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Eintracht nur 2:2 in Wolfsburg : Hanke ärgert die Eintracht

  • Aktualisiert am

Vasoski stellt kein Hindernis für den Wolfsburger Krzynowek dar Bild: AP

Als die Eintracht das Spiel in Wolfsburg schon gedreht zu haben schien, ließen sich die Frankfurter noch die Butter vom Brot nehmen. Mike Hanke verdarb den Hessen in der Schlussphase mit seinem Treffer den Abend.

          2 Min.

          Auch Neuzugang Marcelinho hat den VfL Wolfsburg nicht wachgerüttelt. In einem über weite Strecken schwachen Spiel mussten sich die „Wölfe“ am Dienstagabend gegen Eintracht Frankfurt mit einem 2:2 (1:0) begnügen. Die Mannschaft vonTrainer Klaus Augenthaler setzte damit ihre seit zwölf Wochen währende Serie ohne Sieg fort. Diego Klimowicz brachte die Gastgeber vor 15.097 Zuschauern zwar in Führung. Doch die Frankfurter drehten die Partie durch einen Doppelschlag von Michael Thurk (63.) sowie Alexander Meier (68.), der schon zum Ausgleich die Vorarbeit geleistet hatte. Wie aus heiterem Himmel sorgte der eingewechselte Mike Hanke (73.) für die letztlich gerechte Punkteteilung.

          „Wir haben wieder gut gespielt wie schon in Berlin. Aber es fehlte an der Konzentration und am nötigen Glück“, sagte Marcelinho, der zwar 80 Ballkontakte hatte, „aber mit einem Tor hat es leider nicht geklappt“. Der erste Dreier seit dem 7. November des vorigen Jahres, als in Mainz ein 2:1-Erfolg gelang, blieb den Niedersachsen verwehrt. Für die Gäste aus Frankfurt, die im fünften Auftritt die ersten Tore in Wolfsburg erzielten, war es der erste Zähler nach drei Niederlagen. „Der Ausgleich ärgert mich, weil wir im Zentrum wieder nicht aufgepasst haben“, sagte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel.

          Klimowicz mit viel Freiraum beim 1:0

          Die in der selben Besetzung wie beim 1:2-Rückrundeauftakt in Berlin spielenden Wolfsburger starteten so vehement wie lange nicht mehr. Nationalspieler Hanke saß zunächst abermals nur auf der Bank. Vor allem der zuletzt immer wieder von Verletzungen geplagte Klimowicz sprühte vor Tatendrang. Der in Argentinien geborene Spanier legte los wie die Feuerwehr und war von den Frankfurtern zunächst kaum in den Griff zu bekommen.

          So wie in der achten Minute, als der 32-Jährige freistehend an den Ball kam und Eintracht-Torhüter Markus Pröll keine Chance ließ. Eine zu kurze Kopfballabwehr von Christoph Spycher hatte Juan Carlos Menseguez zum Torschützen weitergeleitet, der mutterseelenallein im Strafraum stand. Das Heimdebüt von Marcelinho blieb lange ohne einen Höhepunkt. Erst in der 23. Minute blitzte das Können des in die Bundesliga
          heimgekehrten Brasilianers auf.

          Thurk stürmte für Amanatidis

          Vier Frankfurter tanzte Marcelinho aus, ehe er am fünften, Jermaine Jones, hängen blieb - und einen Freistoß bekam. Den schoss Miroslaw Karhan allerdings in die Mauer. Nach einer knappen Stunde versuchte es der 1,74 Meter große Stürmer ungewohnt mit einem Kopfball, der aber am Tor vorbei strich.

          Funkel ließ Ioannis Amanatidis auf der Bank und brachte dafür Thurk. Zunächst mit wenig durchschlagenden Erfolg. Doch dann drehte ausgerechnet der neue Mann das bis dahin dahin plätschernde Spiel. Als auch noch Meier traf, schien das Marcelinho-Heimdebüt endgültig verpatzt zu sein. Als der Brasilianer dann aber einen Freistoß in den Strafraum zirkelte, stand Hanke frei, konnte unbedrängt einköpfen und das schiedlich-friedliche Remis sicherstellen.

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