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Nur 1:1 gegen Aufsteiger : Frankfurt fehlt die Inspiration

  • -Aktualisiert am

Enttäuschend: Die Eintracht um André Silva holt nur einen Punkt gegen die Arminia. Bild: AFP

Die Ansprüche sind groß, die Leistung noch nicht entsprechend. Gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld lässt die Eintracht wichtige Punkte liegen. Dabei geraten die Frankfurter sogar in Rückstand.

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          Aller Anfang ist schwer, gerade nach einer Pause von elf Jahren. Eine halbe Stunde lang schien die Mannschaft des Aufsteigers Arminia Bielefeld schwer beeindruckt von den Verhältnissen in der ersten Liga. Vom Tempo, vom Pressing, von den spielerischen Variationen des Gegner. Doch da die Frankfurter Eintracht all ihre Stärken nur selten in vielversprechende Torchancen zu münden verstand und da Costa und Silva die beiden einzigen großen Gelegenheiten verpassten, konnten sich die Ostwestfalen ohne Schaden zu nehmen langsam an die Gangart gewöhnen und freuten sich nach 90 Minuten über ein erfolgreiches Comeback in der Erstklassigkeit.

          Bundesliga
          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Im ersten Bundesligaspiel nach dem Abstieg 2009 erreichte Bielefeld vor 6500 disziplinierten Zuschauern in der Frankfurter WM-Arena ein 1:1, das in der Eröffnungsphase und Mitte der zweiten Halbzeit auf wackligen Füßen stand, aber am Ende ziemlich sicher verteidigt wurde.

          In Cordova und Hartel standen nur zwei Profis mit Bundesligaerfahrung in der Startelf von Trainer Uwe Neuhaus, dazu der Niederländer van Horn und der Japaner Doan, die über Champions-League- und Nationalmannschaftserfahrung verfügen. Der Mangel an erstklassigen Erfahrungswerten machte sich in einigen Szenen bemerkbar – aber nicht entscheidend, weil es den Frankfurtern an Präzision und Klarheit fehlte, um ihre Vorteile konsequent umzusetzen.

          Gegen Ende der ersten Halbzeit hatten sich die Arminen soweit sortiert, dass die Eintracht kaum noch Druck entwickeln konnte. Ihr Trainer Hütter reagierte und ging ins Risiko, brachte mit Zuber und Barkok für da Costa und Kohr offensivere Kräfte ins Spiel. Und Barkok führte sich auch gleich mit einer Flanke gut ein. Doch Hinteregger köpfte den Ball aus kurzer Distanz an die Unterkante der Latte.

          Aber mit den Auswechslungen war auch die Statik in der Defensive dahin. Gleich die erste Konterchance nutzte Soukou in der 51. Minute zur überraschenden Bielefelder Führung. Die Eintracht spielte jetzt endgültig alles oder nichts und kam in der 62. Minute zum verdienten Ausgleich. Silva köpfte den Ball nach Flanke von Kostic und Verlängerung von Dost ins Bielefelder Tor. Dabei blieb es.

          „Es ist kein unverdienter Punkt für die Arminia. Nach zehn, 15 Minuten hatten wir das Spiel richtig gut im Griff. Wir waren aber nicht entschlossen genug, die Tore zu machen“, sagte Hütter nach dem Spiel „Arminia hat das gut gemacht und gut verteidigt. Wir hatten am Ende keine Lösungsansätze, um das Spiel zu gewinnen. Es ist ein ärgerliches Ergebnis, wir sind nicht zufrieden.“ Den Frankfurtern fehlte die Inspiration, Bielefeld die Genauigkeit beim Kontern.

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