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2:0 gegen Union : Leverkusener Wiedergutmachung

  • Aktualisiert am

Freude bei der Werkself: Kevin Volland (Mitte, mit Amiri und Alrio,r.) bejubelt sein Führungstor gegen Union Berlin. Bild: dpa

Bayer Leverkusen betreibt Wiedergutmachung für zwei bittere Niederlagen in der vergangenen Woche. Union Berlin bringt die Werkself nie in Gefahr. Sebastian Polter sieht zudem noch Rot.

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          Bayer Leverkusen hat sich den jüngsten Bundesliga- und Champions-League-Frust ein wenig von der Seele geschossen: Gegen Aufsteiger Union Berlin gelang ein 2:0 (2:0) und damit ein Befreiungsschlag, nachdem es vor drei Tagen eine 1:2-Pleite in der Königsklasse gegen Lokomotive Moskau und vor Wochenfrist eine 0:4-Packung bei Borussia Dortmund gegeben hatte. Kevin Volland (20.) und der Argentinier Lucas Alario (25.) stellten jeweils mit Fernschüssen die Weichen auf Sieg. Zuvor war ein Treffer von Alario (16.) wegen einer nachträglich erkannten Abseitsstellung von Volland nach Videobeweis nicht gegeben worden. In der 66. Minute sah der fünf Minuten zuvor eingewechselte Berliner Sebastian Polter wegen groben Foulspiels an Julian Baumgartlinger nach Videobeweis die Rote Karte; er war zuvor von Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen) nur verwarnt worden.

          Bundesliga

          Komplett überzeugen konnte die Werkself aber nicht. Bayer-Coach Peter Bosz hatte sein Team auf drei Positionen gegenüber dem Moskau-Match verändert. Es fehlte der verletzte Jamaikaner Leon Bailey (Muskelfaserriss), außerdem saßen Jonathan Tah und Karim Bellarabi zunächst nur auf der Bank. Kerem Demirbay (Rückenprobleme) kehrte in den Bayer-Kader zurück. Nach zwei Jahren saß Tah mal wieder bei Bayer draußen. "Es kommt mal vor, jeden erwischt es mal, auch nach zwei Jahren. Nach der englischen Woche hat es sich Aleksandar Dragovic auch mal verdient zu spielen", sagte Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes bei Sky. Zu Beginn hatten die Werkskicker allerdings einige Probleme mit der gut sortierten Elf des Neulings.

          Union ohne Durcschlagskraft

          Die Eisernen machten die Räume eng und störten den Spielfluss der Gastgeber empfindlich. Erst die Einzelaktionen von Volland und Alario, die zu Toren führten, beruhigten das Spiel der Rheinländer ein wenig, auch wenn es nur selten Torchancen gab. Bayer spielte diszipliniert, dies ging allerdings auf Kosten von Ballstafetten und Aktionen in der Offensive. Die Eisernen versuchten, mehr Akzente im Angriffsbereich zu setzen, aber es fehlte an strukturierten Aktionen. Die Bayer-Abwehr hatte keine große Mühe, die Kontrolle zu behalten. Mit ihrer Passsicherheit und guten Technik dominierten die Gastgeber das Geschehen.

          Union, das drei Wochen zuvor noch BVB mit 3:1 an der Alten Försterei entzaubert hatte, kassierte die zweite Niederlage in Serie. Vor Wochenfrist hatte es ein 1:2 gegen Werder Bremen gegeben. Insgesamt fehlte dem Team von Urs Fischer die Durchschlagskraft, das Angriffsspiel war zu statisch und bot wenige Überraschungsmomente. Daran änderte auch die lautstarke Unterstützung der zahlreichen Union-Fans in der BayArena nichts. Kai Havertz (82.) hatte bei seinem Lattentreffer das 3:0 auf dem Fuß.

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