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Fußball-Bundesliga : Klandt und die Eintracht kommen sich nahe

  • -Aktualisiert am

Torwart Patric Klandt wechselt wohl zu Eintracht Frankfurt Bild: dpa

Beim FSV Frankfurt ist für Patric Klandt am Saisonende Schluss. Umziehen muss der Torwart wohl dennoch nicht. Es spricht viel für einen Wechsel zur Eintracht. Damit könnte sich für Klandt ein Traum erfüllen.

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          SC Paderborn. Das ist ein Fußball-Bundesligaverein, zu dem Patric Klandt als designierter Ersatztorhüter nicht wechseln würde. Denn da ist dem 31 Jahre alten Profi des Zweitligaklubs FSV Frankfurt der Anreiz nicht groß genug, ohne damit die Ostwestfalen abwerten zu wollen. Die Frankfurter Eintracht hingegen stellt ein anderes Kaliber für Klandt dar. Nicht nur, weil der gebürtige Frankfurter zu seiner Jugendliebe zurückkehren würde. Im reifen Sportleralter würde er sich endlich seinen Traum von der Bundesliga erfüllen.

          Bei der Eintracht könnte sich Klandt die Rolle des geduldigen zweiten Mannes hinter Stammtorhüter Kevin Trapp gut vorstellen. Nun spricht einiges dafür, dass es so kommen wird. Er wisse, dass Sportdirektor Bruno Hübner „mit Klandt im Gespräch ist“, sagte der Eintracht-Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen am Sonntag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Aber es ist noch nichts unterschriftsreif.“ Nach Angaben von Bruchhagen spricht Hübner „mit mehreren Torhütern“. Klandt würde keine Ablösesumme kosten.

          „Es ist noch nichts perfekt“, sagte auch Bernd Reisig, der Berater von Klandt. „Patric hat noch nirgendwo einen Vertrag unterschrieben.“ Ob es Gespräche mit der Eintracht gegeben habe, dazu wollte sich Reisig nicht äußern. Doch schon am Tag davor, am Rande des Bornheimer Heimspiels gegen Greuther Fürth (1:1), wähnten sich viele FSV-Verantwortliche gut informiert: So berichteten sie bereits vom großen Interesse der Eintracht und dem bevorstehenden Wechsel ihrer langjährigen Nummer eins.

          Mit dem FSV hatte Klandt nach über sieben Jahren Vereinszugehörigkeit keine Einigung über eine Vertragsverlängerung erzielen können. Es traten Meinungsverschiedenheiten über den Inhalt der Verhandlungen offen zutage. Die FSV-Geschäftsführung und Reisig machten sich gegenseitig Vorwürfe. Reisig ordnete die Bornheimer Offerte als nicht angemessen für den hohen Stellenwert seines Klienten beim FSV ein. Sportchef Uwe Stöver und Finanzchef Clemens Krüger stritten das im Gegenzug vehement ab. Der Weggang von Klandt ist das Ergebnis der kontroversen Ansichten.

          Patric Klandt soll Felix Wiedwald ersetzen

          Mit einem Grinsen reagierte Klandt auf die Frage, ob er über diese Saison hinaus in Frankfurt bleiben werde. Nur eben mit einem sicher besser bezahlten Engagement eine Klasse höher. „Dazu kann ich nichts sagen.“ Das war sein Kommentar im Anschluss an das Unentschieden gegen Fürth. Klandt und Hübner kennen sich. Als derjenige, der sportlich das Sagen hatte, holte Hübner den Torwart 2004 von der zweiten Vereinsmannschaft der Eintracht zum damaligen Regionalligaverein SV Wehen. Bei den Frankfurtern würde Klandt an die Stelle von Felix Wiedwald treten. „Wir wissen, dass dieser geht“, sagte Bruchhagen. Wahrscheinlich zum Ligarivalen Werder Bremen.

          Mit Klandt, an dem auch der 1. FC Nürnberg sein Interesse bekundet haben soll, würden sich die Frankfurter keinen Störfaktor holen. Bei allem Ehrgeiz wäre der gelernte Kfz-Mechaniker bereit, die Realität anzuerkennen. Er würde sich darauf konzentrieren, ein guter Vertreter von Trapp zu sein, falls sich dieser verletzten sollte oder er gesperrt sein würde. Der Rivale von Klandt um die Nummer zwei wäre der 20 Jahre alte Aserbaidschaner Emil Balayev. Schon aufgrund seiner Heimatverbundenheit möchte Klandt eigentlich nicht aus Frankfurt weggehen. An dessen Stelle beim FSV könnten der Sandhausener Torwart Manuel Riemann oder der Aalener Torhüter Daniel Bernhardt treten. Beide sind in den Fokus des FSV gerückt.

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