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FAZ.NET-Spezial: 12. Spieltag : Hoffenheim verliert - Bayern ringt Schalke nieder

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Luca Toni ist wieder da - genau wie der FC Bayern nach einem Sieg „auf Schalke” Bild: AP

So schnell kann das gehen: Nach einem 2:1-Sieg bei Schalke 04 ist Bayern München bis auf einen Punkt an die Bundesliga-Spitze herangerückt. 1899 Hoffenheim ist nun Tabellenzweiter - weil der Aufsteiger in Berlin verlor. Frankfurt und Stuttgart spielten remis.

          Der märchenhafte Höhenflug von Aufsteiger Hoffenheim ist vorerst gestoppt. Nach zuletzt fünf Siegen musste die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick bei Hertha BSC eine 0:1 (0:0)- Niederlage hinnehmen und die Tabellenführung an Bayer Leverkusen abtreten. Großer Gewinner des zwölften Spieltages war jedoch der FC Bayern (siehe auch: ).

          Mit einem eiskalt herausgespielten 2:1 (2:1) im Schlagerspiel beim FC Schalke 04 machte das Klinsmann-Team seinen schwachen Saisonstart endgültig vergessen und darf nach dem fünften Erfolg in Serie wieder vom inoffiziellen Herbstmeistertitel träumen. Trotz der wohl schwersten Aufgabe nutzten die Bayern die Gunst der Stunde. Dank der Treffer von Luca Toni (3.) und Franck Ribéry (31.) beträgt der Abstand des Klinsmann-Teams zum Spitzenduo nur noch einen Punkt (siehe auch: 2:1 auf Schalke: Ein Sieg ganz nach alter Bayern-Art).

          Nach der 3:0-Führung verschenkt Bayer den Sieg

          Denn Spitzenreiter Hoffenheim kassierte in Berlin die dritte Saisonniederlage. Torschütze Andrej Woronin (70.) riss die Gäste aus allen Träumen von einer Fortsetzung der Erfolgsstory (siehe auch: 0:1 bei Hertha BSC: Hoffenheim stolpert in der Hauptstadt). In der dritten Sonntagspartie vergab Eintracht Frankfurt den möglichen Sieg: Zum Verdruss von Trainer Friedhelm Funkel verspielte sein Team beim 2:2 (1:0) gegen den VfB Stuttgart eine 2:0-Führung (siehe auch: 2:2 gegen Stuttgart: Eintracht verschenkt den Sieg).

          Luca Toni ist wieder da - genau wie der FC Bayern nach einem Sieg „auf Schalke” Bilderstrecke

          Trotz des Sprungs an die Spitze hielt sich die Freude in Leverkusen in Grenzen. „Wir werden wie immer viel analysieren, aber heute sicher noch mehr als nach einem gewonnenen Spiel“, sagte Bayer-Trainer Bruno Labbadia nach dem 3:3 beim Karlsruher SC. Die Werkself verspielte einen 3:0-Vorsprung und musste am Ende sogar noch um den Punkt bangen.

          „Dann müssen wir eben Schalke schlagen“

          Der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg halten nach ihren Heimsiegen den Anschluss, Borussia Mönchengladbach landete beim 2:0-Erfolg in Bielefeld einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. „Das ist für uns ein moralischer Sieg“, befand KSC-Trainer Edmund Becker nach einer furiosen Aufholjagd seines Teams.

          Nach Treffern von Patrick Helmes, Stefan Kießling und Michal Kadlec drohte gegen die Bayer-Elf ein Desaster, ehe Antonio da Silva, Tim Sebastian und Alexander Iashwili den Karlsruhern noch einen Punkt retteten. „Das wirft uns nicht um“, meinte Bayers Sportdirektor Rudi Völler. „Dann müssen wir in der nächsten Woche eben Schalke schlagen“ (siehe auch: 3:3 in Karlsruhe: Leverkusen verspielt die Tabellenführung).

