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Pause nach Europa-League-Aus : Ein Neustart für Eintracht Frankfurt

Mit positivem Blick zukunftsorientiert: Eintracht-Trainer Adi Hütter nach dem Europapokal-Aus in Basel Bild: Reuters

Eintracht-Trainer Adi Hütter ändert die Vorbereitung und gibt seinen Spielern eine Woche frei. Die Pause ist eine Zäsur – und zugleich die Chance, mit einer neuer Strategie seine Mannschaft in Form zu bringen.

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          Heimarbeit statt Endrundenturnier. Da der Dienstausflug nach Nordrhein-Westfalen nun nicht zustande gekommen ist, haben die Eintracht-Verantwortlichen umdisponiert. Trainer Adi Hütter hat sich nach dem Europapokal-Aus gegen den FC Basel dabei sehr generös gezeigt. Gleich für eine Woche dürfen sich die Frankfurter Fußballprofis vom Trainingsplatz fernhalten. Hütter setzt auf die Eigenverantwortung seiner Spieler. Der Ball ruht, das Augenmerk liegt auf der individuellen Arbeit an Körper und Geist.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Dafür haben die Eintracht-Spieler jeweils abgestimmte Fitnesspläne erhalten. Ein bewährtes Modell, das schon während vergangener Urlaubsphasen Konjunktur hatte. Neu ist jetzt, dass Hütter in sein sommerliches Vorbereitungsprogramm eine knapp einwöchige Pause bis zum kommenden Sonntag einbaut. „Wir wollen den Spielern noch einmal die Möglichkeit zur Erholung geben, um dann physisch und psychisch frisch die Vorbereitung auf die Bundesligasaison durchzuziehen“, sagt Hütter. „Das haben sie sich auch verdient.“

          Den ganzen Juni über hatten sich die Eintracht-Profis in einem vierwöchigen Urlaub befunden, ehe nach dem Trainings-Wiederstart zweimal gespielt wurde. Einmal unter Testbedingungen gegen AS Monaco (1:1) zur Vorbereitung auf das noch zu absolvierende Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League. Dann beim FC Basel selbst, wo die Hypothek der 0:3-Hinspielniederlage im März eine zu große Last war. Auch das zweite Spiel gegen die Schweizer ging verloren – diesmal 0:1. Hütter gibt diese ungewöhnliche Startphase zwischen alter Saison und neuer Spielzeit nun die Gelegenheit, „eine ganze Saison ein bisschen anders vorzubereiten als die vergangenen beiden Jahre“.

          Das ist eine Zäsur – und zugleich die Chance, mit einer neuer Strategie seine Mannschaft in Form zu bringen. Geblieben aber ist die alljährliche Suche nach der richtigen Formation. Auch jetzt benötigt die mit vielen Durchschnittsspielern besetzte Eintracht personelle Auffrischung in nahezu allen Mannschaftsteilen. Von drei Profis haben sich die Frankfurter in diesem Sommer schon verabschiedet. Der Spanier Lucas Torró ist zurück nach Osasuna gegangen.

          Der Uruguayer Rodrigo Zalazar wurde an den Zweitligaklub FC St. Pauli ausgeliehen. Und der Serbe Mijat Gacinovic hofft beim erstklassigen Eintracht-Rivalen TSG Hoffenheim auf den finalen Durchbruch. Gekommen sind bislang aus Rotterdam Stürmer Ragnar Ache sowie aus Hoffenheim Mittelfeld-Allrounder Steven Zuber. Ein erster Anfang, dem weitere Zugänge folgen müssen. Bedarf hat die Eintracht auch und vor allem in der kreativen Schaltzentrale, in der ein Denker und Lenker mit dem freien Blick für das große Ganze fehlt und der dem Spiel neue Impulse geben muss.

          Zeit, sich nach neuem Personal umzuschauen, haben die Eintracht-Verantwortlichen um Sportvorstand Fredi Bobic, Sportdirektor Bruno Hübner und Trainer Adi Hütter in diesem ganz speziellen Sommer mehr als sonst. Erst am 5. Oktober schließt das Transferfenster. Gut drei Wochen zuvor, am 11. September, hat die Hütter-Elf die Chance, den Grundstock für das mögliche Anknüpfen an mitunter magische Europapokal-Nächte zu legen. Der DFB-Pokal bietet auch weiterhin den schnellsten Weg zurück in die Europa League. Dorthin, wo die Eintracht zwei Jahre lang zumeist für Aufsehen gesorgt hat.

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