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0:0 in Berlin : Fastenkur an Ostersonntag

  • Aktualisiert am

Stets bemüht: Das Duell zwischen Hertha und Hannover (im Bild der Berliner Karim Rekik (links) und Hannovers Hendrik Weydandt) bringt nicht viel Unterhaltung. Bild: dpa

Hertha BSC und Hannover 96 beenden ihre Niederlagenserie, aber das torlose Unentschieden bringt vor allem dem Tabellenschlusslicht vermutlich nichts mehr. Für Hertha BSC scheint die Saison schon beendet.

          Hertha BSC kann in der Fußball-Bundesliga nicht mehr gewinnen. Die Berliner kamen am Ostersonntag nur zu einem 0:0 gegen den Tabellenletzten Hannover 96, der seinerseits im Tabellenkeller keinen Schritt weiter kam. Die Berliner stoppten zwar ihre Niederlagen-Serie von zuletzt fünf Pleiten in Folge, dennoch müssen noch ein paar Punkte aus den letzten vier Saisonspielen her, um den scheidenden Trainer Pal Dardai gebührend zu verabschieden. „Der Wille war da, aber leider nicht das Tor. Wir brauchen diesen Befreiungsschlag“, sagte Dardai. „Die Jungs haben richtig geackert, aber das spielerische Element hat gefehlt.“

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          Die Hannoveraner konnten nach zuvor acht Niederlagen in Folge mit dem Remis nicht zufrieden sein, denn die Niedersachsen haben sechs Zähler Rückstand auf Relegationsrang 16.  „Es war ein kleines Lebenszeichen, aber das bringt uns ja in der Tabelle nicht an Stuttgart ran“, sagte Doll. „Ein Punkt ist zu wenig.“

          Hertha startete wütend

          Dardais Spielern war die Wut über die eigenen blutleeren Auftritte der jüngeren Vergangenheit gegen Hannover zu Beginn anzumerken. Über den nach einer Sprunggelenksverletzung zurückgekehrten Marko Grujic initiierte die Dardai-Elf zahlreiche ansehnliche Kombinationen, Lukas Klünter (1.) nach starkem Sololauf und Grujic selbst (9.) hatten früh aussichtsreiche Möglichkeiten. Hannover hatte im Angriff in dieser Phase wenig zu melden, zu häufig verlor der Abstiegskandidat den Ball schon in der eigenen Hälfte. Glück hatten die Niedersachsen, als Berlins Mathew Leckie (14.) mit einer Direktabnahme aus spitzem Winkel sowohl am Pfosten als auch an 96-Torwart Michael Esser scheiterte.

          Gegen Mitte der ersten Halbzeit flachte die Partie dann massiv ab. Fast aus dem Nichts hatte Hannovers Waldemar Anton (45.+1) die große Chance zur Führung, die Herthas Schlussmann Rune Jarstein zur Ecke lenkte. Nach der Pause kam Hannover stärker aus der Kabine, Florent Muslija (50.) setzte mit einem Schlenzer, den Jarstein nur mit Mühe aus der rechten unteren Ecke kratzte, ein Ausrufezeichen. Diesen Weckruf hatte es für die Gastgeber wohl gebracht, die in der Folge wieder aktiver auftraten und in Person von Ondrej Duda (56.) eine hundertprozentige Chance vergaben. Nach Vorlage des nach Rotsperre zurückgekehrten Kapitäns Vedad Ibisevic jagte der Spielmacher den Ball aus kurzer Distanz über das Tor. Auch Salomon Kalou vergab anschließend noch zwei gute Chancen.

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