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BVB verliert Supercup-Spiel : „Nicht dieser Typ!“: Verzweiflung bei Haaland

  • Aktualisiert am

„Ich hätte ein Tor mehr schießen müssen, das ist ein sch... Gefühl“: Erling Haaland trifft zwar, aber nur ein Mal. Bild: Picture-Alliance

Borussia Dortmund ist nah dran, doch am Ende stemmt mal wieder der FC Bayern einen Pokal in die Höhe. Die Niederlage im Spiel um den deutschen Supercup nimmt vor allem Stürmer Erling Haaland mit.

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          Erling Haaland hatte schlechte Laune. Die 2:3 (1:2)-Niederlage mit Borussia Dortmund im deutschen Supercup bei Bayern München fühle sich „sch...“ an, grummelte der Norweger – und das hatte er sich auch noch selbst zuzuschreiben. Sieben Minuten nach seinem Ausgleichstreffer zum 2:2 (52. Minute) hätte der Norweger die Gäste in Führung bringen müssen, doch er scheiterte im Eins-gegen-eins am herausragend reagierenden Bayern-Kapitän Manuel Neuer.

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          „Ich hätte ein Tor mehr schießen müssen, das ist ein sch... Gefühl“, sagte Haaland zerknirscht. Neuer habe in besagter Szene „gezeigt, warum er so ein guter Keeper ist“, ergänzte der Angreifer voller Bewunderung: „Er bleibt stehen – 97 Prozent der Torhüter gehen runter und ich treffe. Aber nicht dieser Typ!“ Die Niederlage tue „sehr weh“, ergänzte der 20-Jährige, „wir hätten gewinnen sollen und können. Es fühlt sich sch... an, weil wir so nah dran waren.“ Doch das sei eben noch „der Unterschied zwischen den Besten der Welt und uns: Sie ziehen diese Spiele zu sich rüber und gewinnen sie.“

          Wie da Abhilfe zu schaffen ist? „Wir müssen weitermachen mit unserem Spiel“, forderte Haaland, „und es am Samstag wieder versuchen.“ Dann geht es in der Bundesliga gegen den SC Freiburg. Die gute Nachricht für Haaland: Neuer steht dann nicht mehr im gegnerischen Tor.  

          Statt Haaland reckte also Neuer die nächste Trophäe als Frontmann der tanzenden Münchner Stars in die Höhe. Der FC Bayern setzte seine glorreiche Titeltour dank der Taten des Torwarts, aber auch dank einer Willensleistung von Joshua Kimmich mit dem Sieg im Supercup fort. Beim Sieg am Mittwochabend im deutschen Clásico gegen Borussia Dortmund ließen Corentin Tolisso (18. Minute), Thomas Müller (32.) und Kimmich (82.) mit einem Tor voller Einsatz die Münchner über den Gewinn des fünften Cups jubeln.

          „Es war nicht ganz so einfach, gerade in der zweiten Halbzeit. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, sagte Bayern-Coach Hansi Flick im ZDF: „Am Ende zählt für mich, dass wir das Spiel gewonnen haben.“ Ein Sonderlob gab es noch von ihm für Matchwinner Kimmich:  „Solange ich ihn kenne: seine Mentalität ist einfach ganz besonders. Er ist auf dem Weg einer dieser Spieler zu sein, die diesen Verein prägen.“

          Im letzten Match von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus boten der deutsche Rekordmeister und sein Herausforderer eine unterhaltsame Partie, mit allerdings auch vielen defensiven Anfälligkeiten. Nach drei klaren Liga-Pleiten in München kämpfte sich der BVB durch Tore von Julian Brandt (39.) sowie  Haaland stark zurück, schnupperte sogar am 3:2. „Wenn du am Ende die Tore nicht machst“, sagte Brandt, haderte mit der Chancenverwertung in der zweiten Hälfte und wetterte: „Wir haben in der ersten Halbzeit zwei ärgerliche Tore bekommen.“ Trainer Lucien Favre meinte bei DAZN: „Wir haben viele Sachen richtig gemacht.“ Gereicht hat es nicht.

          Nach dem Bayern-Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League sowie dem europäischen Supercup und nun der nächsten nationalen Trophäe stehen am Donnerstag individuelle Ehrungen an. Kapitän Neuer, Torjäger Robert Lewandowski und Trainer Flick dürfen auf die Kür zu Europas Besten hoffen. Haaland ist davon noch ein wenig entfernt. Dafür müsste er nicht nur noch öfter treffen, sondern auch die Pokale gewinnen, die derzeit fast ausschließlich nach München gehen.

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