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Eurosport zeigt Bundesliga : Frauenfußball ab jetzt jede Woche live

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg feiern die deutsche Meisterschaft. Bild: Picture-Alliance

Die Bundesliga der Frauen kommt ins Free-TV. Eurosport überträgt jede Woche live. Auch die ARD zeigt Interesse. Noch einmal ist die misslungene Werbekampagne zum Saisonstart Thema.

          Die Fußball-Bundesliga der Frauen soll in der am Freitag beginnenden neuen Spielzeit an jedem Freitagabend live im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein. Eurosport hat sich die Rechte gesichert, jeweils von 19.15 Uhr an das vom Sender so bezeichnete Top-Spiel der Woche live übertragen zu dürfen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bei einer Pressekonferenz vor dem Auftaktspiel zwischen Frankfurt und Potsdam mit, das am Freitag ausnahmsweise noch um 18.30 Uhr angepfiffen wird. Inwiefern die Duelle dann immer auch die attraktivsten Spiele des Wochenendes sind, wird sich zeigen: Durch Verpflichtungen in der Champions League könnten bei entsprechendem Erfolg im Wettbewerb der deutsche Meister VfL Wolfsburg und auch der zweitplazierte FC Bayern München an bis zu acht von insgesamt 18 Freitagsterminen verhindert sein.

          „Wir werden Vereine, die international unterwegs sind, nicht zwingen, zwei oder drei Tage später wieder auf dem Platz stehen zu müssen“, sagte die zuständige DFB-Direktorin Heike Ullrich. Zudem hat die ARD Interesse, von einem stets für 13 Uhr angesetzten Samstagsspiel in der Sportschau zu berichten. Dies ist allerdings noch nicht vertraglich fixiert. Dem Vernehmen nach hätte die ARD ein Erstauswahlrecht bei der Ansetzung dieses Spiels. Zwei weitere der insgesamt sechs Begegnungen in der zwölf Teams umfassenden Liga werden durch den Streamingdienst Magenta Sport angeboten.

          Ullrich bat bei der Pressekonferenz noch einmal um Entschuldigung für die misslungene Werbekampagne für den Saisonstart in den sozialen Medien. Am Freitag hatten der DFB und einige Nationalspielerinnen vom Verband offenbar ohne Beratung durch eine professionelle Agentur vorbereitete Posts verbreitet, in denen im Stil einer Vermisstenanzeige für die Rückkehr gerade der seit dem WM-Aus nicht in Pflichtspielen präsenten Spielerinnen auf die Bundesligaplätze geworben wurde.

          Dafür erntete der Verband heftige Kritik. Selbst einige Bundesligaspielerinnen monierten, dass Gefühle von Menschen verletzt worden seien, die tatsächlich jemanden vermissen. „Das tut uns sehr aufrichtig leid, dass wir bei einer gut gemeinten Gemeinschaftsaktion aller Vereine und des Verbands das Problematische nicht erkannt haben“, sagte Heike Ullrich. „Wir werden sicherlich künftig einmal mehr nachdenken.“

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