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Eintracht Frankfurt : Mit geschärften Sinnen, aber ohne Bas Dost

  • -Aktualisiert am

Ausfall bis Jahresende: Bas Dost Bild: EPA

Die Frankfurter Eintracht muss sich gegen den Negativtrend der zurückliegenden Spiele stemmen. Hoffnung vor der Partie gegen Hertha macht die positive Heimbilanz. Bas Dost fällt bis Jahresende aus.

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          Der Blick von Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter ist nach drei Bundesliga-Niederlagen nacheinander geschärft. Und er geht vor dem Heimspiel an diesem Freitag (20.30 Uhr/ live im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei DAZN) gegen Hertha BSC Berlin nicht nur in eine Richtung. Er betrachte „die Tabelle von beiden Seiten“, sagte Hütter nach dem 1:2 gegen Mainz, das den sportlichen Schiefstand der Frankfurter verfestigt hat.

          In ihrem Kernbereich Fußball-Bundesliga musste die Eintracht nach 13 Spieltagen als Rangzehnter (17 Punkte) den Kontakt zu den vorderen Tabellenplätzen abreißen lassen. Der Negativtrend beim Europa-League-Teilnehmer gebietet es daher, sich zuvorderst nach unten zu orientieren. Noch liegen die Hessen zwar sechs Zähler vor dem Sechzehnten, Berlin. Eine neuerliche Niederlage würde die Eintracht aber zunehmend in Bedrängnis bringen, die Zeichen stünden dann entgegen den Erwartungen erst einmal auf Abstiegskampf. Hoffnung macht den Hessen jedoch ihre Heimbilanz, in der sie punktgleich mit Dortmund (14) Dritter noch vor Bayern München sind. Nur in der Fremde fallen die Frankfurter mit ihren Leistungen aus dem Rahmen. Ihre Auswärtsbilanz mit drei Zählern aus sechs Begegnungen und Platz 17 in dieser Statistik entspricht der eines Abstiegskandidaten. Lediglich der Gesamtletzte und Aufsteiger Paderborn steht mit zwei Pünktchen noch schlechter da. Zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison hatten die Hessen auswärts 13 Zähler bei einem mehr ausgetragenen Spiel geholt – damals waren sie stolzer Dritter in der Auswärtstabelle.

          Nur Hinteregger ist torgefährlich

          Auch bei den Eintracht-Profis scheinen die Sinne jetzt geschärft zu sein. „Wir haben aktuell keinen guten Lauf in der Liga“, sagte Lucas Torro in einem Interview auf der Eintracht-Homepage. „Wir sind alle etwas traurig.“ Die eklatante Auswärtsschwäche soll ihn und seine Mitspieler aber nicht lähmen. „Nun müssen wir aufstehen und gegen Berlin ein gutes Spiel machen, um die Situation zu ändern“, fordert der Spanier. Schließlich wollten die Frankfurter „in der vorderen Tabellenhälfte stehen“. Doch ausgerechnet vorne, im Sturm, drückt der Eintracht auf dem Platz gewaltig der Schuh. In den drei zurückliegenden Begegnungen gegen Mainz, Wolfsburg (0:2) und Freiburg (0:1) brachten die Hessen nur einen Treffer zustande. Erzielt wurde dieser in Mainz zur 1:0-Führung durch den torgefährlichen Verteidiger Martin Hinteregger.

          Im Gegensatz dazu stehen die nominellen Angreifer bei der Eintracht momentan ziemlich im Abseits, was das Toreschießen angeht. Im Hinblick auf die fünf zuletzt gespielten Partien traf nur Goncalo Paciencia ein Mal – beim 5:1 zu Hause über Bayern München. Hinteregger hingegen war in diesem Zeitraum dreimal erfolgreich. Kein Wunder, dass der österreichische Nationalspieler (insgesamt vier Treffer) hinter dem portugiesischen Auswahlspieler Paciencia (6) der zweitbeste Frankfurter Schütze ist. Intern den dritten Rang mit drei Toren nimmt der niederländische Stürmer Bas Dost ein.

          Die Stürmer sind die Sorgenkinder der Eintracht. Der 25 Jahre alte Paciencia, der Dauerbrenner in der ersten Angriffsreihe, scheint zusehends unter seiner hohen Beanspruchung zu leiden. Dost wird bis zum Jahresende verletzt ausfallen, wie die Eintracht am Donnerstag mitteilte. Nachdem er zuletzt wegen muskulärer Probleme ausfiel, verwies die Eintracht am Donnerstag auf Leistenbeschwerden, die therapiert werden müssen. Und André Silva, der Dritte im Bunde im Kreis der arrivierten Kräfte, kämpft ebenfalls mit seiner Fitness. Bei ihm sind es offenbar Achillessehnenbeschwerden, die ihn nicht in die Gänge kommen lassen. Kurzum: Die Ausfallliste an vorderster Stelle ist bei der Eintracht zu lang, um dauerhaft richtig in Schuss zu kommen. Ihre fehlende Durchschlagskraft hat die Frankfurter zum Umdenken gezwungen. Im Liga-Alltag müssen sie sich sportlich wieder stabilisieren, bevor ihr Blick aufs Neue nach oben gehen kann. „Das bedeutet für uns alle eine Herausforderung, die wir gemeinsam angehen müssen“, sagt Torro über das Heimspiel gegen die Hertha.

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