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Eintracht vor Bielefeld-Spiel : Trapp im Tor – und wer davor?

Die Nummer 1 der Eintracht: Torwart Kevin Trapp Bild: Huebner

Oliver Glasner kann gegen Bielefeld nach einer Corona-Infektion wieder auf Kevin Trapp zurückgreifen. Ob in der Dreierkette Hasebe oder Hinteregger spielt, entscheidet der Trainer aus dem Bauch.

          3 Min.

          Die Absprache ist eindeutig. „Diant kehrt zurück ins zweite Glied, wenn Kevin wieder da ist.“ Kevin Trapp ist wieder da – freigetestet und genesen von kaum merkbaren Corona-Symptomen, die verhindert hatten, dass der Torwart der Eintracht am Sonntag in Augsburg spielen konnte. An diesem Freitag, wenn sich Arminia Bielefeld (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei DAZN) an in der Frankfurter Arena vorstellt, wird Trapp das tun, was er normalerweise immer macht: im Tor der Eintracht stehen. Am Mittwoch, sagte sein Trainer Oliver Glasner, habe Trapp wieder im Mannschaftstraining mitgemischt, nachdem er sich schon tags zuvor individuell auf seine Rückkehr vorbereitet hatte.

          Bundesliga
          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Trapp für Ramaj – das ist keine Überraschung. Und eine Überraschung wäre es auch nicht, wenn Glasner den gleichfalls wegen Corona verhinderten Filip Kostic wieder aufbieten könnte. Am Mittwoch gab es vom österreichischen Fußballlehrer noch keine konkreten Signale, ob der flinke Serbe wieder auf links wirbeln und sein „Gesamtpackage“ anbieten kann, wie Glasner die Melange aus „scharfen Hereingaben und Tempoläufen“ nannte. „Eins zu eins ist Filip nicht zu ersetzen“, sagte der Eintracht-Coach, der aber gleichzeitig dem in Augsburg als Kostic-Ersatz aufgebotenen Timothy Chandler ein Kompliment machte. „Timmy hat es sehr ordentlich gemacht.“

          Gegen die unbequeme Arminia, die sich Woche für Woche mit anderen Mitbewerbern einen harten Kampf um den Klassenverbleib liefert, rechnet Glasner wie sonst auch mit robuster Gegenwehr. „Bielefeld ist eine gefährliche Mannschaft, die schnell nach vorne spielt. Sie hat Speed auf den Halbpositionen.“ Das Angebot der Eintracht: eine gefestigte Defensive, in der wahlweise Makoto Hasebe oder Martin Hinteregger den Part des zentralen Mannes in der Dreierabwehrkette übernehmen.

          Zuletzt war es der Japaner, den Glasner für die Startelf nominierte. Doch das muss nicht immer so sein. Gegen Fabian Klos, den immer noch besten und wuchtigsten Arminia-Angreifer, ist auch vorstellbar, dass sich ihm der Österreicher Hinteregger in den Weg stellt. „Ich spreche stets vorher mit beiden Spielern“, sagte Glasner. „Und dann sind es ein bisschen auch Bauchentscheidungen.“

          Für die Nacht auf Platz fünf

          Keine zwei Meinungen gibt es für den Frankfurter Trainer bei der Wahl seiner Offensivkräfte. Neben Daichi Kamada und Rafael Borré hat sich auch Jesper Lindström einen Stammplatz erkämpft. Dass der Däne beim 1:1 in Augsburg kurz vor Ende der regulären Spielzeit die große Chance zum Siegtreffer verstreichen ließ, nahm ihm Glasner keineswegs übel. „Ich habe am Montag mit ihm gesprochen und ihm gesagt: Lass dich nicht verrückt machen. Es war eine tolle Aktion und ein super Laufweg.“ Glasner sah rückblickend das Positive in der verpassten Gelegenheit. „Für mich war es schön anzusehen, dass wir zu solch klaren Torchancen kommen und sie kreieren.“

          Gegen die Arminia muss ein Sieg her. Glasner hat am Mittwoch das erneuert, was er schon vor der Reise nach Augsburg gesagt hatte: „Wir wollen gewinnen.“ Schon im ersten Spiel des neuen Jahres war ein Sieg zum Greifen nah. Doch aus dem zwischenzeitlichen 2:0 wurde doch noch ein 2:3 gegen Dortmund. Auch beim FCA lag die Eintracht vorn, um sich dann später mit einem Remis zu begnügen. Mit einem vollen Erfolg gegen die Arminia könnte die Glasner-Elf zumindest für eine Nacht auf Platz fünf klettern. Egal, wie es letztlich ausgeht: Christopher Lenz und Jens Petter Hauge werden nicht dabei sein. Beide sind nach längerer Pause zwar wieder in das Mannschaftstraining zurückgekehrt. Eine Option aber sind sie laut Glasner noch nicht. „Das Spiel kommt für sie noch zu früh.“

          Schon länger steht fest, dass es für einen wechselwilligen Profi überhaupt keine Einsätze mehr im Eintracht-Dress geben wird. Nach Monaten des Verhandelns herrscht jetzt endlich Gewissheit, dass sich der schon immer reif für die Wüste fühlende Amin Younes verabschiedet. Sein neuer Arbeitgeber, aller Voraussicht Al-Ettifaq aus Saudi-Arabien, dürfte die Dienste des kleinen Dribblers mit reichlich Petro-Dollars versüßen. Die Eintracht hat das ursprünglich bis zum Saisonende laufende Ausleihgeschäft mit der SSC Neapel vorzeitig aufgelöst. Der 28 Jahre alte Younes war seit September vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt. Im Interview mit der F.A.Z. hatte er noch vollmundig behauptet: „Ich habe hier in Frankfurt meinen Hafen gefunden.“

          Es sind andere, die in Frankfurt sesshaft geworden sind. Zum Beispiel Torwart-Rückkehrer Trapp. Am Freitag will er vor 1000 zugelassenen Zuschauern seinen Beitrag zum wirklich ersten Sieg des Jahres leisten.

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