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Europa League : So viel Geld kann Eintracht Frankfurt verdienen

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Das waren noch Zeiten: Die Eintracht im Europa-League-Halbfinale 2019 gegen Chelsea. Bild: Picture-Alliance

Die UEFA hat die Europa League verändert. Im aufgewerteten Wettbewerb können sich die Frankfurter bald einige Millionen Euro erspielen. Mit Hochspannung schaut die Eintracht auf den 27. August.

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          Mit jedem Tag mehr, der zwischen dem Schalker Trauma liegt, steigt die Vorfreude der Frankfurter Eintracht auf die Europa League. Nicht nur wegen der Erinnerung an die grandiose Kampagne 2018/19, die bis ins Halbfinale führte, sondern weil der Wettbewerb seitdem noch einmal aufgewertet worden ist. Mit der Einführung eines dritten Europapokals, der Conference League, bekommt die Europa League nun den Charakter einer Champions League light, man könnte sie in Anlehnung an den Begriff Königsklasse auch Prinzenklasse nennen.

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          Peter Heß
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          Entgegen dem durchgehenden Trend der Verwässerung wird die Europa League von 48 auf 32 Teams verdichtet, was den sportlichen Wert deutlich erhöht. Der Anteil von Mannschaften aus europäischen Fußball-Entwicklungsländern in diesem Wettbewerb sinkt deutlich, der Anteil von Teams, die schon Erfahrungen in der Champions League gesammelt haben und zum erweiterten Kreis der europäischen Spitze zählen, erhöht sich.

          Das wird dadurch erreicht, dass sich keine Meister kleinerer nationaler Ligen für die Gruppenphase der Europa League direkt qualifizieren, dafür zehn Mannschaften, die in den letzten Qualifikationsrunden für die Gruppenphase der Champions League ausscheiden. Da nur sechs Qualifikationsteilnehmer in die Königsklassen-Gruppenphase vorstoßen, wird angesichts der Leistungsdichte des Feldes einiges an Prominenz in die Prinzenklasse durchgereicht werden.

          Viele klangvolle Namen

          Für die Champions League bewerben sich in diesem Sommer viele Klubs mit klangvollen Namen, mit einigen hat sich die Eintracht erst kürzlich auseinandergesetzt – Benfica Lissabon, Schachtar Donezk und FC Salzburg. Weiter sind der AS Monaco (mit Trainer Niko Kovac), PSV Eindhoven (mit Trainer Roger Schmidt), Celtic Glasgow, Glasgow Rangers, Galatasaray Istanbul und Young Boys Bern im Rennen.

          Direkt für die Gruppenphase der Europa League haben sich über ihre Platzierung in der nationalen Meisterschaft oder dem Erfolg im nationalen Pokalwettbewerb Leicester City, West Ham United, Betis Sevilla, Real Sociedad San Sebastian, Olympique Marseille, Olympique Lyon, Lazio Rom, SSC Neapel, SC Braga, Lokomotive Moskau, Bayer Leverkusen und eben die Eintracht qualifiziert.

          Wie in der Königsklasse werden in der Prinzenklasse acht Gruppen zu vier Mannschaften gebildet, in Abänderung zum großen Wettbewerb qualifizieren sich nur die Gruppenersten direkt für das Achtelfinale, die Gruppenzweiten treffen in einer Qualifikationsrunde für das Achtelfinale auf die acht Drittplatzierten der Champions-League-Gruppenphase. Auch für die Dritten der Europa-League-Gruppenphase geht es weiter – und zwar im Sechzehntelfinale der Conference League.

          Zwölf Teams stehen fest

          Die Gesamtdotierung der Europa League sinkt von 560 Millionen Euro auf 465 Millionen Euro, da aber nur noch 32 statt 48 Klubs davon profitieren, erhöhen sich die finanziellen Erfolgsaussichten. Die 465 Millionen Euro werden über vier Kanäle verteilt. 116,25 Millionen Euro (25 Prozent des Gesamtbetrags) erhalten die 32 Teilnehmer der Gruppenphase als Startgebühr, jeder gleich viel, 3,63 Millionen Euro. Knapp 140 Millionen Euro werden an Leistungsprämien für Siege beziehungsweise das Erreichen der verschiedenen Runden ausbezahlt.

          Knapp 70 Millionen zahlt die UEFA den Teilnehmern für Erfolge aus der Vergangenheit aus. Die Europapokalergebnisse der vergangenen zehn Jahre der 32 Klubs in der Gruppenphase werden berechnet, und es wird die sogenannte Koeffizientenliste erstellt. Jeder Platz in dieser Leistungsstatistik ist 132.000 Euro wert. Der Klub auf Rang 32 erhält also 132.000 Euro, der 31. 264.000 Euro und der Erste 4,224 Millionen Euro – allein für das Dabeisein und die erbrachten Vorleistungen.

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