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Kolo Muani für Frankreich : „Er hat bis hinter beide Ohren gestrahlt“

Zwei Tore und vier Vorlagen: Randal Kolo Muani hat sich für die französische Auswahl empfohlen. Bild: dpa

Lohn den Tüchtigen: Randal Kolo Muani hat sich in Frankfurt bestens eingelebt. Nun reist er erstmals zur französischen Nationalmannschaft. Auch andere Eintracht-Stars sind international im Einsatz.

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          Zwei lockere Trainingstage noch – dann können sich die Frankfurter Fußballprofis, die nicht den Status eines Nationalspielers haben, ganz dem Müßiggang hingeben. Eintracht-Trainer Oliver Glasner hat ihnen vier freie Tage am Stück angekündigt. Von Donnerstag an bis einschließlich Sonntag ruht der Übungsbetrieb an der Arena.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Am kommenden Montag starten dann die Vorbereitungen auf ein Punktspiel, das am 1. Oktober um 15.30 Uhr (im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) angepfiffen wird und voller Reiz ist: Der Tabellenführer kommt. Nein, nicht der FC Bayern, sondern der 1. FC Union Berlin. Es ist eine der schönen Überraschungen dieser Bundesligasaison, dass das Klassement derzeit bunt durchgemischt ist. Die Eintracht ist Siebter – und damit immerhin besser als zum gleichen Zeitpunkt ein Jahr zuvor, als die Mannschaft Dreizehnter war.

          Deschamps lobt Kolo Muani

          In dieser Saison muss mehr als Platz elf möglich sein, der am Ende der zurückliegenden Spielzeit im Kerngeschäft für Ernüchterung gesorgt hat. Mehr möglich mit Spielern wie Randal Kolo Muani. Der Franzose hat sich seit seinem Start im Sommer bestens in Glasners Mannschaft eingefügt und ist auf Anhieb Stammkraft geworden. Mehr noch: Sein stürmisches Wirken hat auch in der Heimat mächtig Eindruck gemacht.

          Didier Deschamps sind Kolo Muanis gute Einsätze im Eintracht-Dress nicht verborgen geblieben. Der Lohn: Der Angreifer steht erstmals überhaupt im Kader des Weltmeisters. „Randal hat viel Qualität“, lobte Deschamps. „Er bringt Präsenz mit, nimmt Tiefe mit und hat eine gute Effizienz.“

          Frankreich bekommt es am Freitag in der Nations League mit der Auswahl Österreichs zu tun. Schauplatz ist das Pariser Stade de France. Eintracht-Trainer Glasner wird aus der Ferne beobachten, ob Kolo Muani tatsächlich sein Debüt gibt. „Ich habe ihm zu seiner Nationalmannschaftsnominierung gratuliert. Er hat bis hinter beide Ohren gestrahlt.“

          Sow wartet auf Torpremiere

          Für Djibril Sow sind Nominierungen Formsache. Der Schweizer ist fester Bestandteil der „Nati“ genannten Auswahl der Eidgenossen. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler hat es bislang auf 30 Einsätze gebracht – mit einem Makel. Anders als im Dress der Eintracht ist ihm bei Nationalmannschaftsaufgaben noch kein Tor geglückt.

          In der Nations League bieten sich Sow in den Begegnungen mit Spanien und Tschechien zwei weitere Chancen, um zu zeigen, „dass ich mit der Innenseite viel Gefühl habe“. Zudem sind aus dem Eintracht-Ensemble noch der Däne Jesper Lindström, der Japaner Daichi Kamada und der Kolumbianer Rafael Borré für das jeweilige A-Team nominiert.

          Eine Stufe tiefer steht Hrvoje Smolcic mit der kroatischen U-21-Nationalmannschaft in zwei Play-off-Endspielen gegen Dänemark vor wegweisenden Einsätzen. Auf deutscher U-21-Seite warten auf Ansgar Knauff und Faride Alidou zwei Länderspiele in aller Freundschaft gegen Frankreich und England. Stichwort England: Beim Klassiker der A-Nationalmannschaft im Londoner Wembleystadion am Montag ist auch Kevin Trapp dabei.

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