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Eintracht Frankfurt : Neustart im Trüben

Seinem guten Einstand folgte in der vergangenen Runde ein Leistungseinbruch, so dass er von Veh zeitweise aus dem Kader gestrichen wurde. Sein Verkauf im Sommer war intern ausgemachte Sache, doch die Vielzahl der Abgänge ließ Hübner umdenken. Inui bekommt also eine weitere Gelegenheit, sich bis zum Pflichtspielstart am 16. August im Pokal bei Viktoria Berlin noch einmal zu beweisen.

Gleiches hat auch Jan Rosenthal vor. Auch für ihn lief es zuletzt überhaupt nicht wunschgemäß, viele seiner Kurzzeitauftritte verliefen rätselhaft. Der ehemalige deutsche U-21-Nationalspieler, der wegen seiner vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten in der Offensive verpflichtet wurde, blieb regelmäßig unter seinen Möglichkeiten, die er zuvor beim SC Freiburg und bei Hannover 96 demonstriert hatte, wirkte fahrig in seinen Aktionen und unerwartet fehlerhaft. Seine Schwierigkeiten begründete der Hobbymaler im Rückblick auch mit seinem gestörten Vertrauensverhältnis zum ehemaligen Trainer: „Am Ende war es eine persönliche Sache zwischen Veh und mir“, sagte er der „Bild“-Zeitung.

Aber auch an Selbstkritik mangelte es ihm nicht: „Mir hat einfach die Konstanz gefehlt.“ Daran will er nun arbeiten, denn für ihn sei „ein Scheitern immer auch ein Wachsen“. Ob es für den schnellen und ausdauernden Offensivspieler zur neuen Blüte führt, wird sich schon in der fünfwöchigen Vorbereitung andeuten.

Die neuen Gesichter

Nicht nur Bastian Oczipka reagierte verwundert. Der Linksverteidiger hat im Januar seinen 25. Geburtstag gefeiert. Beim Trainingsauftakt in dieser Woche war er damit „einer der ältesten Spieler“, wie er anmerkte: „Ein komisches Gefühl.“ Doch das Aufgebot der Eintracht werde sich demnächst, so seine Mutmaßung, „ganz sicher“ noch um den „ein oder anderen“ erfahrenen Profi ergänzt. Alles andere wäre Harakiri.

Das Auftauchen von Yannick Zummack als drittem Torhüter, Niclas Mohr, Loris Weiss, Enis Bunjaki und Ilias Azouaghi beim ersten Training am Freitag sorgte unter den Zaungästen jedenfalls für reichlich Überraschung: Statt prominenter Namen, wie sie andernorts beim Saisonaufgalopp präsentiert wurden, stellte sich die Eintracht mit einem Quintett von Jugendspielern aus der eigenen U 19 vor.

Die Rolle der Teenager im ersten Trainingslager auf Norderney ist klar umrissen: Sie sind fürs Erste Lückenbüßer, die Schaaf aus Mangel an Alternativen mitnimmt, um zwei vollzählige Teams gegeneinander spielen lassen zu können. Er kündigte an, die Jugend grundsätzlich stärker fördern zu wollen - wenn es die Ausgangslage im Punktspielalltag zulasse.

Die unbekannten Gesichter, da legte sich der 53-Jährige nach den ersten Eindrücken fest, „werden bei mir öfter dabei sein“, nur „eine feste Quote wird es nicht geben“. Unter Veh besaß die Jugendförderung nicht den höchsten Stellenwert. Auch die tabellarische Notlage ließ ihm wenig Freiraum, dem Nachwuchs unter Ernstfallbedingungen nennenswert Vertrauen zu schenken.

Marc Stendera brachte es so nach seiner Kreuzbandverletzung auf fünf Einsätze, Marc-Oliver Kempf auf drei, Sonny Kittel nach seinem komplizierten chirurgischen Eingriff am Knie nur auf einen. Es kann nur besser werden.

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