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Eintracht-Jugendtrainer Kramny : „Mir fehlen Dribbler und Zehner“

  • -Aktualisiert am

Der Mann an der Schnittstelle zu den Profis: U-19-Trainer Jürgen Kramny Bild: Imago

Jürgen Kramny ist der neue Trainer der U 19 von Eintracht Frankfurt. Im Interview spricht er über den Wandel im Jugendfußball, mangelnde Technik, gefüllte Werkzeugkoffer und seine sportlichen Ziele.

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          Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) besetzt im Nachwuchsbereich seiner Nationalmannschaften die Trainerteams jeweils mit einem Typ „Erfahrung“, „Innovation“ und „Altersspezialist“. Welcher Trainertyp sind Sie?

          Ich bin sehr interessiert an neuen Dingen. Aber ich habe auch viel Erfahrung. Ich weiß, was im Nachwuchsbereich alles abverlangt wird und wie ich mit diesen Altersgruppen umgehen muss. Wir haben bei der Ausbildung der Spieler jahrelang den Fokus auf das System und das Bewegen in diesem System gelegt. Aber irgendwann haben wir gemerkt, dass uns die Individualisten fehlen, dass es keine Straßenkicker mehr gibt. Es werden zu viele Spieler vom Typ Achter-Position ausgebildet, und mir fehlen die klassischen anderen Typen wie Mittelstürmer, Dribbler und Zehner. Wir haben uns leider für den falschen Weg entschieden. Wir haben erst die Taktik in den Vordergrund gestellt, und danach kam die individuelle Ausbildung.

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