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3:2 gegen Hoffenheim : Frankfurter Triumph in letzter Minute

Nach dem Ausgleichstreffer durch Sebastien Haller dreht Goncalo Paciencia das Spiel ein zweites Mal – diesmal zu Gunsten der Eintracht. Bild: Reuters

Führung, Rückstand, Überzahl und der Siegtreffer in der Schlussminute: Die Eintracht bleibt nach der Winterpause unbesiegt. Hoffenheim schwächt sich hingegen selbst.

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          Die Erfolgsserie der Eintracht hat gehalten. Auch im neunten Spiel seit der Winterpause gingen die Frankfurter ungeschlagen vom Platz. Sie gewannen dank eines beherzten Schlussspurts 3:2 gegen die TSG Hoffenheim und bauten den Vorsprung vor dem Verfolger auf sechs Punkte aus.

          Die couragierten Hessen untermauerten durch den Last-minute-Triumph ihre hohen Ansprüche im Kampf um die internationalen Plätze der Fußball-Bundesliga.

          Bundesliga

          Hoffenheim standen sechs Spieler, die üblicherweise zur Stabilität der Defensive beitragen, nicht zur Verfügung. Julian Nagelsmann machte aus der Not eine Tugend. Der Coach hatte sich für eine offensive Herangehensweise entschieden. Joelinton und Kerem Demirbay, der später angeschlagen ausgewechselt werden musste, sollten mit ihrer Schnelligkeit für Unruhe in der Frankfurter Abwehr sorgen.

          Nach 20 Minuten jubelten jedoch die Hessen zum ersten Mal. Ein Freistoß von Filip Kostić landete bei Ante Rebić, der mit dem Kopf zum 1:0 traf (20. Minute). Demirbay war es kurz darauf, der Rebić in letzter Sekunde zuvorkam (25.). Sebastian Rode vergab die nächste Eintracht-Chance (36.). Effizienz zeichnete derweil die TSG aus: Joelinton erzielte auf Hacken-Vorlage von Adam Szalai bei erster Gelegenheit den Ausgleich (43.).

          Eintracht-Trainer Hütter brachte Luka Jović nach dem Seitenwechsel für Rebić, den es bei einem Zusammenstoß am rechten Knie erwischt hatte. Und es ging hüben wie drüben abwechslungsreich weiter: Eintracht-Torhüter Kevin Trapp parierte gegen Schulz (49.) sowie Szalai (51.), außerdem knallte der Ungar aus der Distanz den Ball an die Latte (54.). Kostić scheiterte auf der Gegenseite an Baumann (50.), und auch Jović kam an ihm nicht vorbei (57.).

          Belfodil gelang dann nach einer Stunde das 2:1 für die TSG, die von der 66. Minute an ohne Kasim Adams auskommen musste, der die Gelb-Rote Karte sah. In Überzahl retteten zwei Kopfbälle von Haller (89.) und Gonçalo Paciência (90.+6.) doch noch den wichtigen Sieg.

          Jubel bei der Eintracht: Nach einem Freistoß von Filip Kostic (rechts) trifft Ante Rebic zum 1:0 ins Hoffenheimer Tor. Bilderstrecke

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