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Neuzugang Kristijan Jakic : „Alle Spiele gewinnen“

Eintracht-Mittelfeldspieler in Form: Neuzugang Kristijan Jakic (rechts) könnte gegen den SC Freiburg sein erstes Tor erzielen. Bild: AFP

Nach dem Sieg über Greuther Fürth vor der Länderspielpause möchte die Eintracht beim SC Freiburg nachlegen. Neuzugang Kristijan Jakic präsentiert sich formstark.

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          Es wird wieder voller. Die Unterbrechung, die für die letzte Länderspielpause des Jahres nötig war, geht zu Ende. An diesem Wochenende startet die Bundesliga in ihren Endspurt vor Weihnachten. Die Eintracht muss dabei am zwölften Spieltag auswärts beim SC Freiburg ran. Da der Anstoß der Partie erst für Sonntag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei DAZN) angesetzt ist, bleibt ein wenig mehr Zeit in der Vorbereitung. Gleichzeitig werden dadurch die Spielräume enger, wenn es in der kommenden Woche international weitergeht. In sieben Tagen steht das zweite Aufeinandertreffen mit Antwerpen auf dem Plan.

          Bundesliga
          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Doch in der Europa League ist den Frankfurtern das Weiterkommen ja bereits sicher, sodass Trainer Oliver Glasner gut daran tut, das Augenmerk auf die Anforderungen in der Bundesliga zu richten. Die Eintracht befindet sich mit erst zwölf Punkten nach wie vor im ungemütlichen Teil des Klassements. Durch den Erfolg in Fürth (2:1) gewann das Team immerhin ein wenig Abstand zur Abstiegsregion, muss aber dennoch befürchten, durch eine Niederlage im Breisgau wieder mittendrin zu stecken im Schlamassel.

          Der Sportclub als kommender Gegner erlebt bislang eine Saison, die wesentlich glanzvoller verläuft als die der Frankfurter: Die Elf von Trainer Christian Streich musste sich Anfang November beim 1:2 in München erstmals geschlagen geben. Sie steht aktuell auf Rang drei. Noch dazu ist der Sport-Club seit neun Bundesliga-Heimspielen ungeschlagen. Mit neun Gegentoren verfügen die Freiburger zudem über die gegenwärtig stabilste Defensive. Zum Vergleich: Die Hessen, die überhaupt erst zweimal drei Punkte ergatterten, erzielten bei 150 Torschüssen selbst zwölf Treffer und kassierten 16.

          „2021 verläuft bisher phänomenal“

          Ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Stabilität in der Abwehr und offensiver Durchschlagskraft zu erhalten gehört zu den Arbeitsschwerpunkten, auf die Glasner in den Übungseinheiten wie am Mittwoch besonderen Wert legt. Auch Gonçalo Paciência gehörte wieder dazu. Drei Wochen nach seiner Muskelverletzung mischt der Stürmer wieder munter mit. Was Glasner ebenfalls Mut machen kann, ist ein Blick ins Archiv: Nur eine der zurückliegenden acht Liga-Partien gewannen die Freiburger gegen die Eintracht. Ansonsten sprechen vier hessische Siege und drei Unentschieden eine klare Sprache.

          Ein paar Spieler von Glasner kehrten von den Reisen zu ihren Nationalteams mit der Erfahrung aufbauender Erlebnisse zurück, die, so hofft es der Coach, auch auf ihre Leistungen im Eintracht-Trikot abstrahlen könnten. Zu den Siegertypen zählt Kristijan Jakic, der mit der kroatischen Auswahl Sieger in der Gruppe H der WM-Qualifikation wurde. Der 24-Jährige dürfte auch in Freiburg im defensiven Mittelfeld gesetzt sein. Bislang erfüllte der robuste Zweikämpfer die Erwartungen und ragt damit aus dem Kreis der Zugänge, die längst nicht alle hielten, was die Eintracht von ihnen erwartete, heraus. Jakic sagte, 2021 verlaufe für ihn bislang „phänomenal“.

          Erst der Wechsel aus Zagreb, dann die Eroberung eines Stammplatzes bei Glasner und nun – als vorläufiger Höhepunkt – der schönen Entwicklung die Qualifikation mit seinem Heimatland für die Titelkämpfe in Qatar. Jakic sagte über sich, er sei „ein großer Optimist“, deswegen sei auch sein Bestreben, nun alle anstehenden Aufgaben mit der Eintracht so zu gestalten, dass sich der jüngste Trend, der dreimal in Serie für ein Happy End sorgte, fortsetze: „Am liebsten würde ich alle Spiele gewinnen“, betonte Jakic in der Vorausschau auf das, was nun kommt bis zum Ausklang mit dem Rhein-Main-Duell gegen Mainz kurz vor Heiligabend.

          Er beschäftige sich grundsätzlich nicht gerne mit der Konkurrenz, sondern schaue vor allem auf sich. Da gibt es noch einiges zu tun, wie er selbstkritisch anmerkte, vor allem seine taktische Disziplin solle besser werden; und außerdem wolle er sich nach der Balleroberung schneller von der Kugel trennen, so wurde es ihm von Glasner aufgetragen, um zu vermeiden, in Konter zu laufen. „Noch bin ich nicht bei 100 Prozent“, sagte Jakic. Da geht es ihm wie so vielen zuletzt im Trikot der Eintracht. Auch deswegen treten sie in Freiburg erstmals seit Langem wieder als Außenseiter an.

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