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Eintracht in Europa League : „Mit den Fans eine coole Europa-Nacht feiern“

Anführer: Kapitän Rode freut sich über den Sieg in Freiburg und ist auch für Antwerpen zuversichtlich. Bild: Huebner

Die Frankfurter überwintern in der Europa League. Im Duell mit dem Tabellenletzten aus Antwerpen geht es trotzdem noch um einiges. Ob aber wirklich alle Fans kommen, die kommen dürfen, ist unklar.

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          Siege machen selbstbewusst. Dreimal in Folge durften Oliver Glasner und seine Spieler das Gefühl vollkommener Erfolgserlebnisse auskosten. Der Lohn: Der Abstand zu den Abstiegsplätzen in der Fußballbundesliga ist nach den Siegen in Fürth und Freiburg größer geworden – und der Sprung direkt in das Achtelfinale der Europa League ist nach dem Auswärtserfolg in Piräus zum Greifen nah. An diesem Donnerstag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League, bei RTL und RTL+)soll er perfekt gemacht werden. „Gemeinsam mit unseren Fans wollen wir eine coole Europa-Nacht feiern“, sagte Glasner gut 30 Stunden vor dem Anpfiff des letzten Heimspiels in der Gruppenphase gegen Royal Antwerpen.

          Europa League
          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Gemeinsam mit Kapitän Sebastian Rode an seiner Seite präsentierte sich der Eintracht-Trainer am Mittwoch bestens gelaunt. Auch der Ausfall seines Landsmanns Martin Hinteregger vermochte die gute Stimmung des Österreichers nicht zu trüben. Hinteregger, der noch immer über eine Prellung am Fuß klagt, musste schon im Liga-Alltag beim 2:0 in Freiburg pausieren. Den Part des freien Mannes in der Frankfurter Abwehr dürfte ein weiteres Mal der spielintelligente Makoto Hasebe übernehmen.

          Weil die Eintracht mit zehn Punkten aus vier Spielen die Vorrundengruppe D souverän vor Olympiakos Piräus (6) und Fenerbahce Istanbul (5) anführt, geht sie als Favorit in die Partie mit dem Letzten. Die Belgier haben bisher erst einmal unentschieden gespielt; der erste Vergleich mit der Eintracht ging 0:1 verloren. Torschütze damals in Belgien war Gonçalo Paciência. Der Portugiese steht nach einer Verletzungspause wieder im Kader und ist möglicherweise sogar eine Option für einen Platz in der Startelf.

          „Bei uns ist es immer eine Wundertüte“

          Der Plan der Frankfurter für Royal steht: „Wir wollen das Spiel gewinnen und auf Position eins überwintern“, sagte Glasner. Sollte dies gelingen, kann die Eintracht weder von den Griechen noch von den Türken abgefangen werden. Ein voller Erfolg und der damit verbundene Gruppensieg wäre gleichbedeutend mit einer Sonderprämie von 1,1 Millionen Euro plus einen Bonus von 1,2 Millionen Euro für die Achtelfinalteilnahme. Zudem hätte Glasner im kommenden Frühjahr mehr Zeit zum Trainieren, denn das Achtelfinale wird erst am 10. und 17. März ausgespielt.

          Kapitän Rode ließ am Mittwoch auf dem Pressepodium in den Katakomben der Frankfurter Arena keine Zweifel an der Bedeutung des letzten Gruppenheimspiels aufkommen. „Die Freude ist immer immens groß, international dabei zu sein. Wir wollen den Gruppensieg klarmachen. Alle von uns sind heiß darauf.“

          Eintracht-Trainer Glasner warnte davor, den abgeschlagenen Gruppenletzten zu unterschätzen. „Das Ergebnis können wir nicht vorher drucken“, sagte der Fußballlehrer. „Davor warne ich.“ Gleichwohl stellte Glasner aber auch die Vorteile der jüngsten Erfolgsserie heraus. „Vieles geht jetzt leichter vom Fuß. Die Spieler müssen nicht mehr so viel nachdenken.“

          Eine Garantie für den Fortbestand dieser positiven Erlebnisse ist dies natürlich nicht, denn Kapitän Rode erinnerte an die finalen Schlussmomente, in denen es der Eintracht oft gelang, Spielen den entscheidenden Kick zu geben. „Bei uns ist es immer eine Wundertüte“, sagte der 31 Jahre alte Mittelfeldmann. „Es kostet alle Kraft, um bis zum Ende alles zu geben.“

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          Hatte Eintracht-Trainer Glasner in manch zurückliegendem Spiel noch die Leichtigkeit bei dem einen oder anderen Profi vermisst, so schreibt er dem jüngsten Bundesligasieg im neuen Freiburger Stadion durchaus Initialcharakter zu. „Wir haben dort Selbstvertrauen gewonnen“, sagte der Coach, der davon überzeugt ist: „Wir sind in einer guten Verfassung. Wir alle wollen den Abend genießen.“

          Fraglich nur, ob auch wirklich alle kommen, die kommen dürfen. Schon vor Wochen hatte das Frankfurter Gesundheitsamt dem Antrag der Eintracht, insgesamt 40.000 Zuschauer zuzulassen, stattgeben – wie übrigens auch für die nachfolgende Bundesligabegegnung am Sonntag gegen Union Berlin. 40.000 Besucher in sich weiter verschärfenden pandemischen Zeiten? Von der Eintracht ist zu hören, dass es 30.000 sein könnten. Bereit für eine „coole Europa-Nacht“, so wie es sich Glasner mit seiner Mannschaft wünscht.

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