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Eintracht-Coach Glasner : Noch einmal Engagement sehen

Hier geht’s lang: Oliver Glasner gibt die letzten Anweisungen im Jahr 2022. Bild: Imago

Coach Glasner tritt mit der Eintracht die letzte Reise für dieses Jahr an. Die Frankfurter fliegen zum Testspiel nach Bergamo. Danach will Glasner 2022 am Strand Revue passieren lassen.

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          Vormittags hin, abends zurück: Die Eintracht macht ein letztes Mal Druck in diesem Jahr. An diesem Freitag wird sich die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner fliegend auf den Weg nach Bergamo machen, wo der Test gegen Atalanta ansteht, mit dem der Frankfurter Verein eine langjährige Fanfreundschaft verbindet. Nicht alle Mann werden auf dem Rückflug wieder an Bord sein. Luca Pellegrini darf in der Heimat bleiben.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Am 3. Januar ist Dienstantritt für den Linksverteidiger und den Rest des Europa-League-Siegers – mit ein, zwei Ausnahmen. Da nun auch offiziell feststeht, dass die Eintracht vom 4. bis 14. Januar ins Trainingslager nach Dubai fliegt, braucht Daichi Kamada diese Reise nicht von Frankfurt aus anzutreten. Der Japaner, im Achtelfinale bei der Wüsten-WM in Qatar mit seinen Landsleuten an Kroatien gescheitert, kommt direkt aus der Heimat ins Emirat geflogen.

          Und falls noch einer der beiden bei der WM engagierten Eintracht-Profis Weltmeister werden sollte, wäre Trainer Glasner zu Zugeständnissen bereit. In Frage kommen dafür nur noch der Franzose Randal Kolo Muani und der Kroate Kristijan Jakic. Die anderen fünf Eintracht-Spieler, die in Qatar dabei gewesen sind, haben sich schon aus dem Turnier verabschiedet.

          Bundesliga

          Als vorerst Letzter Djibril Sow, der mit der Schweiz beim 1:6 gegen Portugal ein Waterloo erlebt hat. „Vielleicht gibt es eine weihnachtliche Amnestie“, sagte der Eintracht-Coach mit einem Augenzwinkern am Mittwoch. Ein frischer Weltmeister in den Reihen der Eintracht müsste demnach gleichfalls erst am 4. Januar im Trainingscamp zur Mannschaft stoßen. Probleme mit der Ortswahl Dubai sieht Glasner nicht. „Eine Million Deutsche fliegen jedes Jahr nach Dubai. Wir sind nicht in der Position, um uns rechtfertigen zu müssen. Das ist nicht die Aufgabe von Eintracht Frankfurt.“

          Am Mittwoch standen Glasner 13 Feldspieler zur Verfügung. Faride Alidou fiel krankheitsbedingt aus, Sebastian Rode und Timothy Chandler waren abermals auf ihrem Trainerlehrgang engagiert, ebenso Ersatztorhüter Jens Grahl. Chandler soll beim Test in Bergamo aktiv dabei sein. Auch Alidou, so er denn wieder genesen ist, soll Spielzeit bekommen.

          Glasner „will Engagement sehen“

          Wie schon gegen den SV Sandhausen will Glasner auch gegen die Italiener einigen seiner Spielern viel Einsatzzeit geben. Rafael Borré und Lucas Alario können mit Vollbeschäftigung rechnen. Auch ein, zwei Talente aus der U 19 oder U 21 will Glasner fördern und fordern. „Eine halbe Stunde gegen Atalanta ist für sie mehr wert als das 16. Spiel in der Hessenliga, denn es geht ja um die Entwicklung des Spielers.“

          Bundesliga

          Glasner will seine Mannschaft ein letztes Mal im Erfolgsjahr 2022 in einer guten Verfassung sehen. „Ich will Engagement sehen. Die Jungs sollen Lösungen finden, um in die Tiefe zu kommen.“ Glasners Wünsche für 2023 sind fest umrissen. „Alle Spieler sollen gesund und fit wiederkommen und es auch bleiben. Alles andere liegt in unserer Hand.“ Der Eintracht-Trainer weiß um die „sehr gute Ausgangsposition in allen drei Wettbewerben. Auf uns warten viele sportliche Herausforderungen, darunter ein tolles Pokalderby in Darmstadt. Ich wünsche mir, dass die Jungs wie bisher mitziehen.“

          Glasner selbst war am Mittwoch auf vielen Plätzen im Einsatz. Kümmerte er sich noch am Vormittag um die Ausbildung seiner Spieler, so sah man ihn am Nachmittag in einer ganz anderen Rolle. Beim traditionellen Gänseessen für Obdachlose kellnerte der Österreicher. „Das mache ich sehr gerne.“ Mit Freude war er auch abends wieder im Stadion dabei, als auf der Vernissage „In diesem Jahr“ im Foyer des Business-Bereichs in der Arena emotionale Bilder rund um den Triumph von Sevilla gezeigt wurden.

          „Ich werde das Jahr in der Liege am Strand ein bisschen Revue passieren lassen“, sagte Glasner. „Bisher hatten wir viel zu wenig Zeit, das alles auszukosten.“ Freuen kann sich Glasner auch, dass WM-Fahrer Sow am 3. Januar dabei sein wird. „Ich habe Djibril zu einem außergewöhnlichen Jahr gratuliert. Er ist fixer Bestandteil auch der Nationalmannschaft.“

          Sow, wieder einmal und immer noch heftig umworben von finanzkräftigen englischen Premier League-Klubs, schrieb dem Eintracht-Trainer: „Ja, ich komme – und dann werden wir mit Eintracht Frankfurt die nächsten Erfolge feiern.“ Ein vorzeitiger Abschied im Winter ist also kein Thema für den Schweizer.

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