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Eintracht Frankfurt : „Champions League? Nehme ich“

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Nach der Pleite in Frankfurt: Kevin Trapp will sich im Rückspiel gegen Basel behaupten. Bild: dpa

Das Rückspiel in der Europa League gegen den FC Basel prägt die Planungen von Eintracht Frankfurt. Nicht nur Torhüter Kevin Trapp sieht sein Team gerüstet für eine Sensation.

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          Die Aufgabe ist sehr anspruchsvoll. Aber gerade Eintracht Frankfurt sei prädestiniert dafür, sie erfolgreich zu bewältigen – davon ist Torhüter Kevin Trapp überzeugt, der mit seiner Mannschaft an diesem Donnerstag (21 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League und bei DAZN sowie RTL) in Basel ein 0:3 aus dem Europa- League-Achtelfinalhinspiel wettmachen muss.

          Europa League

          „Wenn jemand die Sensation packen kann, dann sind es wir“, findet Trapp. „Das haben wir in der Vergangenheit schon bewiesen.“ Basel sollte gewarnt sein – so der Tenor des Torwarts. Mit entsprechender Kampfeslust und Vorfreude auf die große Herausforderung spricht Trapp sich und seinen Kollegen Mut zu, um „das Unmögliche möglich zu machen“, wie es sein Trainer Adi Hütter formuliert.

          Zuversicht macht Trapp außerdem das Abschneiden in der Rückrunde der vergangenen Bundesliga-Saison, in der die Frankfurter vor allem „in den Auswärtsspielen stark gespielt“ hätten. „Wir nehmen die Begegnung in Basel sehr ernst“, sagte Trapp. Diese Einstellung wird von der Eintracht verlangt, das weiß auch ihr Trainer. „Wir haben uns das 0:3 selbst eingebrockt. Jetzt versuchen wir, die Suppe wieder auszulöffeln.“ Was die Vorbereitungszeit für das erste Pflichtspiel nach dem vierwöchigen Urlaub angeht, müssen die Frankfurter ihr Vorhaben im Rekordtempo umsetzen.

          Wohltuende Pause

          Am vergangenen Mittwoch stand die Mannschaft – 28 Feldspieler und drei Torhüter – zur ersten Zusammenkunft in der neuen Runde auf dem Platz. Dicht vor Augen das Programm der Sommerrunde im internationalen Geschäft. Dem Termindruck und Blitzstart glauben die Hessen trotz fehlender Spielpraxis gewachsen zu sein. Die ersten Tage nach dem Urlaub seien „ungewohnt“ gewesen. „Trotzdem hatte ich nicht den Eindruck, dass wir per Sie mit dem Ball sind, sondern weiter per du. Es sieht alles sehr gut und sehr konzentriert aus“, beschrieb Trapp den raschen Eingewöhnungsprozess. „Die Pause nach der langen Saison hat gutgetan.“

          Vom ersten Eindruck seiner Spieler angetan war auch Hütter, der seinem Personal nach den erfolgten Leistungstests einen „guten körperlichen Zustand“ bescheinigte und das Pflichtbewusstsein seines Teams lobte. „Alle haben in den Ferien ihr Heimprogramm absolvieren müssen.“ Spielend einem Formcheck unterzogen sich die Frankfurter am Samstagabend im Testspiel gegen AS Monaco.

          „Absolute Priorität“

          Das zweite Duell mit dem FC Basel – das erste hatte im März in Frankfurt stattgefunden, bevor anschließend der internationale Spielbetrieb eingestellt wurde – hat für Hütter „absolute Priorität. Ich will ein Team auf den Platz schicken, das zu hundert Prozent den Sieg möchte“, kündigte der Trainer an. „Wenn alles gut läuft, sind wir in der Lage, das Ergebnis noch zu drehen.“ Das Resultat in der Schweiz wird nach Angaben von Hütter einen „entscheidenden Einfluss haben“ auf den weiteren Verlauf der Frankfurter Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison, die am 18. September beginnen soll.

          Eine Woche davor ist geplant, die erste Hauptrunde im DFB-Pokal auszutragen. Sollte die Eintracht gegen Basel eine Runde weiterkommen, würde sie am Europa-League-Turnier in Nordrhein-Westfalen teilnehmen. Der Gegner im Viertelfinale wäre Wolfsburg oder Schachtjor Donezk. Um im neuen Spieljahr im internationalen Geschäft mit dabei zu sein, müsste die Eintracht den Wettbewerb gewinnen. „Ich kenne keinen, der sich beschweren würde, wenn wir in die Champions League kämen. Ich nehme das gerne an. Es wäre ja schon eine Sensation, könnten wir das Basel-Spiel drehen“, sagte Trapp.

          Bisher haben sich die Frankfurter nur mit dem jungen Stürmer Ragnar Ache von Sparta Rotterdam verstärkt. Die Eintracht stünde aber „sehr gut da. Selbst wenn es keine Transfers mehr geben würde, hätten wir eine sehr gute Mannschaft“, urteilt Trapp. „Sie steht ja noch vom letzten Jahr.“ Nur Mittelfeldspieler Lucas Torro wird aller Voraussicht nach in seine spanische Heimat zu Osasuna zurückkehren. „Lucas ist ein toller Junge und ein toller Spieler“, sagte Hütter. „Aber er hatte hier sehr viel Pech.“

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