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0:1 gegen Wolfsburg : Frankfurt verliert bei Boatengs Startelf-Debüt

Frankfurts Kevin-Prince Boateng liegt nach der Attacke eines Gegenspielers am Boden. Bild: dpa

Eintracht Frankfurt verpatzt die Startelf-Premiere seines neuen Stars Kevin-Prince Boateng völlig. Dabei hat es gegen Wolfsburg nicht mal an den nötigen Chancen gefehlt. Auch der Videobeweis hat seinen Auftritt.

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          Keine Mannschaft hat zuletzt länger zittern müssen als der VfL Wolfsburg. Erst im Nachsitzen sicherten sich die Niedersachsen im Mai in zwei Relegationsspielen ihren Platz im Kreis der 18 Bundesligavereine. Die Hoffnung des stets ambitionierten VW-Werksklubs, dass es in dieser Saison auf Anhieb besser laufen wird, nahm am Samstag zu. Durch das 1:0 in Frankfurt gewann das Team von Trainer Andries Jonker die Prüfung des zweiten Spieltags – nach der Auftaktniederlage gegen Dortmund wurde der drohende Fehlstart damit abgewendet, während die Eintracht weiter sieglos bleibt.

          Niko Kovac, der Trainer der Hessen, ließ an seiner Startaufstellung erkennen, wie er den Nachmittag eigentlich erfolgreich zu gestalten dachte: Er wählte eine bewusst offensive Ausrichtung, mit Sébastien Haller im Zentrum und Kevin-Prince Boateng als hängende Spitze dahinter. Für den bei seiner Heimpremiere im Eintracht-Trikot mit Jubel empfangenen Neuzugang war es sein 100. Bundesligaspiel, in dem er allerdings nur schwer in Tritt kam und in mehreren Szenen zeigte, dass seine Eingewöhnungsphase noch nicht abgeschlossen ist. Mitte der zweiten Halbzeit, als Kovac taktisch umstellte und mit Branimir Hrgota einen weiteren Angreifer brachte, rückte Boateng auf den Sechser-Posten. Das lag ihm besser.

          Haller vergab nach 27 Sekunden die erste Chance, die Eintracht in Führung zu schießen. Es folgte bis zur Pause ein halbes Dutzend weiterer Gelegenheiten, die Mijat Gacinovic (20., 40., 45.), Haller (21., 41.) sowie Jonathan de Guzman (44.) aber nicht nutzten. Als Boateng im Strafraum zu Fall kam, sah es kurz so aus, als würde der Eintracht ein Strafstoß zugesprochen, doch nach Rücksprache mit dem Videoassistenten nahm Referee Benjamin Cortus die Entscheidung korrekterweise zurück (28.). Der VfL, der vor allem bei Kontern Akzente setzte, ging clever zu Werke: Ein Vorstoß über die linke Seite der Frankfurter, auf der Jetro Willems und Simon Falette nur ungenügend harmonierten, schloss Daniel Didavi so zielstrebig ab, dass Torhüter Lukas Hradecky den Ball nicht parieren konnte (22.). Im zweiten Abschnitt war bei Kovacs Spielern das Bemühen zu erkennen, mit mehr Ruhe am Ball die Kontrolle über das Geschehen übernehmen zu wollen. Aber auch de Guzman scheiterte aus acht Metern (54.), und danach verteidigte der VfL sein Revier durchweg geschickt.

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