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Europa League : Stuttgart siegt auch im zweiten Spiel

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Nicht zu halten: Eric Djemba-Djemba (links) entwischt seinen beiden Stuttgarter Bewachern Bild: dpa

Zweiter Sieg im zweiten Spiel: Der VfB Stuttgart gewinnt in der Europa League 2:1 beim dänischen Vertreter BK Odense. Einwechselspieler Martin Harnik erzielt spät den Siegtreffer für die überlegenen Schwaben.

          Bundesliga-Schlusslicht VfB Stuttgart steuert in der Europa League dank Joker Martin Harnik weiter auf Erfolgskurs. Der Österreicher erzielte beim dänischen Vize-Meister Odense BK in der 86. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer von der Strafraumgrenze den Treffer zum verdienten 2:1 (0: 0)-Erfolg der Schwaben, die nach dem 3:0 gegen die Young Boys Bern in der Europa League auf dem besten Weg in die Runde der letzten 32 Teams sind.

          Ein Kopfball des bis dahin völlig unauffälligen Serben Zdravko Kuzmanovic hatte die Schwaben in der 72. Minute in Führung gebracht, sechs Minuten später fiel der Ausgleich durch Andreas Johansson. Nächster VfB-Gegner in der Vorrundengruppe H ist am 21. Oktober in Spanien der FC Getafe. „Da war sicher ein bisschen Glück dabei - aber manchmal gehen solche Ideen eben auch rein“, kommentierte Siegtorschütze Harnik seine sensationelle Bogenlampe - 13 Minuten nach seiner Einwechslung. „Es war ein schwieriges Spiel für uns“, gab der Angreifer zu. „Aber es ist gut für unseren Kopf und unser Selbstvertrauen, dass wir gewonnen haben. Das müssen wir am Sonntag in die Bundesliga mitnehmen.“

          „Wir haben hochverdient gewonnen, aber es uns unnötig schwer gemacht“, sagte der Stuttgarter Trainer Christian Gross. „Ich hätte mir eine frühere Führung gewünscht, wir müssen einfach effizienter spielen. In unserer Situation ist dieser Erfolg sehr wichtig, dieses positive Erlebnis müssen wir nun in die Bundesliga mitnehmen.“

          Der Stuttgarter Mauro Camoranesi (rechts) im Kampf um den Ball mit Rurik Gislason

          Pogrebnjak nur auf der Bank

          Besonders in der ersten Halbzeit konnten die Gäste gleich mehrere gute Torchancen nicht in Treffer ummünzen. Vor 10.000 Zuschauern übernahm die Mannschaft von Trainer Christian Gross von der ersten Minute an das Kommando auf dem Spielfeld, doch Zählbares sprang dabei für den fünfmaligen deutschen Meister nicht heraus. Nationalspieler Cacau, der in der 73. Minute gegen Harnik ausgewechselt wurde, hätte die Stuttgarter schon in der fünften Minute früh in Führung bringen können, doch der Distanzschuss des gebürtigen Brasilianers strich knapp am linken Torpfosten vorbei. Nicht besser machte es sieben Minuten später Mauro Camoranesi. Der Italiener zog aus 25 Metern ab, verfehlte aber sein Ziel. In der 16. Minute kam Serdar Tasci am Fünfmeterraum frei zum Kopfball, zielte jedoch dabei zu hoch.

          Das Team von Interims-Coach Uffe Pedersen suchte sein Heil vornehmlich in Kontern, konnte damit aber die gut gestaffelte Stuttgarter Hintermannschaft kaum in Verlegenheit bringen. VfB-Trainer Gross hatte etwas überraschend Torjäger Pawel Pogrebnjak nicht in die Startformation berufen, der Russe drückte zunächst nur die Reservebank. Nach einer Leistungssteigerung kamen die Skandinavier in der 29. Minute zu ihrer ersten Einschussmöglichkeit. Odenses Kapitän Chris Sörensen setzte sich am linken Strafraumeck durch und prüfte VfB-Torhüter Sven Ulreich mit einem strammen Schuss.

          Der dreimalige dänische Meister erwies sich in dieser Phase als kompaktes Team, dem jedoch die spielerischen Mittel fehlten, um den VfB öfter in Gefahr zu bringen. Nach dem Seitenwechsel hielt die Überlegenheit der Stuttgarter an, acht Minuten nach Wiederbeginn stoppte Odenses Schlussmann Roy Carroll Camoranesi in letzter Sekunde. Der Nachschuss von Cacau strich über das Gehäuse der Platzherren, die sich kaum noch aus der eigenen Hälfte lösen konnten. In der 65. Minute stand Cacau erneut icht vor einem Torerfolg, scheiterte aber mit einem Schuss aus der Drehung an Carroll.

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