite ein hervorragendes Spiel wie letzte Woche und hier dann ein so schlechtes Spiel.“ (Siehe: 0:1 in Karlsruhe - Die Krise der Bremer Führungsspieler).

          Gegen Arminia Bielefeld verpasste Borussia Dortmund mit dem 0:0 die Chance, sich weiter nach oben zu orientieren. „Wir hatten vier richtig große Chancen, da darf man auch mal eine nutzen“, ärgerte sich Trainer Klopp. (Siehe: 0:0 in Bielefeld - Dortmund verpasst Sprung nach vorne).

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