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Eintracht Frankfurt : Charmante Kampfansage an den FC Bayern

Fast so gut wie Robert Lewandowski: André Silva trifft und und trifft und trifft. Bild: Picture-Alliance

Zehn Spiele in Serie haben die Frankfurter in der Bundesliga nicht verloren. Deswegen schlottern auch vor der „besten Mannschaft der Welt“ nicht die Knie. Und vielleicht ist die Eintracht bald schon „Weltpokalsiegerbesieger“.

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          Gut gemacht! Für Adi Hütter galt es, keine Zeit zu verlieren, um seinen Leuten für die getane Arbeit zu danken und zu ihrem nächsten Achtungserfolg zu gratulieren. Der 51-Jährige verließ mit dem Schlusspfiff seinen Bereich in der Coaching-Zone und schritt auf dem ramponierten Rasen von einem zum anderen der Männer in den schwarz-roten Trikots und klopfte den Seinen reihenweise auf die Schultern.

          Bundesliga
          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Zufrieden waren sie nach dem 2:0 über den 1. FC Köln alle mehr oder weniger, wobei sich nur bei Luka Jovic in die Freude über den Sieg auch die Unzufriedenheit über seine persönliche Ausbeute mischte. Der junge Serbe, der im Winter für die Rückrunde von Real Madrid ausgeliehen wurde und mit drei Treffern in drei Spielen einen Einstand nach Maß erlebte, kam auch gegen den „Effzeh“ nur als Einwechselspieler zum Zug, und in den verbleibenden zwanzig Minuten, die er in der Schlussphase mitmachen durfte, mangelte es ihm an Abschlussmöglichkeiten, um seinen Ruf als furioser Vollstrecker zu untermauern.

          Hütter sagte später, er habe Verständnis dafür, dass der 23-Jährige nicht freudestrahlend über den Lauf der Dinge in den Feierabend aufbrach, sondern seine Reaktion sei als Lust auf mehr zu interpretieren, die für einen hohen Anspruch an sich selbst und seinen Ehrgeiz spreche. Er könne, schilderte Hütter, aufgrund seiner eigenen Erfahrungen als Profi der jetzigen Spielergeneration „bis hinunter in den Magen“ schauen und wisse, was in ihr vorgehe.

          Wie die Kirsche auf dem Sahnehäubchen

          Auch deswegen verharrte er wohl einen Tick länger als eigentlich notwendig, um sich noch vor dem Abgang in die Kabine mit Torhüter Kevin Trapp auszutauschen. Es war das erste Bundesligaheimspiel seit dem 7. Februar des Vorjahres (5:0 gegen Augsburg), in dem der Keeper kein Gegentreffer kassierte. Das sei auch „etwas Schönes“, befand Hütter, der sich bei der Suche nach dem „Haar in der Suppe“ schon mit der Frage konfrontiert sah, ob ihn Trapps „Negativserie“ beunruhige.

          So gesehen, kam allen Beteiligten das Resultat wie die Kirsche auf dem Sahnehäubchen vor. Und der kollektive Erfolgshunger, das verdeutlichten Hütters Einlassungen nach dem 21. Spieltag, der dank der Treffer von André Silva und Evan Ndicka (und dem torlosen Remis in der anschließenden Begegnung zwischen Wolfsburg und Mönchengladbach) einen überaus erfreulichen Verlauf nahm, ist noch lange nicht gestillt.

          Die drei weiteren Punkte, die es für den mit Geduld erarbeiteten Sieg über den 1. FC Köln gab und durch die sie auf den dritten Tabellenplatz kletterten, bezeichnete Hütter als Bestätigung, dass sich das Team in einer herausragenden Verfassung befinde: „Es macht Spaß und Freude, meiner Mannschaft zuzusehen.“ Auch wenn der kommende Gegner nun der FC Bayern sei, gelte es, das durch zehn Partien hintereinander ohne Niederlage gewachsene Selbstvertrauen zu demonstrieren.

          Der Rekordmeister sei zweifelsohne das „Nonplusultra“ und die „beste Mannschaft der Welt“. Doch das sorge nicht dafür, dass der Eintracht vor dem Duell die Knie schlottern würden. „Wir werden versuchen, ungeschlagen zu bleiben“, gab Hütter die Marschroute vor, auf dass die Münchner, die am Montagabend noch gegen Bielefeld gefordert waren und nur zu einem 3:3 kamen, frühzeitig wissen, dass sie sich auf heftige Gegenwehr einzustellen haben.

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