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Eintracht Frankfurt : Teilausschluss der Fans gegen Schalke

Ein Grund für die Verurteilung: Eintracht-Anhänger zündeln beim Relegationsspiel gegen Nürnberg Bild: dpa

Moderate Strafe für die Frankfurter Eintracht: Das DFB-Sportgericht ahndet Verstöße der Fans mit einem Teilausschluss fürs Bundesligaauftaktspiel und einer Geldstrafe. Die Eintracht steht freilich weiter unter Bewährung.

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          Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Eintracht Frankfurt am Dienstag mit einem Teilausschluss der Zuschauer für das erste Saisonheimspiel gegen Schalke 04 belegt. Am 27. August muss der Fanblock 40 leer bleiben. Zuvor hatte der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz die am 21. Januar 2016 gegen die Eintracht verhängte Bewährungsstrafe widerrufen. Ein weiterer Zuschauer-Teilausschluss wurde nun auf Bewährung ausgesetzt. Diese läuft bis zum 31. Mai 2017.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          Außerdem muss die Eintracht eine Gesamtgeldstrafe in Höhe von 80.000 Euro zahlen, von der sie 30.000 Euro für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden kann. Das Urteil, das rechtskräftig ist, fällt milder als erwartet aus, wurde davor doch ein Teilausschluss bei bis zu vier Spielen und eine höhere finanzielle Bestrafung für möglich gehalten.

          „Vernünftiges Ergebnis“

          „Jedes Urteil ist hart“, sagte Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann. Es sei aber „zu einem vernünftigen, von Einsicht geprägten Ergebnis gekommen“. Ihm war wichtig, dass „keine neuen, erweiterten Kollektivstrafen“ ausgesprochen wurden. Des Weiteren sei der Eintracht „kein Verschulden zur Last gelegt“ worden.

          Neun Fälle von Verfehlungen von Teilen der Anhänger bei Spielen der Rückrunde der Vorsaison und den beiden Relegationsspielen gegen Nürnberg wurden verhandelt. Verurteilt wurde die Eintracht nach rund sechs Stunden schließlich für sieben Vorkommnisse. Beim Fehlverhalten der Fans ging es in erster Linie um die verbotene Verwendung von Pyrotechnik. „Ich halte dieses Urteil einerseits für erforderlich, andererseits für ausreichend und maßvoll“, sagte Lorenz. Er hielt den Hessen auch die Installierung eines „Vereinsgerichts“ zugute. „Das hat sicherlich Modellcharakter.“

          Nachdem etwa vier Stunden vergangen waren, hatten sich die Parteien in einem rund einstündigen informellen Gespräch angenähert. Es sei „Verständnis für die jeweiligen Argumente gewonnen“ worden, sagte Lorenz. Davor war es in der Verhandlung sehr kontrovers zugegangen. Auf allen Seiten wurden deutliche Worte gesprochen. „Manchmal wird ein bisschen härter gekämpft - das ist heute der Fall“, betonte Lorenz. Eintracht-Anwalt Christoph Schickhardt sagte: „Wir werden relativ hart angegriffen.“ Später meinte Lorenz dann: „Die Gewitterwolken zu Verhandlungsbeginn haben sich langsam verzogen.“

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