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Zweite Liga am Freitag : Sieben Tore in einer Halbzeit

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Alle auf den Torwart: Martin Männel (unten) hält in der neunten Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter und damit den Sieg fest Bild: dpa

Keine Tore in der ersten Halbzeit, aber gleich sieben in der zweiten, davon zwei in der Nachspielzeit – und ein gehaltener Elfmeter mit der letzten Aktion: Aue schlägt Nürnberg in einem irren Spiel.

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          Der FC Erzgebirge Aue hat ein spektakuläres Verfolgerduell in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen. Torhüter Martin Männel parierte beim 4:3 (0:0) am Freitagabend in der neunten Minute der Nachspielzeit einen Foulelfmeter von Michael Frey und wurde zum Matchwinner.

          2. Bundesliga

          Zuvor hatten Dimitrij Nazarov (62. Minute/Handlefmeter), Jan Hochscheidt (75.), Marko Mihojevic (86.) und Florian Krüger (90.+4) die Tore für Aue erzielt. Frey (51.) und Johannes Geis (78., 90.+2/Foulelfmeter) trafen für den Club, der nach zuvor sechs ungeschlagenen Spielen wieder eine Niederlage hinnehmen musste.

          „Jeder, der dabei war, wird noch lange von dieser letzten halben Stunde sprechen“, sagte Nürnbergs Trainer Damir Canadi: „Wir haben nach den Gegentoren immer wieder Mentalität gezeigt und es versucht.“ Dabei spielten sie lange Zeit mit zehn Mann, denn Verteidiger Asger Sörensen hatte wegen Handspiels zum Vereiteln einer Torchance die Rote Karte gesehen (61.) – der anschließende Strafstoß von Nazarov traf doch ins Netz.

          Die Nürnberger waren vor 14.000 Zuschauern im ersten Durchgang das klar bessere Team. Allein Robin Hack (26., 31., 42.) vergab drei gute Möglichkeiten für die Franken. Bei seiner dritten Chance kurz vor der Pause verhinderte das Lattenkreuz die Führung für die Gäste.

          Nach dem Seitenwechsel sorgte Frey nach einem Ballverlust von Aues Tom Baumgart für die einzige Nürnberger Führung. Die Sachsen gaben sich aber nicht geschlagen und schlugen durch Nazarov und Hochscheidt zurück. Anschließend überschlugen sich die Ereignisse, wobei mehrfach der Videobeweis zum Einsatz kommen musste. Der Nürnberger Geis sorgte zwei Mal für den Ausgleich, doch Aue hatte schließlich trotzdem das bessere Ende für sich.

          Die erste Führung für Aue: Die Mannschaft jubelt nach dem Tor von Jan Hochscheidt (2.v.r.)

          Der Tabellendritte Arminia Bielefeld (18 Punkte), der am Montag (20.30 Uhr/Sky und im F.A.Z.-Liveticker zur zweiten Liga) den Hamburger SV  (20) zum Spitzenspiel empfängt, ist vom „Club“ (13) schon um fünf Punkte entfernt und nun punktgleich mit Aue (18).

          Dresden droht Absturz

          Dynamo Dresden (9) droht nach den Freitagsspielen der Sturz auf einen Abstiegsplatz. Dynamo verlor bei der SpVgg Greuther Fürth nach einer schwachen Leistung 0:2 (0:2). Fürth (14) ist hinter Aue zumindest vorübergehend Fünfter.

          Dresden hatte in Fürth zwar viel Ballbesitz, aber dennoch kaum eine Chance. Daniel Keita-Ruel (8.) traf vor 9770 Zuschauern nach Videobeweis zur Fürther Führung, zunächst war fälschlicherweise Abseits angezeigt worden. Nach einem Konter erzielte Keita-Ruel auch das 2:0 (38.). Dynamo bemühte sich vergeblich um eine Wende.

          2. Bundesliga

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