          In Hamburg liegen die Nerven nach dem Spiel blank

          Der Hamburger SV bleibt dank eines 2:1-Erfolges über Borussia Dortmund und mit Hilfe seiner kroatischen Stürmer Mladen Petric und Ivica Olic in der Spitzengruppe dabei. Der frühere BVB-Profi Petric erzielte den Führungstreffer für den HSV, Olic machte die zweite Saisonniederlage der Dortmunder perfekt (siehe auch: 2:1 gegen Dortmund: Hamburg siegt dank Petric).

          Nach der Partie lagen die Nerven bei den Dortmundern blank. Trainer Jürgen Klopp und Verteidiger Robert Kovac legten sich mit Schiedsrichter Jochen Drees an. Kovac erhielt die Rote Karte wegen Beleidigung, zudem fertigte Drees einen Sonderbericht über das Verhalten des BVB-Trainers an (siehe auch: Bundesliga-Kommentar: Habt endlich Respekt! ). Hamburgs Coach Martin Jol war angesichts der sportlichen Situation hochzufrieden: „Mit 23 Punkten stehen wir hervorragend da.“

          Köln schwimmt auf der Erfolgswelle - und feiert

          Auch der VfL Wolfsburg hält als stärkste Heimmannschaft den Anschluss an die Spitzengruppe. Zwei Tage nach der 5:1-Gala im UEFA-Cup gegen den SC Heerenveen kam auch Tabellenschlusslicht Energie Cottbus bei den Niedersachsen unter die Räder. Mittelstürmer Grafite erzielte beim 3:0-Erfolg alle drei Treffer für die „Wölfe“ (siehe auch: 3:0 gegen Cottbus - Wolfsburg erledigt seine Pflichtaufgabe dank Grafite).

          Auch der 1. FC Köln schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. Mit dem 2:1-Erfolg gegen Hannover 96 war der sechste Saisonsieg unter Dach und Fach, Trainer und Mannschaft feierten anschließend bis in die frühen Morgenstunden. „Wir haben in kurzer Zeit Sensationelles aufgebaut. Ich bin davon überzeugt, dass das Kölner Modell so gut wird wie das Hoffenheimer“, sagte Trainer Christoph Daum (siehe auch: 2:1 gegen Hannover: Köln siegt nach Rückstand).

          Bielefelds Trainer Frontzeck übt sich in Galgenhumor

          Jung-Nationalspieler Marko Marin hat Borussia Mönchengladbach im Abstiegskampf wieder Leben eingehaucht. Mit seinen ersten beiden Bundesliga-Toren führte der kleine Dribbelkönig sein Team zum 2:0- Sieg bei Arminia Bielefeld. Bei den Ostwestfalen hingegen steht Trainer Michael Frontzeck mächtig unter Druck.

          „Macht doch mal das Fenster auf“, bat er die Medienvertreter während der Pressekonferenz, “dann können wir hören, wie einige Fans da draußen meinen Kopf fordern“. Arminias Präsident Hans-Hermann Schwick kündigte zur Winterpause Verstärkungen für das Team an (siehe auch: 2:0 in Bielefeld - Marin schießt Gladbach zum wichtigen Erfolg).

          „Vor allem sind wir wieder als Mannschaft aufgetreten“

          Auf dem Weg aus der sportlichen Krise musste sich der SV Werder Bremen nach der peinlichen 0:3-Niederlage in der Champions League gegen Panathinaikos Athen beim VfL Bochum mit einem 0:0 begnügen (siehe auch: 0:0 in Bochum: Bremen gewinnt nichts und verliert Özil).

          „Es war eine Leistungssteigerung. Vor allem sind wir wieder als Mannschaft aufgetreten“, befand Bremens Manager Klaus Allofs. Die seit acht Spielen sieglosen Bochumer stecken in der Abstiegszone fest. „Auch wenn der Punkt für die Moral und das Selbstvertrauen gut war, ist er eigentlich zu wenig“, sagte VfL-Coach Marcel Koller.

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