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Timo Werner zurück in Leipzig : Endlich wieder ein Mittelstürmer für RB

  • -Aktualisiert am

War nie ganz weg: Timo Werner Bild: AFP

Vor zwei Jahren hat Timo Werner eine große Lücke im Sturmzentrum von RB Leipzig hinterlassen. Nach seiner Rückkehr aus London soll er sie als Mittelstürmer wieder schließen.

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          So richtig weg war Timo Werner nie aus Leipzig. In Gedanken und Gesprächen tauchte er in schöner Regelmäßigkeit auf. Immer dann, wenn sich seine Nachfolger mal wieder erfolglos abmühten vor dem gegnerischen Tor. Seit seinem Abschied vor zwei Jahren gelang es keinem Mittelstürmer von RB Leipzig, auch nur annähernd an die Marke von 20 Toren in einer Bundesligasaison zu kommen.

          Weil Werner in der Ferne beim FC Chelsea ähnlich schmachtete wie RB und sein Fußballglück einfach nicht finden wollte, erscheint seine Rückkehr nun doppelt sinnvoll. Er erhält einen Vierjahresvertrag, teilte RB am Dienstag mit. „Die Erfahrung, in einem anderen Land und einer anderen Liga zu spielen, hat mir für meinen Weg sehr geholfen. Jetzt freue ich mich auf die neue Saison mit RB Leipzig und vor allem auf die Leipziger Fans, die für mich einen besonderen Stellenwert haben“, sagte Werner.

          Abschied deutete sich an

          Seit Montagabend ist der 26 Jahre alte Stürmer dann auch wieder physisch anwesend in Leipzig. Am Dienstag unterzog er sich den üblichen medizinischen Untersuchungen, die der anschließenden Vertragsunterschrift vorausgingen. Werner unterzeichnete den Angaben nach ein Arbeitspapier bis zum 1. Juli 2026, die Ablöse soll rund 20 Millionen Euro plus Bonuszahlungen betragen. Aus Leipziger Sicht ein grandioses Geschäft, gemessen daran, dass Werner bei seinem Verkauf 2020 um die 53 Millionen Euro in die Kassen brachte.

          Der rapide gesunkene Marktwert des Nationalspielers geht mit dessen sportlichen Problemen in London einher. Beim FC Chelsea fand Werner nie seine Rolle oder besser gesagt Position. Die Trainer Frank Lampard und Thomas Tuchel sahen in ihm keinen klassischen Mittelstürmer und stellten ihn regelmäßig auf die Außenbahn. Dort fühlte sich Werner unwohl. In keiner seiner beiden Spielzeiten in der Premier League kam er auf eine zweistellige Torausbeute. In seinem letzten Leipziger Jahr hatte er noch 28 Mal in der Bundesliga getroffen. Als Werner kürzlich seine Unzufriedenheit medial kundtat, reagierte Tuchel gereizt. Da deutete sich ein Abschied bereits an.

          In Leipzig möchte der Stürmer seine Karriere wieder auf Touren bringen, vor allem mit Hinblick auf die kommende Weltmeisterschaft in Qatar. Hansi Flick äußerte sich positiv über den Wechsel des Stürmers: „Ich freue mich sehr für die Bundesliga, dass Timo Werner zurückkehrt“, sagte der Trainer der deutschen Nationalelf am Dienstag. „Mit seinen Qualitäten ist er eine Bereicherung für jede Liga.“

          In den ersten beiden Pflichtspielen wurde ersichtlich, dass RB zu sehr auf die Künste von Christopher Nkunku angewiesen ist. Der Franzose traf vergangene Saison 20 Mal und wurde kürzlich zu Deutschlands „Fußballer des Jahres“ gekürt. Aber Nkunku ist kein klassischer Mittelstürmer, wohler fühlt er sich in den Räumen dahinter und könnte Werner ideal unterstützen. Nach der Niederlage im Supercup gegen Bayern (3:5) und dem mäßigen Auftakt in Stuttgart (1:1) kommt die Nachricht von Werners Rückkehr aus Leipziger Sicht zur rechten Zeit. Sie passte ideal zur Meldung eines weiteren Transfers: Der allseits umworbene Stürmer Benjamin Sesko von RB Salzburg wird ebenfalls nach Leipzig kommen. Allerdings erst 2023.

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