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Kritik an DFL-Konzept für Fans : „Das finde ich riskant“

Was passiert auf der Tribüne? Studien zum Infektionsgeschehen in Fußballstadien – hier in Paris – gibt es bislang nicht. Bild: Imago

Der Fußball will den Bundesliga-Fans die Stadiontür öffnen, die Politik gibt sich wohlwollend. Doch ein Pharmakologe schlägt Alarm. Auch einige Klubs äußern Kritik – die deutlichste kommt aus Berlin.

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          Aus den Kreisen der Bundesregierung gab es für die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Mittwoch ein vorsichtiges Lob. Grundsätzlich „zu begrüßen“ sei das Konzept zur Rückkehr der Fans in die Stadien, teilte beispielsweise ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Und auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ließ verlauten, er habe im Kern keine Einwände dagegen, im Herbst schrittweise wieder Zuschauer zuzulassen. Wie viele, das müssten allerdings letztlich die lokalen Behörden entscheiden. Volle Bundesliga-Stadien blieben wohl noch lange eine Utopie.

          Es scheint also, als hätte der Profifußball seine Hausaufgaben zur Zufriedenheit der Politik gemacht. Das Grundlagenpapier, das die DFL am Dienstag verabschiedet hatte, sollte schließlich nicht mehr als einen Rahmen setzen. Personalisierte Tickets und ein Ausschluss von Gästefans bis Jahresende, keine Stehplätze und kein Alkohol bis zum 31. Oktober. Das sind die Grundpfeiler, auf die sich die 36 Klubs der ersten und zweiten Liga geeinigt hatten. Ausgestaltet werden sollen sie nun mit individuellen Konzepten der Vereine – unter Berücksichtigung der lokalen Begebenheiten vor Ort und in Abstimmung mit den jeweils zuständigen Gesundheitsämtern.

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