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Eintracht unterliegt Hoffenheim : „Wir schenken zu einfach die Tore her“

Rafael Borré (rechts) traf zwar für die Eintracht, die Frankfurter verloren aber. Bild: AFP

Sechs Siege in Serie gab es für Frankfurt in Duellen mit Hoffenheim. Nun reißt die Serie trotz einer Führung. Die Eintracht macht sich danach auf die Suche nach Fehlern – und wird schnell fündig.

          4 Min.

          Die fast schon unglaublich anmutende Erfolgsserie ist gerissen. Nach sechs Bundesligasiegen in Serie über diesen Gegner musste sich die Eintracht erstmals nach langer Zeit wieder der TSG Hoffenheim geschlagen geben. Am Ende einer unterhaltsamen, kurzweiligen und auf gutem Niveau stehenden Partie hieß es aus Sicht der Frankfurter 2:3. Bei der knappen Niederlage in der Sinsheimer Arena waren maximal 750 Zuschauer zugelassen – faktisch aber waren es viel weniger, die live dabei waren und ein Duell zweier Mannschaften zu sehen bekamen, die zu Recht seit Wochen mit positiven Auftritten auf sich aufmerksam gemacht haben.

          Bundesliga
          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Die Eintracht, die früh durch Rafael Borré in Führung gegangen war, schaffte es nicht, sich der heftigen Gegenwehr der spielgefälligen Hoffenheimer zu erwehren, die aus dem zwischenzeitlichen 0:1 ein 3:1 machten, ehe Goncalo Paciencia mit dem zweiten Frankfurter Tor Hoffnung bei der Eintracht aufkommen ließ. Diesmal aber glückte es der Mannschaft von Trainer Oliver Glasner nicht mehr, in den letzten Minuten der in Sinsheim anberaumten vierminütigen Nachspielzeit zumindest noch zum Ausgleich zu kommen.

          Tabellarisch hat sich für die Eintracht trotz der Niederlage nicht sonderlich viel verändert – sie ist marginal von Platz zwölf auf 13 abgerutscht. Den Grund für das 2:3 hatte Oliver Glasner schnell ausgemacht. Für den Eintracht-Trainer war es „inkonsequentes Defensivverhalten – nicht nur der Abwehr, sondern der gesamten Mannschaft“, wie er im Presseraum der Sinsheimer Arena sagte. „Wir schenken zu einfach die Tore her“, beklagte Glasner nach einem „Spiel auf Augenhöhe. Daraus müssen wir jetzt die richtigen Schlüsse ziehen.“

          Drittes Saisontor für Borré

          Weil es keine Veranlassung gab, an der zuletzt siegreichen Formation etwas zu verändern, vertraute Glasner auch auf schwierigem Sinsheimer Terrain seiner eingespielten Startelf. Bei starkem Dauerregen, der sich die komplette erste Halbzeit über der Arena der TSG Hoffenheim ergoss, war es von Beginn an die Eintracht, die zunächst mehr Spielvorteile besaß. In der fünften Minute war es Daichi Kamada, der erstmals vor dem Tor von Oliver Baumann auftauchte. Nach einer Viertelstunde erhielt die Eintracht den Lohn für ihre Bemühungen: Sie ging 1:0 in Führung.

          Ausgangspunkt war eine schnell ausgeführte Ecke von Jesper Lindström, der den Ball sofort von Filip Kostic zurückgespielt bekam, sich in Richtung Strafraumeck vorarbeitete und in die Höhe des Fünfmeterraums flankte. Dort stand Borré, der der Flugbahn des Balles mit dem Kopf den entscheidenden Kick gab und gekonnt vollendete. Für den Kolumbianer war es das dritte Saisontor, für die Eintracht eine Bestätigung ihres vor Wochen eingeschlagenen Erfolgskurses. Sollte der Treffer tatsächlich die Basis für den schon siebten Bundesligasieg in Serie über die TSG sein?

          Die Freude über die Führung hielt nicht lange an. Die gleichfalls in den vergangenen Wochen von Sieg zu Sieg eilenden Hoffenheimer kamen mit ihrer ersten nennenswerten Aktion prompt zum Ausgleich. Schütze des mit Abstand schönsten Tores an diesem Samstag im Kraichgau war Dennis Geiger. Bestens in Szene gesetzt nahm er aus 20 Metern Maß und ließ Eintracht-Keeper Kevin Trapp mit einem wunderbaren Schuss in den linken Torwinkel keine Abwehrchance (24.).

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