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Vertrag über Stadionmiete : Eintracht und Stadt unterschreiben endlich

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15 Jahre Hauptmieter: Die Eintracht einigt sich mit der Stadt. Bild: dpa

Nach harten Verhandlungen ist es soweit: Stadt und Eintracht Frankfurt einigen sich über die Höhe der Miete für die Fußball-Arena. Der Vertrag ist für 15 Jahre gültig.

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          Wenige Stunden vor seinem Inkrafttreten ist der Vertrag über die Nutzung der Fußball-Arena zwischen der Frankfurter Eintracht und der Stadt Frankfurt unterzeichnet worden. Damit ist vom 1. Juli 2020 an die Eintracht für die Dauer der nächsten 15 Jahre Hauptmieter der Arena, die zukünftig den Namen „Deutsche Bank Park“ trägt. Sie wird bis zum Beginn der Saison 2023/24 auf eine Gesamtkapazität von rund 60.000 Plätzen ausgebaut.

          Peter Heß
          Sportredakteur.

          Obwohl sich die Vertragspartner schon am 31.10. 2019 grundsätzlich in einem sogenannten Letter of intent über die wichtigsten Vertragspunkte einig geworden waren, dauerte es bis zum Dienstagnachmittag, dass der Kontrakt ratifiziert wurde. In den Kommentaren der beiden Parteien wird die Härte der Verhandlungen angedeutet.

          „Die harten aber immer konstruktiven Verhandlungen mit der Stadt sind natürlich durch die pandemischen Entwicklungen der letzten Monate beeinflusst worden. Wir haben jetzt eine für beide Seiten tragfähige Lösung gefunden, die den komplexen Auswirkungen einer solchen Ausnahmekrise jetzt und für die Zukunft Rechnung trägt,“ sagt Vorstandsmitglied Axel Hellmann. Stadtrat Markus Frank, der als Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Stadion-Gesellschaft (SSF) die Verhandlungen maßgeblich geführt hat, kommentierte: „In wirklich intensiven Gesprächen ist es gelungen, ein gutes Fundament für die künftige Zusammenarbeit der städtischen Sportpark Stadion GmbH mit Eintracht Frankfurt zu schaffen. Gerade der vertrauensvolle Umgang in den, natürlich auch durch die Krise geprägten vergangenen Monate, lässt uns positiv in die Zukunft blicken und gibt uns Planungssicherheit für die nächsten 15 Jahre“.

          Hintergrund der Diskrepanzen: Durch die Corona-Pandemie, der die Stadt Frankfurt durch Hygiene-Maßnahmen wie ein eingeschränktes Versammlungsrecht begegnet, kann die Eintracht derzeit bei Veranstaltungen nicht die Einnahmen erzielen, um die ursprünglich ausgehandelte Miete zu stemmen. Die anderen wesentlichen Punkte wie Verteilung der Kosten des Stadionumbaus sowie der Betrieb und die Gestaltung des Stadions waren lange geklärt – auch, dass sich die Namensrechte, die zuvor 15 Jahre lang bei der Commerzbank lagen, nicht mehr nur auf die Arena beziehen, sondern auch auf das gesamte Gelände mit dem in Bau befindlichen Proficamp. Der Klub gründete für den Betrieb des Stadions eine Tochtergesellschaft, die Eintracht Frankfurt Stadion GmbH, deren Geschäftsführer Julien Zamberk und Patrik Meyer sind.

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