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2:1 gegen Düsseldorf : Rebic geht, Dost trifft, Silva kommt

Direkt zugeschlagen: Bas Dost erzielt den Ausgleich gegen Düsseldorf. Bild: dpa

Erstes Spiel im neuen Trikot, erstes Tor, erster Sieg: Für Bas Dost läuft es hervorragend zum Auftakt bei Eintracht Frankfurt. Das gelungene Debüt lässt die Eintracht den bevorstehenden Abgang von Ante Rebic leichter verkraften. Am Montag soll ein Portugiese kommen.

          Am Sonntag ist es noch einmal Schlag auf Schlag gegangen. Schon bevor sich die Eintracht anschickte, am Abend Fortuna Düsseldorf am dritten Bundesliga-Spieltag nach hartem Kampf 2:1 zu besiegen, drehte sich fast alles nur um die Personalie Ante Rebic. Einen Tag vor der Schließung des sommerlichen Transferfensters wollte der stürmische Kroate seinen Wunsch nach einem Italien-Wechsel erfüllt haben. Und genau eine Stunde vor dem Anpfiff der Partie, die sich später 49.800 Zuschauer in der abermals stimmungsvollen Frankfurter Arena anschauten, twitterte die Eintracht: „Ante Rebic steht auf eigenen Wunsch hin nicht im Kader.“

          Ob er noch in Frankfurt sei oder schon in seinem neuen sportlichen Sehnsuchtsland Italien, konnte oder wollte die Eintracht zu diesem Zeitpunkt weder bestätigen noch dementieren. Ein paar Stunden später wurde es dann aber zur Gewissheit: Rebic zieht es zum AC Mailand.

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          Der am 21. September 26 Jahre alt werdende Rebic, der sich vor eineinhalb Jahren mit seinen beiden Toren beim 3:1-Pokalsieg gegen Bayern München Heldenstatus bei den Frankfurter Fans erworben hatte, geht also zurück über den Brenner nach Italien, wo er zuvor schon für den AC Florenz am Ball gewesen war. Von dort aus war Rebic an RB Leipzig, Hellas Verona – und danach eben seit Sommer 2016 an die Eintracht ausgeliehen, die sich letztlich die vertraglichen Rechte an dem bulligen Stürmer sicherte und ihn später bis einschließlich 30. Juni 2022 an sich band.

          Silva kommt aus Mailand

          Fix wurde Rebics Weggang, als Fredi Bobic ihn nach Spielschluss bestätigte. „Ante ist weg“, sagte der Sportvorstand der Eintracht. Er geht im Rahmen eines zweijährigen Leihgeschäfts zum AC Mailand.“ Just vom selben Klub kommt nämlich auch der schnelle Ersatz. Bobic einigte sich noch während der Partie gegen die Fortuna mit den Verantwortlichen des AC Mailand darauf, dass der 23 Jahre alte Portugiese André Silva zur Eintracht kommt. „Wir sind seit einigen Wochen interessiert“, sagte Bobic bei Sky. „André ist ein toller Spieler und richtig guter Fußballer. Er bringt eine andere Note bei uns rein und hat unheimlich viel Potential.“

          Welchen Stellenwert der 33-malige Nationalspieler schon in jungen Jahren besitzt, verdeutlicht die Summe, die AC Mailand seinerzeit für Silva bezahlt hatte: 38 Millionen Euro, wie Bobic bestätigte.

          Das war’s: Ante Rebic verlässt die Eintracht.

          Das famose Sturmtrio Luka Jovic (Real Madrid), Sébastien Haller (West Ham United) und Ante Rebic (AC Mailand) ist also endgültig Geschichte. Rebics letzter sportlicher Eindruck, den er zum Abschied in Frankfurt hinterlassen hatte, war eine starke Halbzeit beim 3:0 im Play-off-Spiel der Europa League gegen Racing Straßburg – und eine Aktion gegen den gegnerischen Torhüter, die ihm eine Rote Karte einbrachte.

          Am Sonntag, als sich auch in der Partie gegen die Fortuna viele kleine unschöne Nickligkeiten einschlichen, hatte Schiedsrichter Frank Willenborg viel zu tun, um nicht den Überblick zu verlieren. Er zückte insgesamt sechsmal die Gelbe Karte; einen Platzverweis gab es nicht. Aber vor allem nach dem Seitenwechsel wieder jede Menge Spektakel – und auch noch die beiden Debüts von Bas Dost und Djibril Sow. Dost musste 45 Minuten lang warten, ehe er erstmals vor den Eintracht-Fans vorspielen durfte. In der ersten Halbzeit gegen unbequeme und unangenehme Düsseldorfer saß der 30 Jahre alte Niederländer noch auf der Bank und musste tatenlos mit ansehen, wie die Rheinländer in Führung gingen. In der 37. Minute nahm Rouwen Hennings, bestens von Alfredo Morales bedient, mit dem Kopf Maß und ließ Eintracht-Torhüter Kevin Trapp keine Chance.

          Dost kommt und trifft

          Anders als noch beim furiosen 3:0 gegen Racing Straßburg spielten sich die Frankfurter gegen die Düsseldorfer kaum Torgelegenheiten heraus. Die nachhaltigste Aktion der Eintracht ereignete sich unmittelbar vor dem Pausenpfiff, als es Gonçalo Paciência mit dem Kopf versuchte, aber scheiterte. Die Eintracht ohne Rebic: Es war offenkundig, dass es der Hütter-Elf gehörig an Durchschlagskraft fehlte.

          Bis zur 57. Minute, bis zu dem Moment, in dem der zur Pause für Jovelic eingewechselte Dost nach einer Maßflanke von Paciência in die Höhe sprang und den Ball mit dem Kopf zum vielumjubelten 1:1 in das Tor wuchtete. Welch ein Einstand des zweimaligen Torschützenkönigs. Plötzlich wurde es auch im Stadion wieder lauter. Die Zuschauer spürten, dass die Eintracht auch noch das Siegtor gegen die Fortuna schaffen könnte. Verpasste es Daichi Kamada sechs Minuten vor dem Ende noch, Torhüter Zackary Steffen mit einem Volleyschuss zu überwinden, war es Paciência, der für kollektive Glücksgefühle sorgte. Der Portugiese, der gekonnt aus acht Metern zum 2:1-Sieg vollendete, profitierte bei seinem Flachschuss vor allem von einer Energieleistung von Danny da Costa, der sich auf rechts durchgesetzt hatte und in den Lauf des frei stehenden Paciência passte (86.).

          „Dieses Tor war gut für uns und für mich“, sagte der Portugiese später. Paciência profitierte in besonderem Maße von der Dost-Einwechslung, denn von dem Moment an wurde er deutlich stärker und gefährlicher. Gegen eine Düsseldorfer Mannschaft, die ihre „beste Saisonleistung auf den Platz gebracht hat“, wie deren Trainer Friedhelm Funkel zu Recht betonte. Der einstige Frankfurter Coach sagte: „Wir haben der Eintracht Probleme bereitet.“ Eintracht-Trainer Adi Hütter sprach nach dem mühevollen 2:1 von einem „absoluten Kraftakt. Wir waren in der ersten Halbzeit zäh und träge. Heute hat es ein bisschen gedauert.“ Wie auch der Vollzug der beiden Personalien Rebic und Silva.

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