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Eintracht-Gegner KSC : Auf der Suche nach neuem Mut

  • -Aktualisiert am

Der ehemalige Eintrachtprofi Michael Mutzel (li.) hat sich beim KSC als Stammkraft etabliert Bild: ddp

Nach der 1:4-Niederlage gegen Bayern München trifft der Karlsruher SC auf Eintracht Frankfurt. Der Mannschaft von Friedhelm Funkel wollen die Baden-Württemberger „auf Augenhöhe begegnen“.

          Als die Profis des Karlsruher SC am Montag locker über den Trainingsrasen trabten, lagen allerlei Regenerationsmaßnahmen hinter ihnen. Unmittelbar nach der 1:4-Heimniederlage gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München saßen einige auf dem Fahrradergometer, und andere kühlten die belastete Muskulatur in eiskaltem Wasser (siehe: 4:1 in Karlsruhe: Die Bayern stellen die Hierarchie wieder her). Gegen 20 Uhr am Sonntagabend hatte ein gemeinsames Dienstessen in der Kabine auf dem Programm gestanden.

          Mit reichlich Nudeln versuchte man die Kohlehydratspeicher wiederaufzufüllen. Konzentriertes Arbeiten ist besonders wichtig, wenn „englische Wochen“ kaum Raum für liebgewonnene Trainingsgestaltung lassen, die man sich sonst nur mit mehr Zeit gönnen kann. So stand ein dichtgedrängtes Programm vor der Auswärtsreise nach Frankfurt auf dem Programm. „Viel tun kannst du da angesichts der kurzen Zeit ohnehin nicht“, sagte Trainer Edmund Becker.

          Gottfried Aduobe kehrt in die Mannschaft zurück

          Für die Karlsruher war es deshalb wichtig, die Partie gegen die Bayern schnell unter dem Motto „Lehrstunde“ abzuhaken und sich künftigen Aufgaben zu stellen. „Wir kommen jetzt langsam in den Bereich, in dem wir auf Mannschaften treffen, denen wir auf Augenhöhe begegnen können“, meinte Innenverteidiger Maik Franz. „Was gegen die Bayern passiert ist, wird vielen anderen auch passieren. Was die machen, ist schon Weltklasse.“ Der, so hofft man, begegnet man in Frankfurt trotz des Höhenfluges der Eintracht nicht. Für den KSC geht es nun darum, wesentlich mutiger und aggressiver zu Werke zu gehen.

          Am späten Dienstagnachmittag rollte der KSC-Tross gen Frankfurt, um im „Arabella Sheraton“ Quartier zu beziehen. Mit an Bord waren einige Wackelkandidaten. So kann Massimilian Porcello damit rechnen, sich wieder auf der Bank vorzufinden, obwohl er gegen Oliver Kahn ein Tor erzielt hat. Für ihn wird wohl Gottfried Aduobe in die Mannschaft zurückkehren, der mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte. Der kleine Kämpfer wurde schon gegen die Bayern stark vermisst. Ein Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz von „Flügelstürmer“ Bradley Carnell, der einen Schlag aufs Knie erhielt und deshalb als „leicht angeschlagen“ eingestuft wurde.

          „Wir wissen, was auf uns zukommt; Frankfurt hatte einen sehr guten Start. Wir wollen als Team dort bestehen und punkten“, sagte Becker, der dabei vielleicht an den ehemaligen Eintrachtprofi Michael Mutzel dachte. Der musste auch in Karlruhe lange um einen Platz im Team kämpfen, hat aber mittlerweile mit seiner unauffälligen, aber verlässlichen Spielweise die Karriereleiter zur Stammkraft erklommen. Das liegt auch daran, dass Becker das System umstellte und auf zwei defensive Kräfte vor der eigenen Abwehr setzt. Mutzel hat die Konkurrenz verdrängt und seit dem Aufstieg alle sechs Spiele absolviert. „Wir haben mittlerweile einen guten Konkurrenzkampf im Mittelfeld. Bei Michael ist es erfreulich, dass er eine gute Vorbereitung ohne Verletzungen und Blessuren absolvieren konnte. Ich glaube er hat in keinem Training gefehlt, davon profitiert er jetzt. Er hat einen guten Start in die Saison hingelegt“, sagte Coach Becker.

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