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Ermittlungen gegen Hinteregger : Kein Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen

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Martin Hinteregger bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Bild: EPA

Weil er im Spiel gegen Hoffenheim nach einem Krampf ein unbekanntes Präparat eingenommen hatte, rückte Martin Hinteregger in den Fokus der Nada. Nun legt die Anti-Doping-Agentur ihr Ergebnis vor.

          Die Nationale Anti Doping Agentur (Nada) hat ihre Ermittlungen gegen Fußballprofi Martin Hinteregger vom Bundesliga-Klub Eintracht Frankfurt abgeschlossen und keinen Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen festgestellt. Das teilte die Nada am Freitag mit.

          Hinteregger hatte am vergangenen Sonntag im Spiel gegen die TSG Hoffenheim (1:0) laut eigener Aussage „eine Nadel gesetzt“ bekommen, nachdem er sich eine Viertelstunde vor Spielende einen Wadenkrampf zugezogen hatte. Nach einer Akupunktur, die den Muskel löste, soll Hinteregger, wie es von Vereinsseite kommuniziert wurde, Kohlenhydrate und Magnesium eingenommen haben. Kurz nach dem Spiel war die Nada aufmerksam geworden, als es hieß, Hinteregger hätte eine Tablette verabreicht bekommen, und bat den Spieler am Dienstag zum Doping-Test.

          Die „in diesem Fall vorgenommene medizinische Behandlungsmethode“ sei „mit dem aktuell gültigen Dopingreglement vereinbar“, schrieb die Nada. Zur Bewertung des Sachverhalts hatte die Nada Fernsehbilder und die vom Verein vorgelegten medizinischen Unterlagen analysiert.

          Gleichzeitig kritisierte die Nada die mediale Berichterstattung, in der ihrer Ansicht nach suggeriert worden war, dass die Nada „Eintracht Frankfurt oder den Spieler in den Verdacht des Dopings oder Medikamentenmissbrauchs gebracht“ habe. Dennoch mahnte die Nada die Vereine zu einem „verantwortungsvollen Umgang mit medizinischen Behandlungen, Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln“ an.

          Kritik an der Nada kam allerdings nicht nur von Medienseite. Julian Nagelsmann, seit diesem Sommer Trainer bei RB Leipzig, warf der Anti-Doping-Agentur einen zu „offensiven Umgang“ mit dem Fall Hinteregger vor und bemängelte, dass dadurch Spieler schnell vorverurteilt würden. „Es bleibt immer irgendwas hängen, was dem Spieler völlig zu Unrecht angeheftet wird. Solche Dinge sollten öffentlich werden, wenn wirklich etwas war und nicht der ganze Prozess dahin begleitet wird“, sagte Nagelsmann auf der Pressekonferenz vor dem Spiel der Leipziger gegen Frankfurt (am Sonntag um 15.30 bei Sky und im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga).

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