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0:1 in Stuttgart : Eintracht lässt sich vom VfB „einnullen“

  • -Aktualisiert am

Matchwinner: Erik Thommy hat das 1:0 für den vfB erzielt Bild: dpa

Ein Tor entscheidet das Spiel: Der VfB Stuttgart bleibt mit dem neuen Trainer Tayfun Korkut in der Erfolgsspur und gewinnt zum dritten Mal mit 1:0. Erik Thommy nutzt einen Fehler in der Eintracht-Defensive zum Siegtor.

          2 Min.

          Respekt, Respekt: Beim VfB Stuttgart haben sie sehr genau registriert, mit welcher Wucht Eintracht Frankfurt zuletzt die Liga-Konkurrenz aufgemischt und damit Tabellenplatz drei erklommen hat. Sportvorstand Michael Reschke erhob die Hessen vor dem Spiel in den Stand der „Mannschaft der  Stunde“, und Trainer Tayfun Korkut erwartete eine „schwere Partie“ für die Schwaben, „die auch mal weh tun kann“.

          Bundesliga

          Am Ende taten die unter dem neuen Trainer Korkut in vier Spielen noch unbesiegten Schwaben den Hessen weh und siegten durch Erik Thommys Tor (13. Minute)  verdientermaßen 1:0 gegen die diesmal desorientierte Eintracht. Bei den Frankfurtern machte sich das Fehlen des verletzten defensiven Mittelfeldspielers Mascarell und des nach fünf Gelben Karten gesperrten Anführers Boateng bemerkbar. Deren Aufgaben übernahmen der von der Dreierabwehr um eine Position nach vorn verschobene Hasebe und der mal wieder zur ersten Wahl gehörende Gacinovic. Sie taten es in der ersten Halbzeit wie ihre Frankfurter Nebenleute bis auf einen Lattenschuss von da Costa (9.) eher schlecht als recht.

          Missgeschick von Abwehrchef Abraham

          Der VfB wirkte mit seinen sporadischen Konterattacken  wuchtiger und durchsetzungsfähiger als das diesmal ziemlich behäbige Bundesliga-Spitzenteam und ging folgerichtig in Führung. Auch weil der Frankfurter Abwehrchef David Abraham sich von Ginczek einfach überlaufen ließ, hatte der Stuttgarter Stürmer freie Bahn, umkurvte auch noch Torhüter Hradecky und schoss aufs leere Tor. Russ, einer der drei Innenverteidiger der Eintracht, lenkte den Ball zwar noch gegen den Pfosten, doch der Abpraller fiel Thommy vor die Füße, und der Winterneuzugang der Schwaben hatte bei seinem ersten Treffer für den VfB keine Mühe, den Ball ins Tor zu schieben.

          Danach besaß der  Favorit zwar mehr Spielanteile, fand aber so gut wie nie zu seinem sonst so aggressiven Spiel. Kovac reagierte und wechselte zur zweiten Hälfte den mexikanischen Spielgestalter Fabian für Russ ein, so dass Hasebe auf seine Lieblingsposition als zentraler Abwehrmann rücken konnte. Gefragt war er da kaum noch, weil die Frankfurter nun ständig im Vorwärtsgang waren, aber leider ihr Navigationssystem zu Hause gelassen hatte.

          Da schmeckt auch der Kaffee am Spielfeldrand nicht: Eintracht-Trainer Niko Kovac Bilderstrecke

          Bis auf Rebics geblockten Schuss  (75.) und Fabians Gewaltschuss, der sein Zeil knapp verfehlte (90.+2) entwickelte die Eintracht gegen die starke Stuttgarter Abwehr keinerlei Torgefahr. „Der VfB hat heute ein Spiel gewonnen, das kein gutes Niveau hatte. Wir waren noch schlechter“, sagte Eintracht-Trainer Niko Kovac.

          Der VfB verteidigte zum dritten Mal im vierten Spiel unter Korkut einen 1:0-Vorsprung mit vereinten Kräften und entfernt sich immer weiter von  der Abstiegszone.

          „Wir haben heute sehr gut verteidigt, vor allem unsere Abwehrkette hat es gut gemacht“, sagte Korkut. „Wir dürfen jetzt nicht denken, alles ist gut und es läuft von alleine.“

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